URIA-Hof-Fest: Seit 40 Jahren Vorreiter

Gutes Essen aus tierfreundlicher Haltung gibt es beim URIA-Hoffest am Sonntag,11. Oktober, in Ostdorf.
Dennis BreisingerAm Sonntag, 11. Oktober, lädt der URIA‑Hof wieder in die Dorfstraße 42 in Ostdorf ein. Das diesjährige „URIA Hof-Fest“ steht ganz im Zeichen von 40 Jahren ohne Schlachttransporte.
Los geht es ab 10 Uhr mit einem Dank- und Gedenk-Gottesdienst, den der Tübinger Pfarrer Frieder Dehlinger in der URIA-Festhalle leitet. Gewidmet ist der Gottesdienst dem Bullen „Axel“, der am 15. Oktober 1986 durch seinen unbändigen Freiheitswillen vor der geplanten Fahrt zum Schlachthof den Stopp von Schlachttier-Transporten ausgelöst hat. „Axel hat, wie ein Verrückter getobt und ich habe erkannt, dass so nicht weitergemacht werden kann, und den Kugelschuss eingesetzt, für den wir die offizielle Erlaubnis nach zahlreichen Rechtsstreitigkeiten erst 2000 bekommen haben. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mir geschworen, lebende Tiere nie wieder auf den Schlachthof zu schicken. Seitdem sind wir Vorreiter in der Hofschlachtung, die mittlerweile Standard geworden ist. Ohne diesen Tag hätte es auch URIA und seine Herde nie gegeben“, erörtert der erste Vorsitzende von URIA Ernst Hermann Maier.
Gegründet wurde der gemeinnützig anerkannte Tierschutzverein URIA e. V. 1995. URIA berät bei der Umsetzung tierfreundlicher Haltungs- und Schlachtmethoden, leistet Lobbyarbeit und zeigt, dass es auch ohne Schlachttiertransporte lebender Rinder und ohne Ohrmarken geht.
Einblicke in URIA-Rinderhaltung
Bei URIA leben die Rinder artgemäß, glücklich und zufrieden ganzjährig frei im Herdenverband. Besucher des Hof-Fests können sich mit dem Traktor-Planwagen vom Hof zur Rinderherde mit 300 Bullen, Kühen und Kälbern und zurückfahren lassen. Auf der Weide gibt es, wie auf dem Hofgelände, Informationsstände und die von Ernst Hermann und Edgar Maier entwickelten mobilen Schlachtboxen (MSB) zu besichtigen. „Wir haben auch die erste weltweite, von uns 1995 entwickelte und bis 2011 benutzte MSB wieder repariert und quasi in den Originalzustand zurückversetzt“, sagt Ernst Hermann Maier.
Für Kinder werden eine Strohhüpfburg sowie ein Sandspielplatz zur Verfügung gestellt und es besteht die Möglichkeit zum Treckerfahren und Basteln.
In der Festhalle ist gemütliches Beisammensein angesagt. URIA-Leder- und Naturkosmetikprodukte können erworben werden, der eigene Hofladen hat geöffnet und das Kulinarische kommt in Form von URIA-Bio-Fleisch- und Wurstspezialitäten, Kaffee und Kuchen ebenfalls nicht zu kurz.
Von Montag, 12. Oktober, bis Samstag, 17. Oktober, findet in der Festhalle jeweils von 18 Uhr bis 22 Uhr der „URIA-Mostbesen“ mit Live-Musik statt.

Das URIA-Hoffest informiert über tierfreundlichere Haltungs- und Schlachtmethoden.
Dennis BreisingerGrußwort von Ostdorfs Ortsvorsteher Helmut Haug
Herbstzeit ist seit vielen Jahren auch Hoffestzeit. Auch in diesem Jahr lädt die Familie Maier und URIA zum Tradition gewordenen, weit über die Stadtgrenzen bekannten URIA-Hof-Fest ein, das mit dem folgenden Mostbesen Geselligkeit, Kulinarisches und umfassende Informationen zur neuen Art der Tierhaltung verbindet.
Freuen wir uns auf ein schönes Fest mit vielen Attraktionen. Daher ein herzliches Willkommen in Ostdorf.

Helmut Haug, Ortsvorsteher von Ostdorf
Foto: privatGrußwort von Landrat Günther-Martin Pauli
Beim URIA-Hof-Fest erwartet uns ein Tag voller spannender Einblicke, wertvoller Informationen und guter Gespräche und es bietet eine wunderbare Gelegenheit, eine ganz besondere, vorbildhafte, verantwortungs- und respektvolle Form der Tierhaltung zu erleben.
Seit über 30 Jahren beweist URIA, was mit Mut und Weitsicht möglich ist. Innovative Entwicklungen wie die mobile Schlachtbox und das Kugelschussverfahren garantieren den Tieren einen stressfreien und würdevollen Umgang bis zum Schluss und sind ein leuchtendes Beispiel für das Tierwohl.
Mit der digitalen Kennzeichnung der Rinder per Chiptechnik wird konsequent auf modernste Technik gesetzt.
Allen Gästen wünsche ich einen unvergesslichen und erkenntnisreichen Tag in Ostdorf. Der Familie Maier und dem gesamten URIA-Team gilt mein herzlicher Dank für ihr unermüdliches Engagement.

Landrat Günther-Martin Pauli
Steffen Maier