Vom 23. bis 26. Oktober
: Tradition seit 1291

AnzeigeBereits zum 736. Mal findet der Schätzele-Markt bereits statt. In diesem Jahr vom 23. bis zum 26. Oktober.
Von
Frank Dieter Engelhardt
Tengen
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Das Riesenrad bei Sonnenaufgang

Das Riesenrad bei Sonnenaufgang

Stadt Tengen

Auf eine lange und bewegte Tradition blickt der Tengener Schätzele-Markt zurück. Eine Urkunde von 1291 bezeugt, dass König Rudolf von Habsburg damals der Stadt Tengen die Abhaltung von Jahr- und Viehmärkten bestätigte. Einer dieser Märkte war der Simon- und Judäa-Markt, der alljährlich am 28. Oktober abgehalten wurde. Aus diesem Markttag entwickelte sich das heute viertägige größte Volksfest der Region, zum dem jährlich rund 100.000 Besucher nach Tengen kommen. Seit 1978 findet der Schätzele-Markt in seiner heutigen Form auf dem Festplatz statt. Nur in den Jahren 2020 und 2021 musste während der Corona-Pandemie eine Pause eingelegt werden.

Besondere Jahre

Geschichtsträchtig war unter anderem das Jahr 1925 – aus diesem Jahr gibt es die erste archivierte Jahrmarktszeitung des „Krämer-, Vieh- und Schweinemarkts in Tengen“. Um 1960 wurde der Markt auf das letzte Oktoberwochenende verlegt und auf zwei Tage erweitert. Das erste kleine Festzelt – damals zwischen der alten Apotheke und der Gärtnerei Lau – wurde 1970 aufgebaut und ein Jahr später fand die erste Modenschau durch das Kaufhaus Rösch statt. 1973 fand der erste Schätzele-Markt in der neuen Randenhalle statt – mit Modenschau und Blasmusik, erstmals an drei Tagen von Freitag bis Sonntag. Nur ein Jahr später spielten zum ersten Mal die Randenmusikanten auf dem Volksfest und es gab auch die erste große Kundgebung mit dem damaligen baden-württembergischen Staatssekretär Gerhard Mahler.

Immer viel los ist beim Schätzele-Markt.

Immer viel los ist beim Schätzele-Markt.

Stadt Tengen

Ausweitung auf vier Tage

1978 wurde das Festprogramm dann auf vier Tage ausgeweitet. Die Stadtkapelle erklärte sich bereit, das ein Jahr zuvor schon gewünschte Festzelt auszustatten und zu betreiben und kam auch für die Miete auf, die für die Randenhalle angefallen wäre. 1982 gab es bereits ein modernes Festzelt mit Alu-Trägern und Holzfußboden. Ein weiterer Meilenstein: die Einweihung des Campingplatzes in Tengen 2001, wodurch noch mehr Besucher zum Schätzele-Markt gelockt wurden. 2016 feierte man die 40. Gewerbeausstellung sowie 111 Jahre Gewerbeverein und 2018 wurden die Festzelt-Dimensionen mit eigenem Festwirt zusätzlich ausgeweitet. Der Wirtschaftsanbau für das Festzelt wurde 2019 fertiggestellt.

Für die kleinen Marktbesucher gibt es viel zu entdecken.

Für die kleinen Marktbesucher gibt es viel zu entdecken.

Stadt Tengen

Treffpunkt für Jung und Alt

Der Schätzele-Markt, bei dem es auch heißt, man könne hier sein „Schätzele“ treffen, ist als Treffpunkt für Jung und Alt aus dem Tengener Kalender nicht mehr wegzudenken. „Der Schätzele-Markt ist jedes Jahr ein besonderer Höhepunkt – und zugleich eine schöne Gelegenheit, zu zeigen, was unsere Stadt ausmacht: Tradition und Gemeinschaft, ein starkes Ehrenamt, leistungsfähige Betriebe und gleichzeitig der Mut, Tengen kontinuierlich weiterzuentwickeln“, so Bürgermeister Selcuk Gök.