Mofa-Langstreckenrennen
: Zum 13. Mal: „17 ¾ Stunden von Fischbach“

AnzeigeTausende Besucher werden zu dem Event erwartet, bei dem 366 Runden zu absolvieren sind. Es gibt Party, solange die Mofas fahren. Startschuss ist am Samstag, 12. September, um 18.15 Uhr, Rennende am Sonntag, 13. September, um 12Uhr.
Von
Frank Dieter Engelhardt
Niedereschach-Fischbach
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Was für eine Gaudi: Tausende Zuschauer säumen die Strecke, um hautnah dabei zu sein.

Was für eine Gaudi: Tausende Zuschauer säumen die Strecke, um hautnah dabei zu sein.

Albert Bantle

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für die 13. Auflage der legendären „17 ¾ Stunden von Fischbach“. Das Event steigt am Wochenende 12. und 13. September. Der Startschuss fällt am Samstag um 18.15 Uhr, Rennende ist am Sonntag um 12 Uhr. Das Fischbacher Mofa-Langstreckenrennen ist Motorrennsportfreunden besser bekannt unter dem Namen „Die 17 ¾ Stunden von Fischbach“. Den Sieg vor Augen treten dabei stets 50 Teams an, um durch die Nacht bis Sonntagmittag so viele Runden wie möglich auf dem rund 2,2 Kilometer langen Asphalt- und Geländerundkurs zu absolvieren. Das alle zwei Jahre stattfindende Rennen zieht stets Tausende begeisterte Zuschauer an.

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Alles begann vor 25 Jahren

Was vor 25 Jahren aufgrund einer „verrückten Idee“ einiger damals noch junger Fischbacher Burschen begann und anfangs eher belächelt wurde, hat sich zu einem riesigen Event entwickelt. Sowohl Teilnehmer als auch Gäste betonen immer wieder, wie professionell und mit viel Liebe zum Detail dieses Mofarennen organisiert und umgesetzt wird. Das fängt an bei der über 100 Meter langen Boxengasse und geht hin bis zur hochpräzisen Transponder-Zeitmessung des Rennverlaufs mit Online-Livetiming.

Bei dem Wettbewerb geht es immer hoch her, unvergesslich bleibt das „Regen- und Schlammrennen“ 2008, als Mofas und Fahrer zentimeterdick mit Schlamm bedeckt waren.

Bei dem Wettbewerb geht es immer hoch her, unvergesslich bleibt das „Regen- und Schlammrennen“ 2008, als Mofas und Fahrer zentimeterdick mit Schlamm bedeckt waren.

Albert Bantle

„Unser Zeitmesser ist ansonsten auf den großen Rennstrecken Europas unterwegs, um Tourenwagen-, Motorrad- und Motocrossrennen zu betreuen, aber er sagt, er fiebert ehrlich alle zwei Jahre unserem Mofarennen entgegen“, zitiert Daniel Lipp den Dienstleister für diese aufwendige Zeitmessung. Da werde wirklich an alles gedacht – dieses Lob gilt der veranstaltenden Guggämusik Ohrwürmer Fischbach, dem Jugendclub Fischbach sowie dem Musikverein Fischbach, der seit dem Jahr 2014 als Mitveranstalter dabei ist.

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Nachwuchs gesichert

Bei aller Routine, die im Team vorhanden ist, freut sich Rennleiter Daniel Lipp mit Blick in die Zukunft, dass im Organisations-Team immer „sehr viel junger Nachwuchs“ vertreten ist. „Da sind einige dabei, die vor 25 Jahren, als das 1. Fischbacher Mofarennen gestartet wurde, noch gar nicht auf der Welt waren“, sagt er und lacht. Die kenne er noch, wie sie als „kleine Steppkes“ in kurzen Hosen und Gummistiefeln erstmals Mofa-Rennluft geschnuppert haben und heute in verantwortlicher Position agieren. Das bereite ihm große Freude.

Mehr als 400 Helfer

Lipp und sein Team hoffen mit Blick auf das anstehende Großereignis wie gewohnt auf breite Unterstützung. Rund 400 durchweg ehrenamtliche Helferinnen und Helfer stehen aktuell inklusive der Hilfsorganisationen auf dem Arbeitsplan. Dabei muss berücksichtigt werden, dass es für den Aufbau der Zelte, des Fahrerlagers und vielem mehr in den beiden Tagen vor dem Start keinen festen Arbeitsplan gibt. Jeder weiß: Der Aufbau beginnt immer am Donnerstag vor dem Rennen um 14 Uhr und von da an jeden Tag um 8 Uhr. Abgebaut wird am Sonntag direkt nach dem Rennen, dann endet auch das Fest. Wie gewohnt und bewährt sollen zum Aufbau alle Helferinnen und Helfer freiwillig kommen. Alle sind herzlich eingeladen zu helfen.

Absolutes Teamwork ist gefragt.

Absolutes Teamwork ist gefragt.

Albert Bantle

„Wer spontan Lust hat, ein Teil unserer einzigartigen Veranstaltung zu sein, soll einfach zu den Aufbauzeiten vorbeikommen, sich bei uns melden und mithelfen“, betont Daniel Lipp im Namen des gesamten Teams. Egal ob jung oder alt, klein oder groß, Mädchen oder Junge, Fischbacher oder von auswärts: Alle Helferinnen und Helfer, die etwas arbeiten wollen, sind willkommen. Man müsse auch nicht Mitglied bei der inzwischen mit Blick auf das Mofarennen in einer GbR vereinten Guggämusik Ohrwürmer Fischbach e. V., dem Jugendclub Fischbach e. V. oder dem Musikverein Fischbach e. V. sein, um zu helfen, sondern einfach nur „Bock auf Action“ haben. Was immer gebraucht werde, seien neben viel Motivation eigenes Werkzeug und eigene Handschuhe, Vorschlaghämmer, geladene Akkugeräte, Autos mit Anhänger oder Pritsche oder sonstige Transportfahrzeuge.

Sanitärbereich aufgerüstet

Erstmals verzichtet man beim Mofarennen in Fischbach auf die bekannten Dixi-WCs und wird in diesem Jahr komfortable Toiletten-Container mit fließendem Wasser und Abwasseranschluss installieren. Damit komme man dem Wunsch vieler Besucher aus den Vorjahren nach, die sanitären Anlagen an das Niveau der Veranstaltung anzugleichen.

Neue Gastro-Maßstäbe

Für das diesjährige Rennen wird auch im Gastrobereich weiter aufgerüstet. Durch die Verpflichtung eines Fischbacher „Star-Kochs“ wird die bewährt gute Küche noch einmal zusätzlich aufgewertet. Die Besucher dürfen sich auf leckere Pulled-Pork-Burger, Spießbraten und Grillkäse mit Beilagen aus dem Smoker sowie Grillwürste und zum ersten Mal auch Pommes freuen. „Wir wollen einfach jedes Mal ein bisschen besser werden. Wenn ich daran denke, dass wir beim ersten Rennen Kesselwürste aus dem ausgeliehenen Verkaufsstand der Narrenzunft heraus verkauft haben und davor eine Schlange bis fast nach Sinkingen hochstand, kann ich es noch immer nicht glauben, was wir heute bieten“, so Lipp.

Volles Starterfeld

Das Startfeld ist mit 50 Teams wie gewohnt voll besetzt. Mit dabei sind etliche altbekannte Teams, die schon seit dem ersten Rennen immer am Start sind. Aber auch neue Teams gehen auf den Rundkurs. Interessanter Funfact: In so manchen Teams der ersten Stunde dürfen jetzt auch schon die inzwischen erwachsenen Kinder als Fahrer ran, wobei die alten Hasen nur noch Mechaniker oder Zuschauer sind. Hier zeigt sich, dass der Kult rund um das Mofa und den Mofa-Rennsport seit Jahrzehnten generationenübergreifend Faszination hervorruft und noch immer am Leben ist.

Freinacht im Partyzelt

Aufgrund des seit Jahren völlig unproblematischen Verlaufs des Festes haben sich die Veranstalter wieder dazu entschlossen, eine Freinacht zu veranstalten. Das heißt: Solange die Mofas fahren, geht auch im Partyzelt das Licht nicht aus. Mit einem neuen Sound- und Lichtkonzept, das zum großen Teil ebenfalls aus der Gemeinde Niedereschach kommt, sollen noch einmal neue Maßstäbe gesetzt werden. Mehrere bekannte regionale DJs haben ihr Kommen angekündigt und werden aus unterschiedlichen Genres abwechselnd auflegen, sodass die Race-Party wieder eine unvergessliche Nacht werden wird – und das bei jedem Wetter.