Jubiläum: Die bewegte Geschichte des SC Lindenhof

Lang ists her. 1951 wurde der SC Lindenhof gegründet.
SC Lindenhof„Erstaunen und Zweifel in Oberndorf begleiteten die Gründung des SC Lindenhof“ am 2. Juni 1951 in der Wirtschaft zum Lindenhof, ist der aktuellen Festschrift des Vereins zu entnehmen. An der Gründungsversammlung nahmen damals 38 Personen teil. Zum ersten Vorsitzende wurde Otto Sieber ernannt. Mit Unterbrechungen lenkte Sieber den Verein bis 1969.
Gründung im Jahr des Aufbruchs
„Wenn wir heute auf das Gründungsjahr des SC Lindenhof zurückblicken, stellen wir fest, dass 1951 ganz allgemein ein Jahr des Aufbruchs war“, heißt es in der Festschrift weiter. Unter anderem begann sich Europa im Jahr 1951 nach den schweren Jahren des Krieges neu zu ordnen; mit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Es war die Keimzelle der Europäischen Union. Auch der internationale Sport nahm Fahrt auf. „(D)ie Begeisterung wuchs, und der Fußball wurde zu einem Symbol des Neubeginns, der Hoffnung und des Miteinanders.“
Warum zu Beginn große Flexibilität nötig war
Die Anfangszeit des SC Lindenhofs verlangte von den Beteiligten große Flexibilität, als es galt, ein geeignetes Sportgelände zu finden. Es waren mehrfache Ortswechsel nötig, bis der SC Lindenhof auf seinem jetzigen Sportgelände an der Friedrich-List-Straße angekommen war. Zunächst hatte die Stadt Oberndorf dem Verein nur ein kleines Grundstück an der Alten Steige zur Verfügung stellen können. Hier legten Vereinsmitglieder ein eigenes Spielfeld an. Als der Platz für eine Erweiterung der Firma Heckler & Koch benötigt wurde, musste der Verein jedoch auf eine Wiese an der Beffendorfer Straße umziehen. Hier entstanden eine Sportanlage und sogar ein kleines Sportheim. Ende der 1960er Jahre musste der Verein erneut umziehen. Die Stadt Oberndorf hatte das Grundstück an die Kosmetikfirma Ponds verkauft.
Das neue Zuhause
„Unter tatkräftiger Mithilfe des SCL erstellte die Stadt Oberndorf ein neues Sportgelände mit Sportheim an der Friedrich-List-Straße. Hier ist der Verein seit 55 Jahren beheimatet.“
Konkurrenz Beffendorf
Sportlich war man schon 1964 und 1965 in schweres Wasser geraten. Grund war die Neugründung des SV Beffendorf. „Während der Saison 1964/65 wechselten fast alle Spieler aus Beffendorf zu ihrem neuen Verein“, blickt man in der Festschrift zurück.
Die 1970er-Jahre lösten beim SC Lindenhof mit dem neuen Sportgelände und dem neuen Sportheim große Euphorie aus, „die sich sowohl in den Jugend- und Aktivenmannschaften als auch im Mitgliederzuwachs widerspiegelte“, blickt man heute zurück. „Das neu angelegte Sportgelände zwischen Fluorner Straße und Ringstraße lag damals am Ortsrand, ohne unmittelbare Bebauung in der Nähe, und bot damit ideale Voraussetzungen für Fußballspiele und kulturelle Vereinsveranstaltungen.“ Die Feiern zum 20-jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 1971 stellten beim SC Lindenhof den Beginn des Damenfußballs dar.
Die Jahre bis 1991
Die Jahre bis 1991 verliefen laut Festschrift eher unaufgeregt. „Sportlich gab es für die Aktiven meist bescheidene Plätze im Mittelfeld der Tabelle, von einigen Ausnahmen abgesehen. Allerdings trug die besser funktionierende Jugendarbeit langsam Früchte. Immer mehr Jugendspieler drängten in den Kreis der Aktiven.“
Viele Sportlerbälle
Gesellschaftlich brachte sich der Verein ab 1970 während der Fasnet mit seinen Sportlerbällen ein; später bis Anfang der 1990er Jahre zusammen mit der SpVgg Oberndorf. „In den 1980er-Jahren übernahm der SCL auch die Bewirtung der Wasserfallturnhalle für die Oberndorfer Narren zum Kinderumzug am Fasnetssonntag und zum Narrensprung am Fasnetsdienstag. Mehr als 30 Jahre stellte sich der SCL dadurch in den Dienst des größten Oberndorfer Kulturspektakels.“
Die turbulenten und erfolgreichen Jahre
Die Jahre 1991 bis 2001 werden als ebenso turbulent wie erfolgreich beschrieben. Unter anderem übernahm der Verein das bisher nur gepachtete Sportheim im Wege des Erbbaurechts. Sportlich konnte die erste Mannschaft überwiegend vordere Tabellenplätze erreichen, heißt es.
Zweite Mannschaft etabliert
In der Saison 2000/2001 wurde zur personellen Unterstützung eine zweite Mannschaft angemeldet. „Aktuell ist die Zweite eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen ambitionierten Spielern. Zum Kader zählen pro Spiel meist 16 bis 18 Spieler“, so die Festschrift. Für die erste Mannschaft verliefen die vergangenen 25 Jahre laut Festschrift weitgehend erfolgreich.





