Fasnetsverein: „Näcker-Gamper“ aus Deißlingen feiern 30 Jahre schräge Töne

Die Gamper im Jubiläumsjahr - 30 Jahre alt - das Jubiläum wird gebührend gefeiert.
Siegfried ReinhardtDie Besucher erwartet beim Fest der „Näcker-Gamper“ in der Mehrzweckhalle ein prall gefüllter Abend voller lautstarker Rhythmen und Lebensfreude. Bereits im Vorfeld unterhält der Harmonikaverein die frühen Gäste.
Guggenmusik und ein DJ
Nach der offiziellen Begrüßung und Eröffnung um 19.15 Uhr geben sich befreundete Musiker auf der Bühne die Klinke in die Hand. Für unverkennbaren Guggen-Sound und eine farbenfrohe Festatmosphäre sorgen die „Monsterheuler“ aus Großerlach, die „Gugge Mucke“ aus Aldingen, die „Bergstadtfetzer“ (Fanfare Fetzer) aus St. Georgen sowie die „Mühlengeischter“ aus Eigeltingen. Zwischen den Live-Auftritten und zur großen Jubiläumsparty ab 23.40 Uhr heizt ein DJ dem Publikum ein.
Befreundete Vereine und Fasnetszünfte dabei
Das Jubiläum wird gemeinsam mit zahlreichen befreundeten Vereinen und Fasnetszünften aus der ganzen Region sowie geladenen Ehrengästen – darunter Deißlingens Bürgermeister Ralf Ulbrich und Vertreter des Deutschen Guggenmusik Verbands – gefeiert. Für geladene Gäste, Sponsoren und Gründungsmitglieder beginnt der Abend mit einem Sektempfang.
Gutes Essen zum Fest
Auch kulinarisch ist einiges geboten: Eine Bar mit Spezialitäten aus drei Jahrzehnten und eine Festbewirtung sorgen für das leibliche Wohl. Passive Mitglieder erhalten gegen Vorlage ihres Einladungsschreibens übrigens freien Eintritt.
Bewegte Geschichte der „Näcker-Gamper“
Dass dieses Jubiläum derart groß gefeiert werden kann, ist nach einer wahren Achterbahnfahrt der Vereinsgeschichte keine Selbstverständlichkeit. Am 15. Mai 1995 von begeisterten Hobbymusikern gegründet, erlebte die Truppe zunächst viele erfolgreiche Jahre mit großen Auftritten im In- und Ausland. Der Vereinsname leitet sich von der schwäbischen Aussprache des Neckars und dem Volkslied „Uf’m Wase graset Hase“ ab, in dem die Fische munter im Wasser „gampen“ (springen).
Generationenwechsel und die Folgen der Pandemie
Zwischen 2017 und 2019 führte jedoch ein Generationenwechsel zu einer deutlichen Verkleinerung, bevor die Corona-Pandemie zur ultimativen Belastungsprobe für den Verein wurde. Die Zahl der Aktiven sank zeitweise auf lediglich acht Personen. Zeitweise drohte gar die Auflösung des Vereins. Doch der familiäre Zusammenhalt überwog: Seit 2022 geht es wieder sichtbar aufwärts. Heute steht der Verein hervorragend da und zählt stolze 155 Mitglieder. 21 Aktive proben im heimischen „Guggen-stüble“ mit viel Einsatz für die fünfte Jahreszeit.
Das Vorstandsteam
Geführt wird die „Guggenmusigg“ von der ersten Vorsitzenden Susann Tomisch und dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie musikalischen Leiter Sebastian Schmidt. Zum Vorstandsteam gehören zudem Schriftführerin Sabrina Schmidt, Kassiererin Kerstin Schwarzwälder und Beisitzer Stefan Reindl. Auch wenn die Gründungsmitglieder der ersten Stunde – darunter Marianne und Volker Hengstler, Martin und Sabine Mangel sowie viele weitere – heute nicht mehr aktiv musizieren, bleibt ihr Erbe fest im Fundament der „Näcker-Gamper“ verankert.
Beim großen Sommerfest am Samstag, 25. Juli, wird genau dieses Fundament nun gebührend mitgefeiert.


