Vereinsvorstellung: SV Oberschopfheim will großen Umbruch meistern

Der SV Oberschopfheim (in Gelb, hier gegen Elgersweier am Ball) musste lange um den Klassenerhalt in der Bezirksliga bangen. Am Ende gab es Rang zwölf.
Wolfgang KünstleDie Frage, ob es drei oder vier Absteiger aus der Bezirksliga geben wird, trieb den SV Oberschopfheim in der vergangenen Saison lange um. Mit dem Sieg gegen den SV Steinach Ende Mai war auf die Kinzigtal-Kicker ein Punktepolster von drei Zählern aufgebaut. Zwei Spieltage vor Schluss war allerdings noch nicht klar, ob auch Rang 14 ein Abstiegsplatz sein würde. Dort stand der SVO nach dem 30. Spieltag noch, siegte dann allerdings überraschend deutlich mit 6:0 gegen Dinglingen und hatte sich am letzten Spieltag gegen Elgersweier ein vermeidliches „Endspiel“ um den Klassenerhalt erarbeitet.
Dieses gewannen die Gelben dann auch noch mit 2:0 und waren auf Rang zwölf definitiv gesichert. Auch Elgersweier musste sich allerdings nicht ärgern, denn Platz 14 war schließlich auch das rettende Ufer. Nur Steinach, Seelbach und Unterharmersbach verließen die Klasse in Richtung Kreisliga A.
Schon während der Saison deutete sich an, dass ein Umbruch, ganz egal in welcher Liga, ins Haus stehen würde. Das Spiel in Elgersweier war das letzte Mal, dass Eduard Jung als SVO-Trainer an der Linie stand. Nach nur einer Saison in Oberschopfheim zog es Jung schon wieder zurück zur DJK Prinzbach, die er erst im Sommer 2025 verlassen hatte. Ein Grund für die Rolle rückwärts war, dass er beim SVO keinen Co-Trainer hatte.

Karsten Kalt (Mitte) ist der neue Trainer der Oberschopfheimer. Er war selbst schon Spieler im Friesenheimer Ortsteil.
VereinCoach in Oberschopfheim ist nun Karsten Kalt, der auch schon als Kicker beim SVO aktiv war. „Fußballerisch steht Karsten für modernen offensiven Fußball mit hohem und intensiven Angriffspressing“, gab der Verein bei Instagram bekannt und zeigte damit bereits auf, welcher Fußball in Oberschopfheim in der Runde 2026/2027 zu sehen sein soll.
Marco Hofstetter, Steven Larouche und Jonathan Riehle sind nun nicht mehr dabei und hinterlassen in Oberschopfheim große Fußstapfen. Hofstetter schloss sich ausgerechnet dem Derby-Rivalen aus Niederschopfheim an und ist dort nun Trainer der zweiten Mannschaft. Auch Felix Baral, Simon Fünfgeld, Fabian Konradt, Julian Burg und Stefan Broß haben das Team zur neuen Runde verlassen.
Neu sind Torwart Justin Durban vom SV Diersburg, Daher Albchouat, Anton Rees, Luca Häußermann, Genc Bugari, Enrico Moser, Tim Bantle und Jäger Hasan. Beim Blick auf die Neuzugänge fällt auf, dass sie sehr jung sind. Nur Hasan fällt nicht in den Bereich der U 21. Es wird spannend sein, wie sich die vielen neuen jungen Kicker unter einem neuen Trainer in Oberschopfheim entwickeln und ob es dann für eine weitere Saison in der Bezirksliga reicht – diesmal vielleicht sogar ohne längere Zitterpartie.






