Vereinsvorstellung
: SV Kippenheim begrüßt ein paar neue Gesichter

AnzeigeDas Team hat in der vergangenen Spielzeit in der Kreisliga A einen sicheren Mittelfeldplatz erreicht. Nun gibt es Neuzugänge und Spieler aus dem Nachwuchs.
Von
Janosch Lübke
Kippenheim
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Der SV Kippenheim (hier gegen Berghaupten am Ball) blickt auf die dritte Spielzeit in Folge in der Kreisliga A Süd.

Der SV Kippenheim (hier gegen Berghaupten am Ball) blickt auf die dritte Spielzeit in Folge in der Kreisliga A Süd.

Horst Künstle

Der SV Kippenheim ist auf gutem Wege, sich in der Kreisliga A Süd als Stammgast zu etablieren. Nach dem Aufstieg 2024 aus der Kreisliga B landete das Team in der ersten Spielzeit in der A-Liga auf Platz 13 und in der abgelaufenen Saison gab es nun sogar Platz zehn.

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Allerdings ist der Tabellenplatz aus der Vorsaison mit Vorsicht zu bewerten, denn die Abstände nach unten waren sehr gering. Nur drei Zähler Vorsprung hatte der SVK auf den FC Ottenheim – und die Ottenheimer mussten in die Relegation, wo schließlich die Rettung gelang. Trotz Platz zehn waren die Kippenheimer demnach weit davon entfernt, mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben.

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Bemerkenswert ist beim Blick auf die Tabelle auch der Fakt, dass Kippenheim im Heim- wie auch Auswärtsranking auf Platz zehn stand. Allerdings gab es für diesen Rang in 15 Spielen 23 Heimzähler und nur 13 Punkte in der Fremde reichten für die gleiche Platzierung aus.

Nun gibt es beim SVK fünf Neuzugänge. Nicolas Dittrich kommt vom FC Ettenheim-Altdorf, Julian Latka hat sich dem Team ebenfalls angeschlossen, Dan Veste geht seine ersten Schritte im Herrenfußball in Kippenheim, Marcell Kühnle kommt vom SC Orschweier, Coskun Nacar vom Offenburger Meister Ata Spor und Joshua Findling vom FV Ettenheim.

Findling ist dabei ein gar nicht allzu neues Gesicht, denn der junge Kicker hat schon einmal für Kippenheim die Kickschuhe geschnürt. „Joshua kehrt zu seinen sportlichen Wurzeln zurück, um hier seine ersten Schritte im Seniorenbereich zu machen. Beim SVK kennt er das Umfeld bereits bestens. Genau die richtige Basis, um ab sofort wertvolle Erfahrungen im Herrenbereich zu sammeln und die nächste Entwicklungsstufe zu zünden“, so der Verein bei Instagram.

Neuzugang Latka bringt maximale Flexibilität bei seiner Position mit, denn er kann im Tor wie auch im Feld aufgestellt werden.

Aus der eigenen Jugend rücken in Kippenheim Luca Schrempp, Linus Benz und Jonas Band zu den Herren auf. „Das Trainerteam um Jens Gerken und Steffen Fleig zeigt sich hocherfreut über die Verstärkung aus den eigenen Reihen. Alle drei Spieler haben in den vergangenen Wochen bereits ihre ersten Einheiten bei den Herren absolviert und bringen genau den Ehrgeiz und den Teamgeist mit, den wir bei uns im Seniorenbereich auch brauchen. Ziel ist es nun, die Jungs schnell an die körperliche Robustheit im Herrenbereich zu gewöhnen und fest zu integrieren“, teilt der Verein dazu bei Instagram mit.

Kopf-an-Kopf-Duell bei den Junioren mit dem FV Dinglingen

Der SV Kippenheim freute sich in der abgelaufenen Saison nicht nur über den Klassenerhalt in der Kreisliga A Süd, sondern auch über einen Titel im Jugendbereich. Die D-Junioren des SVK waren in der Bezirksliga auf dem Siebenerfeld das Maß aller Dinge. In acht Spielen gab es für die Spielgemeinschaft 21 Punkte bei einer Tordifferenz von 42:14. Der FV Dinglingen wurden damit knapp in die Schranken gewiesen und die weitere Konkurrenz vom FV Sulz, FV Ettenheim und der zweiten D-Mannschaft des SC Lahr wurden weit abgehängt.

Auf eine lange und traditionsreiche Vergangenheit kann der Sportverein Kippenheim zurückblicken, wurde er doch bereits schon im Jahre 1926 gegründet und hat damit schon die 100 Jahre voll gemacht.

Ein Duell der Kippenheimer (in Schwarz) gegen TGB Lahr wird es in der Liga durch den Aufstieg der Lahrer in dieser Saison nicht geben.

Ein Duell der Kippenheimer (in Schwarz) gegen TGB Lahr wird es in der Liga durch den Aufstieg der Lahrer in dieser Saison nicht geben.

Horst Künstle

Der Verein gibt in seiner Chronik auf der Internetseite des SVK Einblicke in die lange Zeit. „Wie vielerorts haben sich auch in Kippenheim Fußballbegeisterte Jugendliche und Männer zusammengefunden und 1926 beschlossen, einen Fußballverein zu gründen. Bereits im Gründungsjahr stellte der Verein zwei Mannschaften und nahm erfolgreich an den Punktespielen in der Gauklasse im Nordbezirk teil. Mit dem Zweiten Weltkrieg und dem politischen Zusammenbruch kam auch der Sportbetrieb zunächst völlig zum Erliegen“, heißt es dort.

Im Jahr 1946 wurde dann der Spielbetrieb wiederaufgenommen und die Jugendarbeit intensiviert. Allerdings dauerte es bis 1966, ehe erstmals die Meisterschaft und Aufstieg in die damalige B-Klasse errungen wurde. Nach dem Abstieg im Jahr darauf gelang 1969 erneut die Meisterschaft und nun auch konstant der Verbleib in der B-Klasse, wobei im Jahr 1978 ein weiterer Höhenflug folgte. „Die erste Mannschaft gewann souverän die Meisterschaft in der B-Klasse (heute Kreisliga A) und nach dem Aufstieg in die A-Klasse (heute Bezirksliga) sorgte das Team weiterhin für Furore und landete nur knapp hinter dem damaligen Meister Linx auf dem zweiten Tabellenplatz“, so der Verein in seiner Chronik.

Lange Leidenszeit mit Querelen, bis 1991 der Erfolg zurückkehrte

Durch Querelen zwischen Vorstand und Trainer wurde dann allerdings die gute Position wieder verspielt und nach drei Jahren befand sich die Mannschaft wieder in der Kreisliga B. Trotz gutem Potential und Bemühens gelang es in der Folgezeit nicht, wieder nach oben zu kommen, wobei mehrmals nur der zweite Platz heraussprang. Dies hatte auch zur Folge, dass gute Spieler immer wieder den Verein verließen und eine längere Durststrecke folgte.

Im Bezirkspokal ging es 1999 bis ins Endspiel gegen Schutterwald

Erst im Jahr 1991 kehrte dann der Erfolg wieder zurück und unter Trainer Höfler gewann die Mannschaft die Meisterschaft und stieg in die Kreisliga A auf. Allerdings folgte dann nochmals ein Rückschlag und erst mit Trainer Eichhorn, gemeinsam mit Co-Trainer Richter, erlebte der Fußball in Kippenheim wieder glanzvollere Zeiten. Wurde im ersten Jahr der Aufstieg noch knapp verpasst, folgte im Jahr darauf die Meisterschaft und der Aufstieg in die Kreisliga A. Auch dort fand sich das Team auf Anhieb zurecht und belegte am Ende den zweiten Platz hinter Meister Schapbach.

„Leider sind die Aufstiegsspiele nicht gerade die Stärke der Kippenheimer Mannschaft, denn hier unterlag man Fautenbach ebenso wie im Jahr darauf Tiergarten-Haslach und zwei Jahre später Kehl-Sundheim, als man abermals den zweiten Platz belegte“, so der Verein bei Blick auf seine Geschichte.

Ein besonderer Höhepunkt war das Erreichen des Finals im Bezirkspokal im Jahr 1999, wobei die Mannschaft in einigen Spielen über sich hinauswuchs und erst im Endspiel vom Landesligisten Schutterwald mit 1:3 gestoppt wurde.

In den folgenden Jahren konnte das Team – auch aufgrund personellem Aderlass – nicht mehr an die Erfolge anknüpfen und musste dann nach der Saison 2011/2012 den bitteren Gang in die Kreisliga B antreten, nachdem man in den Jahren zuvor mehrfach den Abstieg gerade noch verhinderte. „Im zweiten Jahr in der Kreisliga B, Staffel 5, hat unsere Mannschaft dann hinter dem Meister FC Nonnenweier die Vizemeisterschaft errungen und sich so für die Aufstiegsspiele gegen die zweite Mannschaft des SC Offenburg qualifiziert“, protokolliert der SVK. In zwei spannenden Spielen setzte man sich durch und somit war die erneute Rückkehr in die Kreisliga A perfekt.

Der SV Kippenheim hat im vergangenen Jahrzehnt vornehmlich auf den eigenen Nachwuchs gebaut und dabei gute Erfahrungen gemacht. Deshalb wird auch für die Zukunft der Jugendarbeit großes Gewicht beigemessen.