Vereinsvorstellung: FV Sulz will der Abstiegszone fern bleiben

Die Sulzer (in Gelb) spielten eine ganz starke Rückrunde und wollen darauf in der neuen Saison aufbauen.
Wolfgang KünstleDie Zahlen 14 und 3 symbolisieren, welch eine bewegte Saison der FV Sulz hinter sich hat. In der Hinrunde schwebte das Team vom neuen Trainer Ümit Sen, der aufgrund einer schweren Verletzung monatelang als Verstärkung auf dem Feld fehlte, in Abstiegsgefahr. In der Hinrundentabelle landeten die Kicker von der Stellfalle auf dem 14. Platz.
Doch nach dem Winter wurde alles anders. In der Rückrunde war schnell klar, dass mit der Rückkehr von Sen auf den Platz auch die Abstiegssorgen verflogen waren. In der Rückrundentabelle landeten die Sulzer auf Rang drei. In der Gesamtabrechung kam ein zehnter Platz heraus.
FVS-Sportvorstand Philipp Schleimer erklärt im Gespräch mit unserer Redaktion, wie es in der abgelaufenen Saison zu dieser Achterbahnfahrt kam: „In der Hinrunde fehlte es an Stabilität, was sicher auch an vielen verletzungsbedingten Ausfällen lag. Wir hatten dadurch keine eingespielte Elf. In der Rückrunde hat sich die Mannschaft aus der misslichen Lage herausgearbeitet. Ümit konnte wieder auf dem Platz mitwirken und ist mit seiner Präsenz und Einsatzbereitschaft vorangegangen. Mit den ersten Siegen hat sich die Mannschaft dann das Selbstvertrauen erarbeitet, das in Spielphasen, in denen der Gegner besser drin ist, hilft, diese zu überstehen.“
Für die neue Saison liegt auf der Hand, dass man an der Stellfalle besser reinkommen will als in der Hinrunde zuvor. „Einen bestimmten Tabellenplatz haben wir als Saisonziel nicht auserkoren. Wir möchten möglichst nichts mit der Abstiegszone zu tun haben. Die Bezirksliga wird allerdings, wie in den vergangenen Jahren auch, wieder sehr ausgeglichen sein, so dass die Abstände in der Tabelle sicher klein sind“, prognostiziert der Sulzer Sportvorstand.
Im Aufstiegskampf erwartet Schleimer, dass der SV Haslach der FC Ettenheim-Altdorf mit dem Ex-Sulz-Trainer Florian Ey und der FV Rammersweier sich ein enges Rennen um die Plätze für die Landesliga liefern.
15 Tore als Beleg, noch nicht zum alten Eisen zu gehören
Für den Verein aus dem größten Lahrer Stadtteil gibt es noch weitere positive Nachrichten abseits von der Bezirksliga. „Erstmals seit vielen Jahren wurde wieder eine dritte Mannschaft gestellt. Das ist ein positives Zeichen, stellt den Verein aber auch vor neue organisatorische Aufgaben“, berichtet Schleimer.
Eine große Aufgabe für das Sulzer Trainerteam der ersten Mannschaft ist es, einen sehr renommierten Abgang an der Stellfalle aufzufangen. Der 36-jährige Jens Kiesele, viele Jahre einer der Topstürmer der Sulzer, beendet seine Laufbahn. Kiesele bewies in der abgelaufenen Saison, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört und erzielte, zusammen mit seinem Trainer Ümit Sen, mit 15 Treffern die meisten Tore aller Sulzer.

Jens Kiesele (am Ball) war über Jahre einer der Topstürmer der Sulzer. Er hinterlässt nun eine große Lücke.
Horst Künstle„Mit ihm haben wir einen Abgang, der eigentlich nicht zu kompensieren ist. Das muss uns über das Kollektiv aber trotzdem irgendwie gelingen“, sagt Schleimer.
Dieses Kollektiv wird in der kommenden Runde mit Damian Obal-Mutz und Kushtrim Haliti vom SC Orschweier sowie Nils Liebherr und Daniel Schmieder vom FSV Seelbach vergrößert. Samuel Happersberger, Adrian Krieg, Julius Liebherr, Julian Marrek, Leon Sponfeldner, Ayas Altan, Romeo Bohl, Vincent Fehlau, Julius Lindenmaier, David Schienle, Chris Schmidt, Julian Vogt und Moritz Wilhelm kommen aus der eigenen Jugend nach.
In der Vorbereitung gab es für die Sulzer ein 3:3 gegen die SGM Teinachtal, einen 4:2-Sieg gegen den FV Herbolzheim, eine 1:6-Niederlage gegen die SG Rheinhausen und eine 2:5-Pleite gegen den SV Niederschopfheim.
Zum Abschluss der Vorbereitung stehen noch Testspiele gegen den FSV Seelbach, den SV Kippenheim und den FC Ottenheim an.
Zu- und Abgänge
Zugänge: Damian Obal-Mutz, Kushtrim Haliti (beide SC Orschweier), Nils Liebherr, Daniel Schmieder (beide FSV Seelbach), Samuel Happersberger, Adrian Krieg, Julius Liebherr, Julian Marrek, Leon Sponfeldner, Ayas Altan, Romeo Bohl, Vincent Fehlau, Julius Lindenmaier, David Schienle, Chris Schmidt, Julian Vogt und Moritz Wilhelm (alle eigene Jugend).
Abgänge: Jens Kiesele (Laufbahn beendet), Calvin Maier (FV Dinglingen) und Maik Lehmann (SV Kippenheimweiler).






