Bauen & Wohnen
: Richtig stapeln: Worauf man beim Kaminanzünden achten sollte

AnzeigeOb im Ferienhaus oder zu Hause: Wer nur selten einen Kamin anzündet, macht schnell ein paar Dinge falsch. So geht’s richtig – und möglichst schadstoffarm.
Von
Thomas Kroll,
Thomas Kroll, red/dpa-tmn
Ortenau
Jetzt in der App anhören
Trockenes Holz ist entscheidend: Der Feuchtegehalt des Brennholzes darf höchstens 25 Prozent betragen.

Trockenes Holz ist entscheidend: Der Feuchtegehalt des Brennholzes darf höchstens 25 Prozent betragen.

Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

Wer jetzt die Kaminofensaison einläuten will, sollte nicht vergessen, das Holz vor dem Anzünden richtig zu stapeln. Die DIY Academy in Köln empfiehlt etwa das Anfeuern des Ofens von oben. Dafür legt man die größeren Scheite unten in den Brennraum, kleinere Holzstücke und Anzündhölzer werden dann darüber locker und am beste gitterartig aufgeschichtet.

Ganz oben kann man dann den Anzünder platzieren – etwa wachsgetränkte Holzwolle oder Paraffin-Holzfaserstäbe. So können sich die Flammen von oben nach unten vorarbeiten und möglichst schnell hohe Temperaturen erzeugen. Laut den Verbraucherzentralen ist letzteres wichtig, damit die Verbrennung optimal abläuft. Der DIY Academy zufolge kann man so Qualm und Schadstoffe beim Anheizen reduzieren.

Holz: Wie feucht darf es sein?

Altpapier oder Karton gehören nicht in den Kaminofen. Das verwendete Brennholz sollte außerdem unbehandelt sein, die Holzstücke etwas kürzer als der Brennraum des Kamins – und vor allem: ausreichend trocken.

Gut getrocknetes Brennholz kann man häufig an Rissen an dessen Stirnseiten erkennen. Obendrein klingen trockene Scheite beim Gegeneinanderschlagen heller als feuchtes Holz. Wie trocken das Holz wirklich ist, lässt sich mit einem Holzfeuchte-Messgerät genau prüfen.  Brennholz darf maximal einen Feuchtegehalt von 25 Prozent haben. Das entspricht weniger als 20 Prozent Wassergehalt.

Luftzufuhr im Blick

Übrigens: Der richtige Zeitpunkt zum Nachlegen von Holz im Kamin ist dann, wenn die sichtbaren gelben Flammen kurz vor dem Erlöschen sind und es noch ausreichend Glut gibt, so die Verbraucherzentralen. Das ist demnach meistens alle halbe Stunde der Fall. Wichtig: Legen Sie lieber häufiger kleine Holzmengen auf, statt den Ofen zu überladen.

Generell gilt: Damit der Brennvorgang möglichst sauber abläuft, kommt es auf die richtige Bedienung der Luftzufuhr an. Wenn der Innenraum des Ofens hell und ohne Rußablagerungen bleibt, hat man alles richtig eingestellt.