Multifunktional nutzbar machen
: Sanierung der Hochrheinhalle in Grenzach-Wyhlen

AnzeigeDie Mehrzweckhalle hat eine wichtige Funktion für den Schul- und Vereinssport. Sie ist aber auch ein zentraler Veranstaltungsort, für die Fasnacht ebenso wie für Konzerte.
Von
Maja Tolsdorf
Grenzach-Wyhlen
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Die Innenansicht der teilsanierten Hochrheinhalle, die im Jahr 1974 erbaut worden ist.

Die Innenansicht der teilsanierten Hochrheinhalle, die im Jahr 1974 erbaut worden ist.

Heinz Vollmar

Die Hochrheinhalle, Baujahr 1974, erfüllt als Mehrzweckhalle wichtige Funktionen für Grenzach-Wyhlen – insbesondere für den Schul- und Vereinssport sowie als Veranstaltungsort. Anfang 2025 musste die Halle wegen eines massiven Wassereintrags und daraus resultierender Schimmelbildung im Hallenboden vollständig geschlossen werden.

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Ziel der Sanierung war zunächst, die Ursachen des Schadens nachhaltig zu beheben und die Halle möglichst schnell wieder nutzbar zu machen. Die Untersuchungen ergaben mehrere Ursachen für den Wassereintrag, unter anderem Schäden am Dach des Foyers an der Schnittstelle zum Hauptgebäude, undichte Leitungen der Regenentwässerung des Hallendachs, Schäden am Dach und an der Türschwelle des Nebeneingangs sowie undichte Fenster im Foyer.

Wichtig war für die Gemeinde, ein nachhaltig wirkendes Sanierungskonzept zu erstellen und umzusetzen, so Bürgermeister Tobias Benz auf Nachfrage. Im ersten Sanierungsabschnitt wurden neben der Beseitigung der Schadensursachen zahlreiche weitere notwendige Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören der vollständige Austausch des Hallenbodenaufbaus bis zur Betonbodenplatte sowie der Einbau eines neuen Hallenbodens mit Fußbodenheizung.

Ferner wurde eine neue Lüftungssteuerung eingebracht, die Elektroinstallation teilerneuert, Brandschutzmängel beseitigt sowie Flucht- und Rettungswege optimiert. Über die Sanierung des Dachs über dem Foyer ging es weiter mit einer Kanalsanierung, einer energetischen Sanierung der Fassade des Foyers einschließlich neuer Fenster und Wärmedämmung bis hin zum Rückbau der nicht mehr zulässigen Tribüne und dem Einbau einer neuen Prallschutzwand.

Darüber hinaus wurden verschiedene notwendige Arbeiten an Wasser- und Abwasserinstallationen sowie Malerarbeiten ausgeführt. Die Gesamtkosten des ersten Bauabschnitts sind mit rund 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Nach aktuellem Stand kann dieser Kostenrahmen voraussichtlich eingehalten werden, wie Architekt und Leiter der Sanierungsarbeiten im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte.

Erster Bauabschnitt zum Schuljahresbeginn abgeschlossen

Die Sanierung des ersten Bauabschnitts wird zum Beginn des neuen Schuljahrs abgeschlossen sein, so dass die Sporthalle wieder für den Schul- und Vereinssport genutzt werden kann. Nicht vollständig abgeschlossen sein werden zu diesem Zeitpunkt die Elektroarbeiten an der Bühne. Auch die entsprechenden Malerarbeiten könnten erst nach Abschluss der noch ausstehenden Arbeiten im Technikraum und auf der Bühne fertiggestellt werden.

„Dabei rechnen wir mit einer Fertigstellung bis Anfang Oktober, was aber die Nutzbarkeit der Halle für den Trainings- und Sportbetrieb nicht beeinträchtigt“, so Vogt. Mit dem Abschluss des ersten Bauabschnitts ist die Sanierung der Hochrheinhalle noch nicht vollständig abgeschlossen.

Bereits bei der Planung war vorgesehen, diese in mehreren Schritten zu vollziehen. Energetische Sanierung So sind im zweiten Bauabschnitt Maßnahmen im Foyer sowie im Umkleide- und Sanitärbereich geplant, wie die Innenraumsanierung des Foyers mit neuer Deckenverkleidung, weitere Elektro- und Brandschutzarbeiten sowie der Austausch der Heizkörper.

Fürs Foyer und den Küchenbereich wird eine Lüftungsanlage eingebaut, ferner wird das Dach über dem Umkleide- und Sanitärbereich sowie die Außenfassade energetisch saniert, einschließlich neuer Fenster und Wärmedämmung. Weiterhin gilt es, noch ausstehende Malerarbeiten zu erledigen.

Kosten für zweiten Bauabschnitt werden ermittelt

Derzeit werden die detaillierten Kosten für den zweiten Bauabschnitt ermittelt. Die Verwaltung möchte damit eine belastbare Grundlage für die Haushaltsberatungen 2027 schaffen. Bei der weiteren Planung soll insbesondere geprüft werden, wie das Foyer künftig möglichst multifunktional genutzt werden kann, beispielsweise für die Schülerbetreuung der Lindenschule.

Die Hochrheinhalle wurde bereits in den Jahren 2013 bis 2020 mit Investitionen von rund 1,9 Millionen Euro umfassend ertüchtigt. Die laufende Sanierung schließt nun daran an und erfolgt in mehreren Bauabschnitten.