Kanderner Erfolgsgeschichte
: 55 Jahre Seiter Immobilien in Kandern

AnzeigeWas am 1. Oktober 1971 in kleinen Anfängen begann, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt: Das renommierte Immobilienbüro Seiter kann auf 55 prosperierende Jahre zurückblicken.
Von
Beatrice Ehrlich
Kandern
Jetzt in der App anhören
Können auf eine erfolgreiche Entwicklung der Firma Immobilien Seiter anstoßen (v.l.): Inhaberin Kaja Wohlschlegel, Firmengründer Helmuth Seiter und Mitarbeiterin Johanna Bürgin.

Können auf eine erfolgreiche Entwicklung der Firma Immobilien Seiter anstoßen (v.l.): Inhaberin Kaja Wohlschlegel, Firmengründer Helmuth Seiter und Mitarbeiterin Johanna Bürgin.

Siegfried Feuchter

Firmengründer Helmuth Seiter (81), eine Institution im Kandertal, hatte am 1. Oktober 1971 den Grundstein für sein weit über die Töpferstadt hinaus bekanntes Unternehmen gelegt und es in mehr als 50 Jahren Selbstständigkeit zu dem gemacht, was bis heute ist: eine gefragte und angesehene Adresse, wenn es um Immobilien geht.

Und Inhaberin Kaja Wohlschlegel, die vor vier Jahren die Firma übernahm, setzte den Erfolgskurs nahtlos fort. Die Philosophie des Firmengründers, stets seriös, verlässlich und vertrauensvoll zu agieren, sei auch für sie selbstverständlich. Mit dem Firmengründer, Kunden, Geschäftsfreunden und Weggefährten kann sie auf den halbrunden Geburtstag anstoßen.

Helmuth Seiter, ein gelernter Bankkaufmann, hatte sich im Büro seines Schwiegervaters, der in der Kanderner Fischermühle einen Blechnerei-Betrieb führte, am 1. Oktober 1971 mit einem Schreibtisch und einer Schreibmaschine sowie mit viel Mut, starkem Willen und unternehmerischem Weitblick selbstständig gemacht.

Ehrlichkeit, Offenheit und Zuverlässigkeit

Von Anfang an beherzigte der versierte Immobilienmakler seine während des ganzen Berufslebens praktizierte Maxime: „Ehrlichkeit, Offenheit und Zuverlässigkeit“. Diese zielorientierte Herangehensweise brachte ihm einen ausgezeichneten Ruf und war Garant für den geschäftlichen Erfolg.

Der bodenständige Unternehmer war auch sozial engagiert. Er machte sich einen Namen als großzügiger Sponsor und Gönner vieler Vereine und Organisationen, allen voran des FC Kandern, seinem Herzensverein, für den er als Fußballer rund 1.000 Spiele bestritt.

Für sein jahrzehntelanges verdienstvolles Wirken, auch als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender, benannte der Verein das Kanderner Fußballstadion nach Helmuth Seiter. Ehrenamtlich aktiv war „Stöppi“, als der er weithin bekannt ist, zudem im Vorstand des Kanderner Werberings und der Freien Wähler. Für sein vielfältiges Vereinsengagement wurde er mit der Landesehrennadel ausgezeichnet.

Auch wenn es mal im Immobiliengeschäft, bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Lage, in den 55 Jahren rezessive Phasen gab wie beispielsweise 1973, ließ sich Helmuth Seither davon nicht entmutigen, sondern meisterte solche Abschnitte mit Mut zum Risiko und neuen Ideen.

So betrieb der bestens vernetzte Immobilienmakler 25 Jahre lang parallel zum Kerngeschäft als zweites wirtschaftliches Standbein noch ein Colonia-Versicherungsbüro, das er 1996 nach 25 Jahren seiner Mitarbeiterin Yvonne Haas übergab. Wie erfolgreich er auch in diesem Metier war, zeigte sich darin, dass er vom Konzern mehrfach mit Reisen unter anderem nach New York, Kanada und Ägypten belohnt wurde.

Die Bilanz von Helmuth Seiter, der vorwiegend im Kandertal und Markgräflerland geschäftlich aktiv war und von seiner Frau Dorothea unterstützt wurde, ist imposant. Ab Mitte der 1980er Jahre beschränkte er sich nicht nur auf die Vermittlung von Wohnungen, Häusern und Gewerbeobjekten, sondern stieg zusätzlich ins Bauträger-Geschäft ein.

Wichtige Beiträge zur Stadtentwicklung

Dabei leistete er wichtige Beiträge zur Kanderner Stadtentwicklung, kaufte und sanierte Wohn- und Geschäftshäuser (unter anderem das Café Lacoste und die alte Post) schloss Baulücken, setzte mit seinen Objekten städtebauliche Akzente und erschloss auch mehrere Baugebiete.

Mehr als 300 Wohneinheiten realisierte er und machte die frühere Bierablage Riegeler zu einem schmucken Wohnensemble und Vorzeigeobjekt. Auch gestaltete er das ehemalige Sägewerkareal Schmiederer mit, aus dem der „Wohnpark an der Kander“ mit 79 Wohnungen, Hieber-Markt und Senioren-Pflegeheim Preinl wurde. Zudem vermarktete er für andere Bauträger Wohnanlagen mit insgesamt 105 Einheiten.

Als „besonderen Abschnitt in der Firmengeschichte“ bezeichnet Helmuth Seiter das Jahr 2015, als Kaja Wohlschlegel als „hervorragende Mitarbeiterin“ in die Firma eintrat. Ihr übergab er vor vier Jahren, als er nach 60 erfolgreichen Berufsjahren in den Ruhestand ging, die Firma.

Großes Netzwerk in Kandern und dem Markgräflerland

Dank ihres guten Netzwerkes und ihrer innovativen Vorgehensweise konnte die Vermittlung von gebrauchten und neuen Immobilien im Kandertal, Markgräflerland und darüber hinaus ausgeweitet werden. Zudem trieb das Kanderner Immobilienbüro, das im Städtli auch eine Anlaufstelle über das Immobiliengeschäft hinaus ist, die Digitalisierung voran. „Neben unseren gedruckten Exposés zu den Objekten sind wir auf Internetplattformen und in den Sozialen Medien aktiv“, sagt Kaja Wohlschlegel zum stark veränderten Werbeverhalten.

Seit zwei Jahren wird die Inhaberin von der Sozialpädagogin Johanna Bürgin als Mitarbeiterin tatkräftig unterstützt. Immobilien Seiter gehörte im Landkreis Lörrach zu den ersten Maklern, die auch professionelle Imagefilme von den zum Verkauf stehenden Objekten anfertigen ließ. „Trotz Digitalisierung lebt das Geschäft nach wie vor vom persönlichen Kontakt“, betont Kaja Wohlschlegel, die sich auch ehrenamtlich und sozial engagiert.

Als wichtige Geschäftspartner bezeichnet sie die Bauunternehmen Kammerer und Munz sowie die Finanzkanzlei in Auggen. Auch wenn die Zinsen auf bis zu fünf Prozent gestiegen sind, was gerade für junge Leute den Erwerb von Eigentum schwierig macht, und die Preise für Immobilien am Markt aktuell nachgegeben haben, ist die agile Firmenchefin von Immobilien Seiter mit der Entwicklung „sehr zufrieden“.