Kunsthandwerkermarkt in Holzen: 41. Auflage ist groß und vielfältig

Vielfalt ist wieder Trumpf beim großen Kunsthandwerkermarkt in Holzen.
Elisabeth Zumkehr„Was einst als kleiner, familiärer Markt im Hof der Familie Leible begann, ist heute zu einem Publikumsmagneten geworden, der weit über die Region hinaus Besucher anzieht“, sagt Elisabeth Zumkehr, die seit 24 Jahren diesen beliebten Kunsthandwerkermarkt mustergültig organisiert und selbst Kreativät versprüht. Denn sie malt, näht, häkelt, strickt, webt und fotografiert.
In diesem Jahr wartet der Kunsthandwerkermarkt, der zusätzlich von Anbietern landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Brot, Obst, Gemüse, Marmelade, Wein Kuchen und einiges mehr bereichert wird, noch mit einer Besonderheit auf: Denn erstmals präsentieren sich in Holzen lebende Künstler im leerstehenden alten Schulhaus.
Es sind dies Sigi Staudner mit großflächigen Bildern, auch in Acryl, sowie Gerd Schulte mit selbstgefertigten Kunstdrucken und Elmar Gocke mit Aquarellgemälden. An beiden Tagen kann die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Marktes besichtigt werden. Auch ein paar Jugendliche werden ihre selbstgefertigten, kreativen Arbeiten den Besuchern anbieten.
Große Vielfalt des Angebots
Was den Holzener Kunsthandwerkermarkt seit jeher auszeichnet, sind die Vielfalt des Angebotes und die Qualität der Arbeiten. Hinzu kommt das idyllische Flair im Storchendorf. Die Auswahl an handgefertigten Unikaten ist groß, wie die Organisatorin feststellt.
Keramik, handgeschmiedeter Schmuck, Holzkunst in allen Variationen, feine Textilarbeiten, Malerei, Glasarbeiten, ornamentale Schmuckstücke, Skulpturen, Dekoobjekte, bemalte Steine, Edelsteinschmuck, Flechtwaren und Drechselarbeiten sowie vieles mehr. „Jeder Stand erzählt seine eigene Geschichte.
Und jedes ausgestellte Stück ist Ausdruck handwerklicher Leidenschaft und künstlerischer Vielfalt.“, betont Elisabeth Zumkehr und fügt hinzu: „So wird der Markt nicht nur zu einem Ort des Einkaufens, sondern auch zu einem Ort der Begegnung mit den Menschen hinter den einzelnen Werken.“
Leidenschaft fürs Handwerk
Neben den Stammbeschickern sind auch einige Neulinge am Kunsthandwerkermarkt vertreten. Laut Elisabeth Zumkehr ist das zum Beispiel Lene Lii Gree mit ihren Ölgemälden, die hervorgehoben werden durch Gänsetassen, die von ihrer Mutter Monika Ulrich stammen.
Sogar aus Hamburg kommt ein Künstler und Kunsthandwerker nach Holzen: Bonke Sönnichsen präsentiert Bilder und Objekte aus Treibholz. Erstmals am Markt dabei ist auch Hans-Peter Wirth-Werkhuelz mit seinen kleinformatigen Holzskulpturen, während Barbara Lupberger mit modern gehäkelten Körben, Taschen und Untersetzer anbietet.
Bahia Stößer zeigt handgefilzte Felle, zudem hat sie Kräuterprodukte dabei. Wer handgehäkelte Lampenschirme, Schmuck und Taschen sucht, der kann am Stand von Ruta Armele fündig werden. „Es kann wieder viel Neues und Altbewährtes entdeckt werden“, sagt Organisatorin Zumkehr voller Vorfreude auf zwei erlebnisreiche Markttage sowie zahlreiche Begegnungen.
Zwiebelwaie und Münsterkäs
Die Geselligkeit wird nicht zu kurz kommen. Wie in den Vorjahren sorgt der Gesangverein Holzen mit seiner Helferschar auf dem überdachten Festplatz wieder für kulinarische Freuden. Frisch gebackene Zwiebelwaie aus dem Holzofen, Kürbissuppe, Münsterkäse, Wienerli und herzhaft belegte Brote finden sich ebenso in dem Angebot wie neuer Wein, Sekt und frisch gepresster Apfelsaft. Außerdem bieten die Sängerinnen und Sänger auch Gschwellti mit Ziger, also Pellkartoffeln mit Quark, an. Und wer lieber Süßes mag, nämlich selbstgemachte Kuchen und Torten in allen Varianten, der ist im Feuerwehrhaus hinter der alten Schule an der richtigen Adresse. Dort werden der Holzener Förderverein Kinder und Jugend sowie die Kinderschule für das leibliche Wohl der Besucher sorgen.
Da der Kunsthandwerkermarkt einen ausgezeichneten Ruf genießt, ist erfahrungsgemäß mit einem großen Andrang an den beiden Markttagen zu rechnen. Ein größerer Parkplatz befindet sich wieder gegenüber dem Friedhof beim Sportplatz.
