Porträt SV Eutingen: Weit mehr als ein reiner Fußballverein

Zuletzt feierte der SV Eutingen mit dem Einzug in die erste DFB-Pokal-Runde einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte.
SV EutingenFußball bildet beim SV Eutingen weiterhin den Schwerpunkt – in den Bereichen Kinder, Jugend, Frauen und Herren. Daneben hat der Verein sein Angebot deutlich erweitert: Zumba, Reha-Sport, Rückenfit und Mami-Fit stehen ebenso auf dem Programm wie Schwimmkurse für Kinder und Hobby-Volleyball am Freitagabend.
Ziel sei es, möglichst vielen Menschen sportliche Teilhabe zu ermöglichen, so der Vorsitzende Sebastian Lazar. Während der Fußball konstant bleibt, verändert sich das Fitnessangebot immer wieder – je nachdem, welche Kurse gerade gefragt sind.
Für die nahe Zukunft nimmt sich der Verein keine großen Sprünge vor, sondern will das bestehende Niveau halten. „Wir sind ein kleiner Dorfverein und wissen, was möglich ist und wo unsere Grenzen liegen“, sagt der Vorsitzende. Das aktuelle sportliche Niveau zu sichern, sei bereits mit erheblichem Aufwand verbunden – vor allem im Kinder- und Jugendfußball, aber auch bei den Frauen- und Herrenmannschaften.
Titel bleiben trotzdem ein Ziel: Jedes Jahr würde man gerne mit mindestens einer Mannschaft um Pokale oder Meisterschaften mitspielen. Genauso wichtig ist dem Verein, die vielen ehrenamtlich Engagierten langfristig zu binden – damit Eutingen auch in Jahrzehnten noch von Macherinnen und Machern getragene Sportangebote hat.
Das Motto ist Programm
Das Vereinsmotto #mehralseinverein sei kein Werbespruch, sondern gelebte Praxis, betont der Vorsitzende. Besonders hebt Lazar Menschen hervor, die sich weit über das normale Maß hinaus einbringen: Trainerinnen oder Trainer wie Rainer Kalbacher, der im zehnten Jahr die Oberliga-Juniorinnen erfolgreich betreut, oder die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die auf der Sportanlage und bei Veranstaltungen anpacken. Als Beispiel nennt der Eutinger auch Andrea und Michael Gruidl, die seit über 20 Jahren die Vereinsgaststätte betreiben und damit einen großen Teil des Vereinslebens erst möglich machen. Erst das Zusammenspiel all dieser Menschen mache den SV Eutingen aus.

Auch das erste Herrenteam ist in den letzten Jahren sehr erfolgreich und hält sich stabil in der Bezirksliga.
Thomas FritschLazar führt den Verein seit siebeneinhalb Jahren gemeinsam mit Dietmar Kurbjun und Dominik Rakoczy. In dieser Zeit hat das Führungstrio die Vereinsstrukturen überarbeitet: Statt einzelner Verantwortlicher gibt es heute Teams mit klar verteilten Aufgaben, damit das Ehrenamt für alle machbar bleibt. So steht Jugendleiterin Eva Stoll ein ganzes Jugendteam zur Seite, das sich um verschiedene Mannschaften kümmert – statt einer einzelnen Person für die gesamte Jugendarbeit. Für größere Veranstaltungen gibt es jeweils ein eigenes Orgateam.
Im Vereinsausschuss laufen die Fäden zusammen, dort fallen die wichtigen Entscheidungen. Der Anspruch: keine stundenlangen Diskussionen, sondern klare Antworten auf die Frage, was zu tun ist und wer es übernimmt.



