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: Grözinger: „Die Spieler sind heiß wie Frittenfett“

AnzeigeMit dem ersten Bezirksliga-Aufstieg in der Vereinsgeschichte ist dem VfL Ostelsheim Historisches gelungen.
Von
Tina Block
Ostelsheim
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Der VfL Ostelsheim (in Rot) ist zum ersten Mal in die Bezirksliga aufgestiegen.

Der VfL Ostelsheim (in Rot) ist zum ersten Mal in die Bezirksliga aufgestiegen.

Kraushaar

Der VfL Ostelsheim ist bei einem Ligaspiel zu Gast im Nagolder Reinhold-Fleckenstein-Stadion – das war vor einigen Jahren noch undenkbar. Denn während es in Nagold immer ein bisschen nach Verbandsliga duftet, war der VfL Ostelsheim lange Zeit in der Kreisliga B zu Hause und belegte dort mitunter nur zweistellige Tabellenplätze. Das ist nun vorbei. Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte sind die „Jungs vom Bahndamm“ in die Bezirksliga aufgestiegen und gastierten gleich am ersten Spieltag beim VfL Nagold II im Reinhold-Fleckenstein-Stadion. „Es war schon schön, diesen Duft zu schnuppern und auch an einem richtigen Kassenhäuschen vorbeizugehen“, sagt Marco Grözinger, stellvertretender Leiter der Fußball-Abteilung des VfL Ostelsheim, sagt aber auch: „Viel los ist dort bei der zweiten Mannschaft nicht. Wir waren mit 40, 50 Fans da.“ Grözinger übernahm 2011 das Traineramt in Ostelsheim – für insgesamt neun Jahre. Damals lautete das Ziel: den Verein mittel- bis langfristig in der Kreisliga A etablieren. 2015 folgte der erste Aufstieg, nach dem sofortigen Wiederabstieg dann 2017 der zweite. Und jetzt also nicht nur die Etablierung in der Kreisliga A, sondern sogar der Aufstieg in die Bezirksliga. „Wir sind so stolz auf den Weg, den wir gegangen sind“, sagt Grözinger, betont aber auch: „Der Aufstieg ist der Ertrag für unsere massiv gute Jugendarbeit.“ Denn das Besondere ist beim VfL Ostelsheim: Der Kern der Mannschaft stammt aus der eigenen Jugend – und auf die setzt der Verein weiterhin. „Wir sind aufgestiegen, ohne Geld, ­ohne Spieler zu bezahlen. Das ist außergewöhnlich, das schaffen nicht viele“, verdeutlicht Grözinger.

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Spieler sind auch Freunde

Umso höher ist die Identifikation mit dem Verein, in die stark investiert wird – etwa mit Trainingslagern am Lago Maggiore. Die Spieler verstehen sich als Freunde. „Das Team hält zusammen. Es gibt keine Grüppchen“, versichert Grözinger und zeigt auf: „Wir sprechen keine Spieler aus anderen Vereinen an, ob sie zu uns kommen wollen. Die kommen von selbst, weil sie mitbekommen: In Ostelsheim geht was. Und umgekehrt verlässt uns keiner. Die sind immun gegen Angebote von anderen Vereinen, weil sie bei uns mit ihren Freunden spielen.“

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Umso größer ist die Euphorie, die der Aufstieg in Ostelsheim ausgelöst hat. „Die Spieler sind heiß wie Frittenfett, sich jetzt gemeinsam in der Bezirksliga beweisen zu können“, sagt Grözinger.

Derby hat Priorität

Zum Auftakt setzte es zwar eine 1:3-Niederlage beim VfL Nagold II. Allerdings sei das für den stellvertretenden Abteilungsleiter „kein Maßstab“. Zum einen ist der Unterbau des Landesligisten VfL Nagold kein gewöhnlicher Gegner. Bei ihm stand unter anderem Joel Mogler im Tor, der bereits beim FC Holzhausen gespielt hat. Zum anderen ist der VfL Ostelsheim aktuell personell nicht vollzählig. So musste auch der 35-jährige Domenic Bjelobradic auflaufen, der eigentlich nur noch bei den Alten Herren spielt.

Knackiges Programm

Am 30. August (15 Uhr) kommt der Landesliga-Absteiger TuS Ergenzingen nach Ostelsheim, dann geht es am 6. September (15 Uhr) zum starken SV Eutingen – ein knackiges Auftaktprogramm. „Das ist mir aber lieber so. Dann sind wir gleich drin“, meint Grözinger – und verdeutlicht: „Wichtig ist für das Derby gegen den SV Althengstett. Die müssen zweimal geschlagen werden.“ Das erste findet am 18. Oktober (15 Uhr) in Althengstett statt.

Kader

Tor: Felix Mühleisen, Alexander Preis, Patrick Rometsch

Abwehr: Robin Biester, Alexander Demel, Timo Dreher, Anton Faber, Maximilian Haas, Milan Kopf, Lukas Loewenstein, Mark Nothum, Jan Poganatz, Marcel Röhrborn, Phillip Schaible, Lukas Schick, Fynn Schirra, Christian Schmid, Dominik Shala, Bilal Vana, Niklas Voß

Mittelfeld: Manuel Alessi, Domenic Bjelobradic, Niklas Boeckh, Fabian Fais, Leon Maisenbacher, Jens-Rouven Meinhold, Marco Menrad, Ignazio Pardo, Tim Raffler, Dominik Reinbold,  Lucas Santos Cruz, Can Singh, Tim Stahl, Amer Suleiman, Semih Terzi, Philip Wörner Angriff: Patrick Demel, Bastian Knappmann, Ridon Ramadani, Alexander Reinbold, Louis Schmid, Angel Velasquez, Alexander Wagner, Noah Widmann-Rau

Trainer und Betreuer: Fabian Fais, Andreas Hess, Amer Suleiman, Alexander Preis, Daniel Gründler, Jonas Gerlach

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