Vor den Midterms
: USA greifen erneut den Iran an

Kurz vor den Zwischenwahlen melden Medien neue Militärschläge der USA. Das hatte der US-Präsident eigentlich ausgeschlossen gehabt.
Von
Christian Gottschalk
Stuttgart
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Iran-Krieg - Schifffahrt im Persischen Golf: ARCHIV - 21.10.2026, Vereinigte Arabische Emirate, Dubai: Ein Frachtschiff fährt im Persischen Golf in Richtung der Straße von Hormus. (zu dpa: «Behörde: Erneut Tanker im Persischen Golf attackiert») Foto: Altaf Qadri/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Krieg in der Straße von Hormus ist noch nicht vorüber.

Altaf Qadri/AP/dpa
  • USA greifen offenbar erneut Ziele in der Straße von Hormus an – Insel Keschm von Explosionen betroffen.
  • Medien: Angriffe galten iranischer Militärinfrastruktur und waren demnach begrenzt.
  • US-Vertreter zu CNN: Die Aktion diente der Verteidigung nach iranischem Raketenangriff.
  • Offizielle Bestätigung fehlt zunächst, eine Stellungnahme des US-Zentralkommandos lag nicht vor.
  • Iran warnt vor längerem Konflikt; Trump hatte vor den Wahlen Angriffe eigentlich ausgeschlossen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die USA haben in der Nacht offenbar erneut Ziele in der Straße von Hormus angegriffen.  Wie ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AP sagte, sollen die Angriffe iranischer Militärinfrastruktur gegolten haben. Im iranischen Staatsfernsehen war von Explosionen auf der Insel Keschm die Rede. Zuvor hatte auch das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Regierungsvertreter von einem US-Angriff auf die Insel berichtet.

Angriffe angeblich eine Art der Verteidigung

Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf mehrere  US‑Regierungsvertreter, die Angriffe hätten der Verteidigung gedient. Der Iran habe zuvor das amerikanische Militär mit Raketen angegriffen. Die Angriffe schienen den Berichten zufolge begrenzt zu sein und deuteten nicht auf eine vollständige Wiederaufnahme der Kampfhandlungen hin. Wie das Wall Street Journal berichtete, soll es sich um den jüngsten in einer Reihe von begrenzten Militärschlägen der USA in den vergangenen Wochen handeln. ‌Eine Stellungnahme des US-Zentralkommandos lag zunächst ‌nicht vor.

Trump hält eine Rede am Reflecting Pool - Washington: President Donald Trump delivers remarks at the Lincoln Memorial Reflecting Pool in Washington, DC, November 2, 2026. Trump delivers a closing campaign message on the eve of the midterm elections, urging voters to keep Republicans in control of Congress. (Photo by Matt Kaminsky/Sipa USA).

US-Präsident Donald Trump wollte vor den Wahlen eigentlich keine Angriffe mehr starten.

SIPA USA/Sipa USA/actionpress

Nach den jüngsten Angriffen hat die iranische Armee vor einem länger andauernden bewaffneten Konflikt gewarnt.  „Ein möglicher zukünftiger Krieg könnte länger dauern als der vergangene Konflikt“, sagte Armeesprecher Mohammed Akraminia nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens. Der US-Präsident sei nicht in der Lage zu bestimmen, wann der Krieg beendet werde. Trump hatte zwei Tage vor den Wahlen zum Kongress gesagt, „irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen“. Laut dem Nachrichtenportal Axios  sollen Trump und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu in einem Telefonat über mögliche neue Angriffe auf den Iran beraten haben.

Stunden zuvor hatte Trump noch einen Rückgang der Ölpreise gefeiert und das damit begründet, dass viele der Auffassung seien, der Krieg mit Iran gehe zu Ende. Iran wolle unbedingt eine Vereinbarung, behauptete Trump. Die Ölpreise waren in Folge der US-israelischen Angriffe ab Ende Februar stark gestiegen, weil die Straße von Hormus eine der wichtigsten Öl-Handelsrouten der Welt ist. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, vor den Wahlen keine Angriffe auf Iran anordnen zu wollen. Der US-Präsident hatte dabei auch gesagt, vor den Wahlen keine Angriffe mehr auf den Iran zu unternehmen.