Ukraine: Russische Rakete schlägt im Bahnhof ein

Auf dem Bahnhof von Dnipro hat eine russische Rakete zahlreiche Menschen getötet.
HANDOUT/afp- Russische Rakete traf den Bahnhof von Dnipro, mindestens 13 Zivilisten starben.
- Ukrsalisnyzja gilt als Rückgrat des Landes – sie transportiert Menschen, Waren und Waffen.
- Laut Bahn schlug eine Düsenjet-Drohne am Bahnsteig ein, der Zug fuhr nach Saporischschja.
- Der Angriff erinnert an Kramatorsk, wo Raketen mit Streumunition Passagiere trafen.
- Angriffe auf Bahninfrastruktur nehmen zu, viele Züge werden evakuiert und Busse häufiger genutzt.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Mitarbeiter der Ukrsalisnyzja genießen in der Ukraine fast schon Heldenstatus. Zugführer und Begleiter der ukrainischen Eisenbahn halten das Land am Laufen, transportieren Waffen und Waren, und natürlich Menschen. Sie sind das Herzstück des Landes. Kein Wunder, dass die ukrainische Eisenbahn immer wieder Ziel russischer Raketen wird. Am Donnerstag hat solch ein Geschoss den Bahnhof von Dnipro getroffen. Mindestens 13 Zivilisten sind tot.
Drohne mit Düsenantrieb trifft Bahnsteig
Die ukrainische Eisenbahn teilte mit, eine Drohne mit Düsenantrieb habe einen Bahnsteig getroffen, auf dem sich der Zug von Dnipro nach Saporischschja befunden habe. Bürgermeister Borys Filatow sprach von einer Tragödie. Es habe sich um einen zivilen Zug gehandelt.

Retter bergen die zum Teil schwer verletzten Opfer.
--/Ukrainian Emergency Service/AP/dpaDas weckt Erinnerungen an den Angriff auf den Bahnhof von Kramatorsk. Keine acht Wochen nach dem Beginn der russischen Vollinvasion hatten ballistische Raketen mit Streumunition eingeschlagen. Zu dem Zeitpunkt befanden sich mehrere tausend Passagiere auf dem Bahnhof in der Oblast Donezk. Vorwiegend Frauen und Kinder, die aus dem Gebiet fliehen wollten. Die Bilder der zerfetzten Koffer und Kuscheltiere auf dem Bahnsteig gingen seinerzeit um die Welt.
Fahrende Züge werden gejagt
Russland greift ukrainische Bahnanlagen bereits seit den ersten Kriegstagen an. Anfangs waren es überwiegend Bahnhöfe, Eisenbahnbrücken und Depots. Inzwischen hat sich die Drohnen- und Raketentechnik weiter entwickelt. Inzwischen sind immer häufiger auch fahrende Züge das Ziel. Personenzüge müssen so bei einem drohenden Angriff immer häufiger evakuiert werden. Die Bahn ist daher in einem ständigen engen Austausch mit dem Militär. Sollte es nötig sein, hält ein Zug auf freier Strecke, und alle Passagiere müssen raus.
Insgesamt gab es bis Ende August nach offiziellen Angaben mehr als 1500 Angriffe auf die Bahninfrastruktur. Das sind mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Unter anderem wurden mehr als 250 Lokomotiven beschädigt. Dem Krieg zum Trotz galt die Bahn lange als pünktlich und verlässlich. Damit ist es seit diesem Sommer nun vorbei. Viele Reisende orientieren sich daher um und nehmen den Bus. Der ist nicht so bequem, aber meistens pünktlicher.
