Demonstrationen: Minister: Etwa 1.000 Festnahmen bei Protesten in Frankreich

Bei den Protesten in Frankreich gab es zahlreiche Festnahmen.
Marcus Golejewski/dpa- Innenminister Nuñez meldet fast 1.000 Festnahmen bei landesweiten Protesten in Frankreich.
- 410.000 Menschen demonstrierten; die Züge verliefen laut Minister am Tag überwiegend ruhig.
- Am Ende kam es in mehreren Städten zu Ausschreitungen – darunter Marseille, Lyon und Paris.
- Risikogruppen mit Vermummten griffen Sicherheitskräfte an, Nuñez nennt die extreme Linke verantwortlich.
- Sicherheitskräfte bleiben bis spät mobilisiert, um Plünderungen zu verhindern; zwei Schwerverletzte.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Am landesweiten Protesttag in Frankreich hat es laut Innenminister Laurent Nuñez fast 1.000 Festnahmen gegeben. Die Zahl werde noch deutlich steigen, sobald Daten zusammengeführt würden, sagte der Minister vor der Presse am Abend. Die Demonstrationszüge am Tag seien an sich „gut verlaufen“, stellte Nuñez darüber hinaus fest. Nach Angaben seines Ministeriums protestierten 410.000 Menschen in ganz Frankreich.
Es hätten sich aber bei fast jeder Versammlung Risikogruppen gebildet, die nach einem recht „klassischen Muster“ vorgegangen seien, führte der Minister aus. Sie hätten sich von den Umzügen abgesetzt und versucht, Ausschreitungen zu begehen, vor allem durch Angriffe auf Sicherheitskräfte. Schwarz gekleidete, vermummte Personen seien Teil der Gruppen gewesen. Der Minister machte insbesondere die „radikale extreme Linke, die Ultralinke“ dafür verantwortlich. Störungen der öffentlichen Ordnung am Ende der Demonstrationen gab es nach Angaben des Innenministeriums in mehreren Städten, darunter in Marseille, Lyon und Paris.
Minister: „Tag noch nicht vorbei“
„Der Tag ist noch nicht vorbei“, sagte der Innenminister. Jetzt beginne eine dritte Phase. Die Sicherheitsvorkehrungen blieben bis spät in den Abend hinein bestehen, um zu verhindern, dass es zu Plünderungen in den Innenstädten komme. Zahlreiche Plünderungen konnten demnach zuvor verhindert werden. Außerdem kam es Nuñez zufolge zu keinen gezielten Angriffen auf öffentliche Gebäude, wie es sie am 17. Oktober gegeben hatte.
Dennoch seien die Sicherheitskräfte wie bereits am vergangenen Wochenende mit einem extrem hohen Maß an Gewalt konfrontiert gewesen, etwa durch Wurfgeschosse.
Zwei Verletzte bei Zusammenstößen mit Polizei
Zu erwähnen sei auch, dass sich mindestens in Nizza und Montpellier Aktivisten der extremen Rechten mit extremen Linken angelegt hätten, sagte der Minister. Bei heftigen Ausschreitungen seien außerdem zwei Personen in Clermont-Ferrand und Toulouse im Rahmen von Polizeieinsätzen schwer verletzt worden.
