Cem Özdemir geschockt: „Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger bestürzt mich sehr“

Cem Özdemir trauert um Hubert Aiwanger.
IMAGO / Bernd Elmenthaler/Lindenthaler- Der Politiker Hubert Aiwanger wurde tot in einem Berliner Hotelzimmer entdeckt.
- Cem Özdemir kondolierte auf X und würdigte Aiwanger als streitbaren Politiker.
- Aiwanger sagte aus gesundheitlichen Gründen einen Auftritt ab und war später nicht erreichbar.
- Auch Alice Weidel und Martin Hagen drückten auf X ihr Beileid aus – „Was für eine Tragödie“.
- Aiwanger war bayrischer Wirtschaftsminister, Vize-Ministerpräsident und wurde 55 Jahre alt.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat sich am Mittwochabend zum Tode von Politiker Hubert Aiwanger geäußert. „Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger bestürzt mich sehr. Er war ein streitbarer Politiker mit Ecken und Kanten, der für seine Überzeugungen kämpfte“, schrieb Özdemir auf X.
Im Gedanke sei er bei der Familie und den Angehörigen des bayrischen Wirtschaftsministers und Vize-Ministerpräsidenten. Aiwanger wurde nach dpa-Informationen tot in einem Berliner Hotelzimmer entdeckt.
Am Nachmittag hätte er bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten sollen. Er habe sich aber aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen, hieß es. Später sei er dann nicht mehr erreichbar gewesen und sei schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden.
Auftritt vor wenigen Tagen in Stuttgart
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nannte den Tod eine „absolute Tragödie“. „Wir sind alle zutiefst geschockt. Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen und beten für sie“, so der CSU-Politiker. Auch die AfD-Chefin Alice Weidel drückte auf X ihr Beileid aus. „Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden Aiwangers“, heißt es in ihrem Posting. „Was für eine Tragödie. Hubert Aiwanger wird der bayerischen Politik fehlen“, schrieb FDP-Generalssekretär Martin Hagen.
Aiwanger wurde 55 Jahre alt. Der Niederbayer hatte zwei Kinder und lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen. Mit Aiwanger verlieren die Freien Wähler ihren markantesten und sicher auch streitbarsten Kopf.

Hubert Aiwanger beim Tag des Eigentums im Kongresszentrum Liederhalle.
Torsten Schöll2008 war Aiwanger mit den Freien Wählern erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und wurde deren Fraktionschef. Zehn Jahre später, 2018, schmiedeten CSU und Freie Wähler eine Koalition. Aiwanger wurde Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.
Erst bei den bayerischen Kommunalwahlen im Frühjahr hatten die Freien Wähler unter Aiwangers Führung noch große Siege gefeiert und der CSU viele Landrats-Posten abgejagt. Im Gegensatz zu seinen politischen Erfolgen in Bayern blieb Aiwanger aber ein großes politisches Ziel verwehrt: der Einzug seiner Partei in den Bundestag.
Aiwanger war erst kürzlich als prominenter Gastredner beim diesjährigen „Tag des Eigentums“ im Stuttgarter Kongresszentrum Liederhalle dabei. Der Politiker der Freien Wähler hatte seinen Vortrag mit dem Titel „Eigentum ist Freiheit“ überschrieben.
