Ausschreitungen in Frankreich
: Macron zu Gewaltexzessen: „Wir alle empfinden Wut und Scham“

Frankreichs Präsident Macron hat die Gewalt bei den Protesten verurteilt und Konsequenzen angekündigt. Zugleich versprach er eine transparente Aufklärung des Vorgehens der Sicherheitskräfte.
Von
red/afp
Paris
FRANCE-POLITICS-GOVERNMENT-SOCIAL-DEMO: This photograph shows a television monitor broadcasting France's President Emmanuel Macron giving a speech from the Elysee Presidential Palace the day after riots and looting on the sidelines of nationwide protests against the "high cost of living", in Paris on October 18, 2026. France's Interior Minister said 1,800 people were arrested in protests across the country on October 17, and 600 police officers, gendarmes and firefighters were hurt during clashes. On October 17, 550,000 people took part in demonstrations against the high cost of living, including 110,000 in Paris, according to official figures. In many cities across France, the day of protests descended into chaos, marked by clashes and looting. (Photo by Ludovic MARIN / AFP)

Emmanuel Macron verurteilt die Ausschreitungen in Frankreich und kündigt Konsequenzen an (Archivfoto).

LUDOVIC MARIN/afp
  • Macron verurteilt „ungezügelte“ Gewalt bei Protesten und kündigt Konsequenzen an.
  • Er trennt legitime Forderungen von Tätern, die zerstörten und plünderten.
  • Polizei-Vorgehen soll geprüft werden – der Präsident verspricht volle Transparenz.
  • Verantwortliche will er mit voller Härte des Gesetzes verfolgen.
  • Landweite Ausschreitungen: Plünderungen, Brände und Straßenschlachten bei Protesttag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die „ungezügelte“ Gewalt am Rande eines nationalen Protesttages verurteilt. Die Ausschreitungen seien durch nichts zu rechtfertigen, sagte Macron am Sonntagabend mit Blick auf die Gewaltexzesse des Vortages. „Wir alle empfinden heute Abend Wut und Scham.“ Der Präsident rief zugleich dazu auf, Demonstranten mit „legitimen Forderungen“ nicht mit denjenigen zu verwechseln, „die zerstört, zertrümmert und geplündert haben“.

„Es ist unerträglich, die Straßen unserer Städte derart verwüstet zu sehen“, sagte Macron in einer Fernsehansprache. Die Verantwortlichen würden mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt. Der Präsident versicherte zugleich, dass auch das von vielen als zu hart angesehene Vorgehen von Polizei und Sicherheitskräften genau untersucht werden solle. „Es wird volle Transparenz geben.“

In ganz Frankreich war es am Samstag zu massiver Gewalt gekommen. Geschäfte wurden geplündert, Gebäude und Fahrzeuge gingen in Flammen auf, Demonstranten lieferten sich erbitterte Straßenschlachten mit der Polizei.

Zu der Gewalt kam es am Rande eines Protesttages gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem. An den Aktionen nahmen landesweit nach Regierungsangaben rund 550.000 Menschen teil, die Organisatoren sprachen von rund 800.000 Demonstranten.