Wegen Protesten in Frankreich
: Auswärtiges Amt ändert Sicherheitshinweise

Nach gewalttätigen Ausschreitungen bei landesweiten Protesten in Frankreich hat das Auswärtige Amt seine Reise- und Sicherheitshinweise aktualisiert.
Von
Lukas Böhl
Paris
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Proteste in Frankreich: Bei erneuten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten während einer Demonstration gegen steigende Lebenshaltungskosten, bei der sich die Studenten den Protesten anschlossen, brennt Müll. (zu dpa: «Erneut Krawalle in Paris – Polizei setzt Tränengas ein»)

Proteste in Frankreich: Bei erneuten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten während einer Demonstration gegen steigende Lebenshaltungskosten, bei der sich die Studenten den Protesten anschlossen, brennt Müll.

Emma Da Silva/AP/dpa

Die Behörde warnt vor weiteren Demonstrationen und möglichen Ausschreitungen in den kommenden Tagen. Reisende sollten Menschenansammlungen meiden und die Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen.

Neuer Reisehinweis des Auswärtigen Amtes

Am Samstag (17. Oktober) kam es während eines landesweiten Protesttags an verschiedenen Orten in Frankreich zu gewalttätigen Ausschreitungen. Das Auswärtige Amt reagierte darauf mit einer Aktualisierung seiner Reise- und Sicherheitshinweise für das beliebte Urlaubsland. Die Hinweise sind seit Sonntag (18. Oktober) gültig.

Die Behörde schließt nicht aus, dass es auch in den kommenden Tagen zu weiteren Demonstrationen und gewalttätigen Zwischenfällen kommen könnte. Urlauber und andere Reisende werden deshalb zu besonderer Vorsicht aufgerufen.

Auswärtiges Amt rät Frankreich-Reisenden zu Vorsicht

Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, sich umsichtig zu verhalten und Demonstrationen möglichst fernzubleiben. Zudem sollten sie den Anweisungen der örtlichen Polizei und anderer Sicherheitskräfte Folge leisten.

Besonders weist die Behörde auf mögliche rechtliche Konsequenzen hin. Aufgrund neuer Gesetzesänderungen können Geldbußen und Schadensersatzforderungen drohen, wenn sich Personen trotz entsprechender Aufforderung nicht von ungenehmigten und gewalttätigen Demonstrationen entfernen.

Damit können auch Reisende Konsequenzen riskieren, wenn sie sich in solchen Situationen nicht an die Anweisungen der Sicherheitskräfte halten.

Weitere Ausschreitungen in Frankreich nicht ausgeschlossen

Wie sich die Protestlage in den kommenden Tagen entwickeln wird, ist derzeit unklar. Das Auswärtige Amt hält weitere Demonstrationen und mögliche Ausschreitungen ausdrücklich für denkbar.

Reisenden wird deshalb empfohlen, sich regelmäßig über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren. Dafür stellt das Auswärtige Amt unter anderem die App „Sicher Reisen“ und einen Newsletter bereit.

Die vollständigen und jeweils aktuellen Informationen sind auf der Internetseite des Auswärtigen Amts zu Frankreich abrufbar.