Urlaub in Spanien
: Auswärtiges Amt gibt Reisehinweis wegen Waldbränden

Reisende in Spanien müssen derzeit in mehreren Regionen mit Waldbränden und entsprechenden Einschränkungen rechnen.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Brände in Spanien: 26.07.2026, Spanien, San Martín de Valdeiglesias: Ein Feuerwehrmann trägt einen Schlauch, während er einen Waldbrand bekämpft. Spanien kämpft gegen zahlreiche Waldbrände. Wegen der schweren Feuer rief die Regierung für die Umgebung der Hauptstadt Madrid sowie für die Region Ávila den Notstand aus. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Brände in Spanien: 26.07.2026, Spanien, San Martín de Valdeiglesias: Ein Feuerwehrmann trägt einen Schlauch, während er einen Waldbrand bekämpft. Spanien kämpft gegen zahlreiche Waldbrände. Wegen der schweren Feuer rief die Regierung für die Umgebung der Hauptstadt Madrid sowie für die Region Ávila den Notstand aus. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Manu Fernandez/AP/dpa

Das Auswärtige Amt weist in seinen aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen auf die angespannte Lage infolge der hohen Trockenheit hin. In mehreren Teilen des Landes sind demnach aktuell Waldbrände ausgebrochen. Für die Region Madrid sowie die Provinz Ávila haben die spanischen Behörden den Notstand ausgerufen. Urlauber sollten sich vor und während ihrer Reise regelmäßig über die Entwicklung der Brände und mögliche Einschränkungen informieren. Eine Karte mit den aktuellen Waldbränden finden Sie hier.

Waldbrände in Frankreich und Spanien

Waldbrände in Frankreich und Spanien

dpa-Infografik

Notstand in Madrid und Ávila

Besonders angespannt ist die Situation derzeit in Madrid und Ávila. Durch die hohe Trockenheit können sich Brände schnell ausbreiten. Je nach Entwicklung der Lage sind Straßensperrungen, Evakuierungen und Zugangsbeschränkungen für Wald- und Naturgebiete möglich.

Das Auswärtige Amt fordert Reisende dazu auf, die Anweisungen der Feuerwehr, der Sicherheits- und Rettungskräfte sowie der lokalen Behörden unbedingt zu befolgen. Gefährdete oder bereits gesperrte Gebiete sollten nicht betreten werden.

Informationen über aktuelle Brandherde sind über die zuständigen spanischen Behörden erhältlich. Für Katalonien gibt es zusätzlich eine regionale Übersicht zur aktuellen Waldbrandlage. Auch die spanische Katastrophen- und Zivilschutzbehörde Protección Civil informiert über Gefahrenlagen und Schutzmaßnahmen.

Verbote in Waldgebieten beachten

In gefährdeten Regionen können abhängig von der jeweiligen Alarmstufe unterschiedliche Verbote gelten. Dazu zählen Feuer- und Rauchverbote sowie Einschränkungen beim Betreten und beim Aufenthalt in bestimmten Waldgebieten.

Auch Lagerfeuer, Feuerwerk und andere offene Feuerstellen können untersagt sein. In ländlichen Gebieten und in der Nähe von Wäldern kann zudem die Nutzung elektrischer Maschinen und Geräte eingeschränkt werden, wenn von ihnen eine erhöhte Brandgefahr ausgeht.

Reisende sollten sich vor Ausflügen über die örtlichen Vorschriften informieren. Absperrungen und Verbote dienen nicht nur dem persönlichen Schutz, sondern sollen auch verhindern, dass weitere Brände entstehen.

Warnungen über ES-Alert

Das Auswärtige Amt empfiehlt Urlaubern, ihr Mobiltelefon immer bei sich zu führen. Über das spanische Warnsystem ES-Alert können die Katastrophenschutzbehörden Nachrichten an Mobilgeräte versenden, die sich in einem betroffenen Gefahrengebiet befinden.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts können diese Warnmeldungen auch Geräte erreichen, die ausgeschaltet sind. Reisende sollten dennoch darauf achten, dass ihr Mobiltelefon geladen und grundsätzlich einsatzbereit ist.

Über die Warnmeldungen können unter anderem Evakuierungsanordnungen, Verhaltenshinweise und Informationen über konkrete Gefahren verbreitet werden.

Reisende sollen sich fortlaufend informieren

Da sich Waldbrände und Wetterlagen schnell verändern können, sollten Urlauber regelmäßig Nachrichten und Hinweise der lokalen Behörden verfolgen. Auch vor längeren Fahrten oder Ausflügen empfiehlt es sich, die aktuelle Lage entlang der geplanten Strecke zu prüfen.

Wer eine Pauschalreise oder eine Unterkunft in einer betroffenen Region gebucht hat, sollte sich bei Unsicherheiten an den Reiseveranstalter oder den jeweiligen Anbieter wenden. Dort lässt sich klären, ob die Reise wie geplant stattfinden kann und ob mit Einschränkungen zu rechnen ist.

Das Auswärtige Amt rät deutschen Staatsangehörigen außerdem dazu, sich gemeinsam mit mitreisenden Familienangehörigen in die Krisenvorsorgeliste einzutragen. Bereits gespeicherte Kontaktdaten sollten auf ihre Aktualität überprüft werden.

Eine allgemeine Reisewarnung für Spanien besteht aufgrund der Waldbrände nicht. In betroffenen und besonders trockenen Regionen ist derzeit jedoch erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich.