Unwetter in Deutschland: Karte zeigt, wo schwere Gewitter möglich sind

In diesen Regionen sind heute Gewitter möglich.
Daniel Bockwoldt/dpaIm Südosten Deutschlands können sich am Donnerstag erneut kräftige Gewitter entwickeln. Besonders vom Alpenrand bis nach Niederbayern drohen Starkregen, Hagel und stürmische Böen. An Nord- und Ostsee wird es zugleich windig bis stürmisch. Die Wetterkarte zeigt, wo sich die Gewitter bilden können:
Die schwül-heiße Luft wird am Donnerstag zunehmend nach Südosten abgedrängt. Gleichzeitig strömt aus Nordwesten schubweise kühlere und trockenere Luft nach Deutschland. Dadurch beruhigt sich das Wetter in vielen Regionen, während im Südosten weiterhin eine erhöhte Unwettergefahr besteht.
Kräftige Gewitter vom Alpenrand bis nach Niederbayern
Am Morgen klingen die letzten Gewitter im Südosten zunächst ab. Dabei sind örtlich noch Starkregen mit rund 15 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde und Windböen bis etwa 60 Kilometer pro Stunde möglich.
Am Nachmittag und Abend nimmt die Gewittergefahr erneut zu. Zunächst können sich in Alpennähe neue Gewitter bilden, die sich später bis nach Niederbayern ausweiten. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sind dabei teils kräftige Entwicklungen möglich.
Im Mittelpunkt steht die Gefahr durch Starkregen. Innerhalb kurzer Zeit können bis zu 25 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Vereinzelt sind auch unwetterartige Mengen zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit oder innerhalb weniger Stunden möglich.
Zusätzlich kann kleinkörniger Hagel auftreten. In Verbindung mit den Gewittern sind außerdem stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde möglich.
In der Nacht zum Freitag lassen die Gewitter am östlichen Alpenrand und an der unteren Donau allmählich nach. Damit sinkt auch die Gefahr von Starkregen.
Stürmische Böen an Nord- und Ostsee
Auch im Norden Deutschlands bleibt das Wetter unruhig. An der Nordsee frischt der Wind aus westlichen Richtungen deutlich auf. Im Tagesverlauf betrifft dies auch die Ostsee und das küstennahe Binnenland.
Dort werden Böen zwischen 55 und 70 Kilometer pro Stunde erwartet. Am Abend und in der ersten Hälfte der Nacht zum Freitag lässt der Wind von Westen nach Osten wieder nach. An besonders exponierten Küstenabschnitten sind jedoch weiterhin Böen um 55 Kilometer pro Stunde möglich.
Bis zu 31 Grad am Donnerstag
Abseits der Gewitterregionen zeigt sich das Wetter wechselnd bewölkt. Im Südwesten scheint die Sonne auch für längere Zeit. Im Norden sind einzelne Schauer möglich, in den meisten anderen Regionen bleibt es trocken.
Die Höchstwerte liegen in der Nordwesthälfte zwischen 21 und 27 Grad. Im Süden und Südosten werden bis zu 31 Grad erreicht. Der Wind weht mäßig aus westlichen Richtungen und frischt zeitweise böig auf.
In der Nacht zum Freitag ziehen im Küstenumfeld einzelne schwache Schauer durch. Im Südosten klingen die Gewitter ab. In den übrigen Regionen bleibt es gering bewölkt oder klar und trocken. Die Temperaturen sinken auf 17 bis 12 Grad, in einigen Mittelgebirgstälern auf bis zu 7 Grad.
Wochenende bringt neue Hitze
Am Freitag bleibt es im Norden häufiger bewölkt, vereinzelt kann etwas Regen fallen. In den übrigen Regionen wird es meist heiter und trocken. Nur an den Alpen besteht noch ein geringes Schauer- und Gewitterrisiko. Die Höchstwerte erreichen im Norden 19 bis 23 Grad, sonst 24 bis 30 Grad.
Der Samstag verläuft überwiegend sonnig und trocken. Lediglich am Alpenrand sind einzelne Schauer möglich. Die Temperaturen steigen wieder an und erreichen 26 bis 33 Grad. Im Norden werden 23 bis 27 Grad erwartet.
Am Sonntag wird es verbreitet heiß. Die Höchstwerte liegen zwischen 30 und 36 Grad. An den Küsten bleibt es mit 24 bis 29 Grad etwas kühler. Im Westen und Südwesten ziehen Wolken auf, Regen wird zunächst aber nur vereinzelt erwartet.
In der Nacht zum Montag kann von Südwesten gebietsweise Regen aufkommen, der teilweise schauerartig verstärkt ausfällt.
