Sonnenfinsternis beobachten
: Karte zeigt, wo es am Mittwoch Wolken gibt

Wolken über Deutschland könnten an so manchem Ort den Blick in den Himmel verwehren. Die Wetterkarte zeigt, wo es bewölkt sein könnte.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Sonnenfinsternis

Ob man die Sonnenfinsternis zu sehen bekommt, hängt auch von der Bewölkung ab. (Archivbild)

Patrick Lantrip/AP/dpa

Am Mittwoch, 12. August 2026, lohnt sich in Deutschland ab circa 19.10 Uhr der Blick zum Himmel: Eine partielle Sonnenfinsternis ist in weiten Teilen des Landes zu beobachten. Der Mond schiebt sich vor die Sonne und bedeckt je nach Standort einen großen Teil der Sonnenscheibe. Im deutschen Sprachraum werden dabei bis zu 91 Prozent der Sonne verdeckt. Eine totale Sonnenfinsternis gibt es in Deutschland allerdings nicht.

Ob sich das Himmelsschauspiel tatsächlich beobachten lässt, hängt neben einem freien Blick zum Horizont vor allem vom Wetter ab. Besonders störend können Wolken sein, da die Sonne während der entscheidenden Phase bereits tief am Abendhimmel steht. Die Wetterkarte zeigt, wo es morgen Wolken geben soll:

Wann beginnt die Sonnenfinsternis in Deutschland?

Die Sonnenfinsternis beginnt nicht überall in Deutschland zur gleichen Zeit. Im Norden setzt die partielle Verfinsterung etwas früher ein als im Süden.

In Flensburg beginnt sie beispielsweise gegen 19.12 Uhr, in Hamburg gegen 19.14 Uhr und in Berlin gegen 19.16 Uhr. Das Maximum wird dort bereits zwischen etwa 20.06 und 20.08 Uhr erreicht.

Weiter südlich verschieben sich die Zeiten um einige Minuten nach hinten. In Nürnberg beginnt die Finsternis gegen 19.21 Uhr, in Stuttgart gegen 19.22 Uhr, in München gegen 19.23 Uhr und in Freiburg gegen 19.24 Uhr. Das Maximum liegt dort ungefähr zwischen 20.14 und 20.17 Uhr.

Damit gilt als grobe Orientierung für Deutschland: Ab etwa 19.10 Uhr beginnt der Mond, sich vor die Sonne zu schieben. Rund um 20 Uhr erreicht die Sonnenfinsternis ihre stärkste Phase.

Wie stark wird die Sonne am 12. August verdeckt?

Die Sonnenfinsternis fällt in Deutschland ungewöhnlich deutlich aus. Je nach Standort werden während des Maximums etwa 85 bis 90 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt.

Für Hamburg und Berlin werden beispielsweise rund 85 Prozent angegeben. In Mannheim und Stuttgart sind es etwa 89 Prozent, in Freiburg rund 90 Prozent. Noch etwas weiter südwestlich kann der Verfinsterungsgrad auf rund 91 Prozent steigen.

Die Sonne erscheint während des Maximums deshalb nur noch als schmale Sichel. Auch die Helligkeit kann merklich abnehmen.

Freier Blick nach Westen ist entscheidend

Wer die Sonnenfinsternis beobachten möchte, sollte sich einen Standort mit möglichst freier Sicht zum Westhorizont suchen. Die Sonne steht während der maximalen Verfinsterung bereits sehr niedrig.

Nach Angaben der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien schiebt sich der Mond am frühen Abend zunächst von rechts unten vor die Sonnenscheibe. Etwa eine halbe Stunde später soll die Abnahme des Sonnenlichts bereits deutlich wahrnehmbar sein. Zum Maximum kurz nach 20 Uhr steht die Sonne nur noch wenige Grad über dem West-Nordwesthorizont.

Das hat auch eine Besonderheit zur Folge: Die Sonne geht in Deutschland unter, bevor die partielle Sonnenfinsternis astronomisch vollständig beendet ist. Beobachter können also verfolgen, wie die teilweise verfinsterte Sonne immer tiefer Richtung Horizont sinkt und schließlich untergeht.

Sonnenfinsternis niemals ohne Schutzbrille beobachten

Auch wenn am Mittwoch ein sehr großer Teil der Sonne verdeckt wird, darf man niemals mit bloßem Auge direkt in die Sonne schauen. Auch handelsübliche Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz.

Für die direkte Beobachtung sind geeignete, zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen erforderlich. Wer ein Fernglas oder Teleskop verwenden möchte, benötigt einen dafür vorgesehenen Sonnenfilter, der vor dem optischen Gerät angebracht wird.

Besonders interessant dürfte die Zeit zwischen etwa 19.30 und 20.20 Uhr werden. Dann nimmt die Verfinsterung zunehmend zu und erreicht schließlich ihren Höhepunkt. Ob der Blick auf die Sonnensichel gelingt, entscheidet am Ende allerdings auch der Himmel über dem jeweiligen Standort.