Polizeieinsatz in Brandenburg: Offenbar Anschlag auf Kraftwerk verübt

Kraftwerk Jänschwalde: Hier in der Nähe sind Sprengvorrichtungen entdeckt worden (Archivbild).
Frank Hammerschmidt/dpa- Am Umspannwerk in Turnow-Preilack wurden Sprengvorrichtungen entdeckt.
- Die Anlage liegt unweit des Kraftwerks Jänschwalde – laut dpa wurden Funde bestätigt.
- Die Polizei meldete mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung.
- Entschärfer sind vor Ort, die Lage gilt als nicht gefährlich.
- Zuvor berichtete die Märkische Allgemeine über den Sprengstofffund.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind offenbar Sprengvorrichtungen gefunden worden. Das berichtet unter anderem die dpa.
Die Polizei teilte mit, es sei heute gegen acht Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. „Spuren werden gesichert“, sagte die Sprecherin. „Entschärfer sind vor Ort.“ Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Es handelt sich um den Fund sogenannter unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Weitere Details gab es zunächst nicht.
Wurde Kraftwerk mit Raketen angegriffen?
Zuvor hatte die „Märkische Allgemeine“ über den Einsatz berichtet. Es seien mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden worden, heißt es in dem Bericht. Diese wurden entschärft, schrieb die Zeitung unter Berufung aus Sicherheits- und Unternehmenskreisen. Ihr liege ein Foto vor, das es eine solche Vorrichtung zeigen soll, die möglicherweise selbst gebaut wurde.
Das Umspannwerk sei außerdem mehr als einmal getroffen worden. Das mutmaßliche Ziel sei offenbar ein großflächiger Stromausfall am Block E des Kohlekraftwerks gewesen.
In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet.
Netzbetreiber äußert sich zur Stromversorgung
Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz spricht von von einer „kurzzeitigen Leitungsunterbrechung“. „Mittlerweile sind alle Leitungen wieder in Betrieb“, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die allgemeine Stromversorgung sei derzeit nicht beeinträchtigt. „Wir bitten die Bevölkerung im gesamten Netzgebiet um besondere Aufmerksamkeit“, hieß es vom Unternehmen. „Melden Sie verdächtige Personen und Vorkommnisse der Polizei.“
Das Unternehmen 50Hertz sprach von „mehreren Leitungen im Übertragungsnetz“, die betroffen seien. Es handelt sich laut Polizei um den Fund sogenannter unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Weitere Details gab es zunächst nicht.