Mexiko
: Fischer nach fünf Tagen in Kühlbox auf dem offenen Meer gerettet

240 Kilometer vom Festland entfernt, ohne Trinkwasser und Nahrung: In einer Kühlbox kämpfen zwei Fischer auf dem Pazifik ums Überleben. Wie sie gerettet wurden und was sie über ihre Zeit berichten.
Von
dpa
Puerto Chiapas
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Die Männer wurden im Pazifik rund 240 Kilometer vor der mexikanischen Küste aufgefunden.

Handout / Berlin/Semar/dpa
  • Zwei Fischer trieben fünf Tage in einer Kühlbox im Pazifik und wurden gerettet.
  • Fundort: rund 240 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Chiapas.
  • Eine Welle überspülte ihr Boot, sie hatten weder Trinkwasser noch Essen noch Funkgerät.
  • Marineschiffe und -flugzeuge suchten sie – Sichtung in einer blauen Kühlbox.
  • Per Hubschrauber nach Puerto Chiapas gebracht, Angehörige empfingen sie unter Tränen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Mexiko sind zwei schiffbrüchige Fischer gerettet worden, die fünf Tage lang in einer Kühlbox auf dem Meer getrieben hatten. Wie die Marine mitteilte, wurden die Männer bei einem Such- und Rettungseinsatz im Pazifik rund 240 Kilometer vor der Küste des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas aufgefunden.

Eine Fischereigenossenschaft hatte die Behörden alarmiert, nachdem sie keinen Kontakt mehr zu den 53 und 35 Jahre alten Fischern herstellen konnte. Die beiden waren auf dem Fischerboot namens „Camaronera“ (Garnelenboot) in See gestochen – dann verlor sich ihre Spur.

Ohne Trinkwasser und Funkgerät

„Eine Welle schlug ins Boot hinein“, erzählte José Luis Portelas, der jüngste Fischer, in einem Video nach der Rettung. Alles sei mitten in der Nacht um 3.00 Uhr (Ortszeit) in weniger als fünf Minuten geschehen. Sie hätten nach dem Schiffbruch keine Zeit gehabt, etwas mitzunehmen – weder Trinkwasser noch Essen oder das Funkgerät. „Das Einzige, was wir machen konnten, war, die Kühlbox zu leeren und hereinzuklettern“, sagte er.

Ohne Essen und Trinkwasser überlebten die Fischer fünf Tage auf hoher See.

--/Semar/dpa

„Ich dachte, ich würde meine Familie nicht wiedersehen“, sagte Daniel Guerrero, der andere Fischer. Es sei schwer gewesen. Sie hätten weder Mittel gehabt, um Fische zu fangen, noch Wasser. „Es regnete nicht. Die Sonne hat uns fast umgebracht.“

Bei der Suchaktion waren Marineschiffe und -flugzeuge im Einsatz. Die Fischer wurden in Sicherheit gebracht und medizinisch untersucht, nachdem sie in der blauen Kühlbox gesichtet worden waren. Mit einem Hubschrauber seien sie zum Hafen Puerto Chiapas geflogen worden, teilte die Marine mit. Dort wurden sie von ihren Angehörigen unter Tränen empfangen, wie Videos zeigen.