Katastrophe am Morgen
: Fünf Tote bei Wohnhauseinsturz in Istanbul

In der türkischen Metropole sackt plötzlich ein Wohnhaus in sich zusammen. Am Ende gibt es fünf Tote. Sind illegal darauf gebaute Stockwerke der Grund für die Katastrophe?
Von
dpa
Istanbul
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Im Bezirk Maltepe ist ein Wohnhaus mit sieben Stockwerken eingestürzt. 14 Menschen können aus den Trümmern gerettet werden - fünf sterben.

Abdullah Tepeli/Dia Photo/AP/dpa
  • In Istanbul stürzte in Maltepe ein siebenstöckiges Wohnhaus teilweise ein.
  • Fünf Menschen starben, 14 Personen wurden aus den Trümmern gerettet.
  • Vier Opfer starben vor Ort – eine weitere Person im Krankenhaus.
  • Eine Ursache ist offen, doch es gab wohl mehr Stockwerke als erlaubt.
  • Illegale Aufstockungen sind verbreitet, Bauamnestien legalisieren teils nachträglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Fünf Menschen sind bei einem teilweisen Einsturz eines siebenstöckigen Wohnhauses in Istanbul ums Leben gekommen. Vier Personen seien am Donnerstag vor Ort gestorben und eine fünfte im Krankenhaus, erklärte der türkische Innenminister Mustafa Çiftçi auf der Plattform X nach Abschluss des Such- und Rettungseinsatzes am Freitag. Insgesamt wurden 14 Menschen aus den Trümmern des im Bezirk Maltepe eingestürzten Gebäudes geborgen.

Das Gebäude auf der asiatischen Seite der türkischen Metropole war am frühen Donnerstagmorgen teilweise eingestürzt. Eine offizielle Erklärung für den Einsturz gibt es bislang nicht.

Gebäude hatte wohl mehr Stockwerke als erlaubt

Nach Angaben des Istanbuler Gouverneurs Davut Gül stürzten ein Ladengeschäft im Erdgeschoss und vier Wohnungen in den beiden darüberliegenden Stockwerken ein. Auf Bildern war zu sehen, dass dadurch das Gebäude im unteren Bereich abgesackt war. Die oberen Stockwerke blieben weitgehend intakt.

Maltepes Bezirksbürgermeisterin Esin Köymen sagte dem oppositionsnahen Sender Halk TV, das Gebäude habe mehr Stockwerke gehabt als offiziell erlaubt. Der Bau zusätzlicher Stockwerke ohne Genehmigung ist ein verbreitetes Problem in Istanbul – und dort besonders gefährlich, weil die Metropole am Bosporus in einem Erdbebengebiet liegt. Kritiker weisen immer wieder darauf hin, dass von der Regierung erlassene Bauamnestien illegal errichtete Gebäude gegen Strafzahlung nachträglich legalisieren.