Drohserie geht weiter: Erneut Bombendrohungen – Flugverbindungen von und nach Italien betroffen

Von den aktuellen Bombendrohungen war auch eine Aer-Lingus-Maschine betroffen (Archivfoto).
Iimago/Rupert Oberhäuser- Dritter Tag in Folge: innereuropäische Flüge erneut Ziel von Bombendrohungen.
- Am Donnerstag waren mindestens drei Maschinen betroffen, alle landeten sicher.
- Aer Lingus Dublin–Rom landete in Evreux, Finnair Helsinki–Rom nach Fiumicino eskortiert.
- Wizz Air Mailand–Warschau wurde nach Wien umgeleitet – Entschärfungsteams im Einsatz.
- Bereits am Montag und Dienstag mehrere Drohungen, keine Sprengsätze gefunden, Täter unbekannt.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Mindestens drei innereuropäische Flüge von oder nach Italien sind am Donnerstag (5. November) Ziel neuer Bombendrohungen geworden.
Drei Flüge umgeleitet
- Eine Aer-Lingus-Maschine, die von Dublin nach Rom unterwegs war, landete außerplanmäßig auf dem französischen Luftwaffenstützpunkt Evreux, wie die französische Regierung mitteilte. Die knapp 160 Menschen an Bord seien in Sicherheit, Entschärfungsteams seien im Einsatz, teilte das Amt des Premierministers in Paris mit.
- Eine Finnair-Maschine von Helsinki nach Rom wurde von italienischen Militärflugzeugen zum römischen Militärflughafen Fiumicino begleitet, wie ein Sprecher der römischen Flughäfen bestätigte.
- Ein Wizz-Air-Flug von Mailand nach Warschau wurde nach Angaben der ungarischen Fluggesellschaft nach Wien umgeleitet.
Serie falscher Bombendrohungen
Bereits am Dienstag (3. November) waren etwa zehn Flugzeuge auf innereuropäischen Verbindungen von Bombendrohungen betroffen gewesen, die sich später als falsch herausstellten. Betroffen waren unter anderem vier Maschinen des irischen Billigfliegers Ryanair. Alle Flugzeuge konnten sicher landen, es wurden keine Sprengsätze gefunden.
Ein Flugzeug auf dem Weg von Dublin nach Rom wurde von der italienischen Luftwaffe eskortiert. Zwei Drohungen richteten sich gegen Flugzeuge der dänischen Fluggesellschaft SAS und der polnischen LOT, die Warschau zum Ziel hatten. Ein Warschauer Flughafen wurde kurzzeitig gesperrt. Die britische Polizei meldete Drohungen gegen vier Flugzeuge, die in London-Heathrow starten oder landen sollten, sowie gegen ein Flugzeug aus Manchester.
Am Montag (2. November) waren wegen Bombendrohungen bereits Maschinen von Wizz Air und Austrian Airlines umgeleitet worden. In keinem Fall wurden bislang Sprengstoffe gefunden. Es gab bisher auch keine Hinweise darauf, wer hinter den Bombendrohungen steckt.
Wer steckt hinter den Drohungen?
Es gibt bislang keine konkreten Hinweise darauf, wer hinter den jüngsten steckt. Offizielle Regierungs- oder Ermittlungsbehörden haben bisher keine bestimmte Seite, Organisation oder einen Staat offiziell für die aktuelle Drohwelle verantwortlich gemacht. Sicherheitsbehörden und europäische Regierungsvertreter ordnen die Vorfälle jedoch wie folgt ein:
- Verdacht auf hybride Kriegsführung: Die anonymen Drohungen, die meist per E-Mail oder Telefon eingehen, fallen in eine Zeit, in der europäische Staaten vermehrt hybride Angriffe und Sabotageakte verzeichnen. In diesem Zusammenhang werden von Regierungsvertretern häufig Russland und der Iran als Akteure solcher Destabilisierungsversuche genannt. Beide Staaten bestreiten diese Vorwürfe vehement.
- Keine realen Sprengsätze: Bislang haben sich alle Drohungen der vergangenen Tage als falscher Alarm herausgestellt. Es wurde an Bord der betroffenen Maschinen kein Sprengstoff gefunden.
- „Abstrakte“ Gefährdung: Ermittler stufen die Relevanz der einzelnen Drohschreiben als niedrig ein und sprechen von „abstrakten Gefährdungen“, die jedoch aus Sicherheitsgründen die Aktivierung von Notfallprotokollen und die Eskorte durch Kampfjets erforderlich machten. Die Ermittlungen der internationalen Sicherheitsbehörden zur Rückverfolgung der digitalen Spuren der E-Mails dauern an.
Mit AFP-Agenturmaterial

