Am Wochenende über Deutschland: Hier könnte der nächste Starlink-Satellit abstürzen

Es werden noch einige Satelliten abstürzen - aber wo? (Montage)
Tim Meyer/EHL Media/dpa//Grafik starlink.comAnfang der Woche stürzte einer der tausenden Starlink-Satelliten des amerikanischen Raumfahrunternehmens SpaceX wie geplant vom Himmel und sorgte mit einem "Feuerball" für großes Aufsehen. Nun kündigen diverse Portale bereits die nächsten Wiedereintritte von Starlinks an - auch über Deutschland.
Der Starlink-1243 soll am Wochenende laut der Webseite "satellitemap.space" im Bereich zwischen Berlin und Dresden verglühen.
Doch weiß man beim Weltraumkommando der Bundeswehr schon davon? Wie ein Sprecher des Bundesministeriums der Verteidigung auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, liege "aktuell keine Erkenntnis diesbezüglich vor". Das wiederum könnte an den großen Unsicherheiten liegen, welche die Portale auch ausweisen.
Prognosen weichen voneinander ab
Laut satellitemap.space könnte der ausgediente Internet-Satellit am Sonntag um 2.28 Uhr über Berlin verglühen. Dabei ist die Prognose noch unsicher und der Satellit könnte auch in einem Zeitraum zwölf Stunden davor und danach abstürzen.
Die kalifornische "The Aerospace Corporation", eine Non-Profit-Organisation aus den USA, sieht das anders. Ihrer Einschätzung nach soll Starlink-1243 am Montag um 0.37 Uhr abstürzen. Hier liegt die Unsicherheit bei rund 13 Stunden davor und danach.

Das Verglühen des Starlink-2382 vom Dienstag war weithin zu sehen.
Foto: dpa/Tim MeyerEs bleibt also abzuwarten, ob und wann der Satelliten-Absturz zu sehen sein wird. Auch das Wetter, das am Dienstag über dem Schwarzwald perfekte Voraussetzungen bot, wird eine Rolle spielen.
Auf alte Satelliten folgen viele neue
Derweil schießt SpaceX weiterhin neue Satelliten ins All. Bei den neuen sogenannten Direct-To-Cell-Satelliten (DTC) sind Astronomen in Sorge: Diese sollen mehrfach heller sein als die bisherigen Starlinks. Auch in der Sternwarte Brittheim hatte man sich schon 2020 besorgt geäußert wegen der "Störungen" am Himmel. "Das kann so nicht gehen", war sich der Vorsitzende der Sternwarte, Rolf Bitzer, sicher.
