Zwischen Maulburg und Schopfheim
: Feuerwehren arbeiten stärker zusammen

Schopfheim und Maulburg stellen die Weichen für eine gemeinsame Feuerwehr der Zukunft.
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(red/pm)
Maulburg
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Die Feuerwehr Maulburg – hier ein Archivfoto des Ferienspaß-Angebots – und die Feuerwehr Steinen kooperieren künftig stärker als bisher.

Ralph Lacher

Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zur interkommunalen Zusammenarbeit haben die Städte Schopfheim und Maulburg einen wichtigen Schritt für die zukünftige Sicherung des Brandschutzes in der Region gemacht. Bei dem Termin im Schopfheimer Ratshaussaal herrschte spürbarer Optimismus: Vertreter beider Kommunen sowie der Feuerwehren zeigten sich überzeugt, dass nur durch gemeinsames Handeln die Einsatzfähigkeit langfristig gewährleistet werden kann, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde Maulburg.

Zusammenarbeit statt Insellösungen

Die Beteiligten sehen in dem Vorhaben weit mehr als eine organisatorische Anpassung. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr dauerhaft zu sichern und damit auch die Sicherheit der Bürger in den kommenden Jahrzehnten zu gewährleisten. Gleichzeitig könnte das Projekt als Modell für andere Kommunen dienen.

Schopfheims Bürgermeister Dirk Harscher bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen Schritt in eine gemeinsame Zukunft. Die Herausforderungen im Feuerwehrwesen ließen sich heute nicht mehr allein durch kommunale Einzelwege lösen. Durch die Bündelung von Kräften und Ressourcen entstünden Möglichkeiten, die jede Kommune für sich allein nur schwer erreichen könne, heißt es in der Mitteilung.

Auch Maulburgs Bürgermeisterin Jessica Lang hob die zunehmende Bedeutung interkommunaler Kooperationen hervor.

Feuerwehrbedarfspläne zeigen Handlungsbedarf

Angesichts wachsender Anforderungen gehe es vor allem darum, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr dauerhaft sicherzustellen. Das Projekt habe dabei Pilotcharakter und könne weit über die Region hinaus als Beispiel dienen.

Ausgangspunkt der Überlegungen sind die Feuerwehrbedarfspläne beider Kommunen. Sie machen deutlich, dass die bisherigen Strukturen langfristig an ihre Grenzen stoßen.

In Maulburg bereitet bereits heute die Tagesverfügbarkeit der ausschließlich ehrenamtlichen Einsatzkräfte Schwierigkeiten. Zudem entspricht die bestehende Infrastruktur nicht mehr in allen Bereichen den aktuellen Anforderungen.

In Schopfheim sind die sieben Feuerwehrabteilungen derzeit zwar insgesamt solide aufgestellt. Dennoch weisen Prognosen insbesondere aufgrund der Altersstruktur der Einsatzkräfte auf zukünftige Herausforderungen hin. Auch mehrere Feuerwehrhäuser erfüllen die heutigen Anforderungen nur noch eingeschränkt.

Schopfheims Feuerwehrkommandant Steffen Hofmann betonte, dass die aktuelle Situation zwar Anlass zum Stolz gebe, gleichzeitig aber deutlich mache, dass Weiterentwicklungen notwendig seien, um den hohen Standard auch künftig aufrechterhalten zu können.

Erhalt der Einsatzfähigkeit steht im Mittelpunkt

Die Verantwortlichen machten deutlich, dass wirtschaftliche Aspekte nicht im Vordergrund stehen. Entscheidend sei vielmehr, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr langfristig zu sichern. Der Schutz der Bevölkerung bleibe eine zentrale kommunale Pflichtaufgabe.

Maulburgs Feuerwehrkommandant Dietmar Fink verwies auf bestehende Lücken, die in den Bedarfsplänen sichtbar würden. Daraus ergebe sich ein klarer Handlungsauftrag. Veränderung sei unvermeidbar, zeigte er sich überzeugt.