Wie kommt es dazu?
: Winzergemeinde Auggen erbt ein unerwartetes Vermögen

Die kleine Winzergemeinde Auggen im Markgräflerland hat unerwartet ein Millionenerbe vermacht bekommen. Wie kommt es dazu und was macht sie mit dem Geld?
Von
dpa
Auggen
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Die Gemeinde Auggen hatte nicht damit gerechnet. (Archivbild)

Philipp von Ditfurth/dpa
  • Auggen erbt überraschend: Ein 83-Jähriger setzte die Gemeinde als Alleinerbin ein.
  • Vermögen umfasst rund 1,8 Mio. Euro und ein 900-Quadratmeter-Grundstück im Wert von 449.000 Euro.
  • Das Testament war handschriftlich, wurde geprüft und ist rechtsgültig; der Erbschein kam Mitte Juni.
  • Kurzfristig profitiert der Ergänzungsneubau der Grundschule, etwa bei Ausstattung und Spielplatz.
  • Geplant sind ein Fonds für 10 bis 15 Jahre und langfristig eine Bürgerstiftung für Auggen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein 83-Jähriger, der Anfang des Jahres starb, hatte die Gemeinde Auggen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) in seinem Testament als Alleinerbin hinterlegt, wie es von Bürgermeister Ulli Waldkirch hieß.

Das Barvermögen beläuft sich demnach auf rund 1,8 Millionen Euro, dazu kommt ein knapp 900 Quadratmeter großes Baugrundstück im Wert von 449.000 Euro. Zuvor hatte die „Badische Zeitung“ berichtet.

„Wir waren sehr überrascht, da wir keine Vorahnung hatten“, sagte Waldkirch. Das handschriftlich verfasste und privat hinterlegte Testament sei vom Nachlassgericht und von einem Notariat geprüft und für rechtsgültig befunden worden. Der Erbschein wurde demnach Mitte Juni ausgestellt.

Geld soll der gesamten Gemeinde zugutekommen

Das Geld soll Waldkirch zufolge der gesamten Gemeinde zugutekommen. Unmittelbar könne der Ergänzungsneubau der Grundschule davon profitieren, etwa bei Ausstattung und Spielplatzgestaltung. Für die nächsten 10 bis 15 Jahre sei ein kommunaler Fonds geplant, aus dem Projekte des Gemeindeentwicklungskonzepts finanziert werden sollen.

Langfristig schwebe Waldkirch eine Bürgerstiftung vor, die Auggen dauerhaft fördern soll – mit dem Ziel, bereits im ersten Jahr eine spürbare Ausschüttung zu ermöglichen.