Vom Markgräflerland in die ganze Welt: Alle zweieinhalb Minuten ein Funkkontakt

Abendstimmung auf dem Field-Day-Gelände am Stalten. Eine große Richtantenne sorgte für Verbindungen bis nach Japan und ins afrikanische Sambia.
DARC A47 Markgräflerland/Michael Bognowski- Funkamateure des DARC A47 Markgräflerland nahmen am Field Day auf dem Stalten teil.
- 24 Stunden Betrieb im Gelände – Strom aus Photovoltaik und einem Elektroauto statt Aggregat.
- 568 Funkkontakte, davon 88 Multiplikatoren, vorläufig 178.522 Punkte im Logbuch.
- Gespräche etwa alle zweieinhalb Minuten, Verbindungen bis Japan, China und Sambia.
- Betrieb in Zweierschichten mit dem Rufzeichen „Delta Foxtrott Zero Mike November“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn am Donnerstag beim bundesweiten Warntag die Sirenen heulen, geht es darum, die Infrastruktur zu testen, mit der die Bevölkerung bei drohenden Katastrophen gewarnt wird, und zugleich die Menschen für Gefahren zu sensibilisieren.
Doch wie kann im Krisenfall die Kommunikation über größere Entfernungen funktionieren, wenn Mobil-, Festnetztelefon und Internet bei einem Stromausfall nicht funktionieren? Ein Thema, das Funkamateure unter dem Stichwort „Notfunk“ schon seit jeher beschäftigt, sogar bereits in einer Zeit, als es noch gar kein Internet gab.
E-Auto liefert den Strom für den Funkbetrieb
Die Internationale Amateur Radio Union (IARU) Region 1 (Europa und Afrika) veranstaltet immer am ersten September-Wochenende ihren Field Day. Dahinter verbirgt sich ein Funkwettbewerb, bei dem innerhalb von 24 Stunden mit möglichst vielen Gegenstationen gesprochen wird. Field Day bedeutet dabei auch, dass man die Funkstation im Gelände aufbauen und ohne festen Stromanschluss auskommen muss. Das Ganze hat so auch den Charakter eines „Pfadfinderlagers“ und auch das Gesellige kommt dabei nicht zu kurz. Der Strom für die Funkanlage kommt dabei aus einem Photovoltaik-Modul. Auch hat ein Elektroauto mit seiner Batterie das laute Notstromaggregat abgelöst.
Funkbetrieb rund um die Uhr
Der Ortsverein A47 Markgräflerland des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) hat am Wochenende auf dem Stalten beim Müllheimer Ortsteil Feldberg seinen Funkanhänger aufgestellt und seine Kurzwellen-Antennen aufgebaut. Ein Dutzend Funkamateure haben von Samstag 15 Uhr bis Sonntag 15 Uhr jeweils in Zweierschichten das Funkgerät im Anhänger besetzt und das Rufzeichen „Delta Foxtrott Zero Mike November“ in die Luft gebracht.

Das Funkgerät war 24 Stunden lang mit zwei Funkamateuren in Schichten besetzt. Etwa alle zweieinhalb Minuten wurde ein Gespräch geführt.
Alexander AnlickerInsgesamt wurden 568 Gespräche (QSOs) geführt, darunter waren 88 sogenannte Multiplikatoren, denn jedes neue Land auf einem Frequenzband bringt zusätzliche Punkte. Insgesamt stand so am Ende ein vorläufiges Ergebnis von 178.522 Punkten im elektronischen Logbuch. Das bedeutet, etwa alle zweieinhalb Minuten wurde ein neuer Kontakt im Logbuch eingetragen.
Die Funkverbindungen reichten weit über Europa hinaus, unter anderem bis nach Japan und China sowie ins afrikanische Sambia.
