Tag des Baums in Weil am Rhein
: Wenn der Wald sich wandeln muss

Wie unumkehrbar die Veränderungen im Wald durch Trockenheit und Hitze sind, darüber sprechen Experten beim Tag des Baums im Haus der Volksbildung in Weil am Rhein.
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red/pm
Weil am Rhein
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Staatsforsten: Sonnenstrahlen beleuchten den Wald auf dem «Nußhardt». Gut ein Drittel von Bayern ist von Wald bedeckt. Für das Klimawald-Programm der Staatsregierung haben die Bayerischen Staatsforsten in den vergangenen Monaten 1,5 Millionen neue Bäume gepflanzt. (zu dpa: «Klimawandel: Staatsforsten stocken Risikovorsorge auf»)

Was der Dürresommer 2026 für unsere Wälder bedeutet hat, auch darüber tauschen sich Experten beim Tag des Baums aus.

Nicolas Armer/dpa
  • „Tag des Baumes 2026“ findet am Samstag, 14. November, im Haus der Volksbildung statt.
  • Vormittags drei Vorträge zu Wald, Klima und Stadtgrün – nachmittags Exkursion ins Stadtgrün.
  • Jürgen Bauhus spricht über Stabilitätsmythos der Wälder und den Umgang mit Unsicherheiten.
  • Michael Kauffmann behandelt Folgen des Dürresommers 2026 und die Waldbewirtschaftung.
  • Stephan Fischer und Markus Hügel vergleichen Perspektiven auf Bäume in Weil am Rhein.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Der Baum steht im Mittelpunkt, wenn am Samstag, 14. November, der „Tag des Baumes 2026“ im Haus der Volksbildung über die Bühne geht. Veranstalter sind unter anderem die Stadt Weil am Rhein und die Gemeinde Binzen. Für das Programm zeichnen Frank Krumm (Stapflehus Binzen) und Markus Hügel verantwortlich.

Auf deren Initiative hat sich der Tag des Baumes in Binzen bereits zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders entwickelt. So referieren Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland über Themen, die direkt oder indirekt mit Bäumen zu tun haben, wie die Stadtverwaltung in ihrer Mitteilung schreibt.

Seit dem vergangenen Jahr ist auch die Stadt Weil am Rhein mit von der Partie und nun erstmals Gastgeberin der Veranstaltung. Auch in diesem Jahr steht der Vormittag ganz im Zeichen dreier Vorträge rund um Wald, Klima und Stadtgrün, ehe es nach der Mittagspause dann hinaus in die Natur geht.

Nach der Begrüßung durch Weils Oberbürgermeisterin Diana Stöcker und Binzens Bürgermeister Andreas Schneucker eröffnet Jürgen Bauhus den fachlichen Teil mit seinem Vortrag „Abschied vom Mythos der Stabilität der Wälder – Umgang mit Unsicherheiten im globalen Wandel“.

Herausforderungen für die Waldbewirtschaftung

Bauhus ist Professor für Waldbau und Sprecher des Instituts für Forstwissenschaften an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er geht folgenden Fragen nach: Welche Veränderungen sind aktuell in den Wäldern zu beobachten? Wie wirkt sich diese Entwicklung auf Schutzgebiete aus? Und wie unumkehrbar ist diese? Am Beispiel der so genannten Assisted Migration zeigt er zudem auf, welche ethischen Fragen mit möglichen Anpassungsoptionen verbunden sind. Im Anschluss gibt er einen kurzen Einblick in die Forschungsansätze des Projekts „Future Forests“.

„Zwischen Hitze, Dürre und Hoffnung – Was der Dürresommer 2026 für unsere Wälder bedeutet“, so lautet der Titel des Vortrags von Michael Kauffmann. Der Waldexperte und Dezernent für den ländlichen Raum im Landratsamt Lörrach fragt sich: Wo steht unser Wald? Wie wird er bewirtschaftet? Welchen Einfluss hat der Dürresommer auf unseren Wald und welche Herausforderungen entstehen dadurch in der Waldbewirtschaftung?

Der dritte Vortrag des Vormittags trägt den Titel „Bäume in Weil am Rhein – Die Perspektiven im Vergleich der öffentlichen Hand zum Unternehmer“. Stephan Fischer von der Stadt- und Grünplanungsabteilung im Weiler Rathaus sowie Markus Hügel, Inhaber und Geschäftsführer eines Gartenbauunternehmens, Landschaftsgärtnermeister und Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung, geben gemeinsam einen Überblick über die Bäume in Weil am Rhein.

Sie gehen den Fragen nach, wie die Stadt dem Wandel bei ihren Bäumen begegnet, welche Schwierigkeiten und Lösungen der Klimawandel mit sich bringt, und geben Einblicke in Strategie, Umsetzung und mögliche künftige Entwicklungen. Dabei thematisieren sie auch, wie Unternehmen die öffentliche Hand unterstützen und welche Impulse sie setzen können.

Wie Stadtgrün dem Klimawandel begegnet

Nach der Mittagspause verlagert sich das Programm nach draußen: Um 14 Uhr geht es für die Teilnehmer direkt weiter zum „Pocket Park“ und zur Grünanlage in der August-Bauer-Straße beziehungsweise der Hohen Straße.

Dort werden vor Ort konkrete Maßnahmen im urbanen Umfeld besichtigt, die zeigen, wie Stadtgrün den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann. Dazu zählen etwa Maßnahmen zur besseren Wasserversorgung und Beschattung von Bäumen, die Auswahl klimaresilienter Baumarten sowie Konzepte zur Entsiegelung und Aufwertung innerstädtischer Flächen.

Die Teilnehmer  erhalten so einen anschaulichen Einblick, wie theoretische Ansätze aus den Vorträgen in der Praxis vor Ort umgesetzt werden. Die Veranstaltung endet gegen 16 Uhr.

Anmeldung bei der Grundstücksabteilung Weil am Rhein, Rathausplatz 1, Weil am Rhein, per E-Mail: unter grundstuecksabteilung@weil-am-rhein.de, Tel. 07621/704-230