Sport in Efringen-Kirchen: Ehrenamt bereichert Vereine und die Gemeinde

Michael Frey, der Vorsitzende des FC Huttingen, hob die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit hervor (Archivfoto).
Siegfried Feuchter- FC Huttingen blickt auf ein bewegtes Jahr – die erste Mannschaft stieg in die A-Klasse auf.
- Vorsitzender Michael Frey kritisiert mangelnde Unterstützung für Ehrenamt in Efringen-Kirchen.
- Jugendarbeit wächst: rund 90 Kinder, jedoch fehlen dringend Jugendtrainer.
- Verein stärkt Gemeinschaft: Sportheim belebt, Spielplatz gefragt, Engagement im Altersheim.
- Zweite wurde Vierter, Alte Herren trainieren regelmäßig – Platzwart Simon erhält besonderes Lob.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein bewegtes Jahr liegt hinter dem FC Huttingen. Die Jugendarbeit erfordert viel Aufmerksamkeit und Arbeit, sportlich hat die erste Mannschaft den Aufstieg realisiert. Hinter all dem steckt ehrenamtliche Arbeit, ein Thema welches Frey erst zum Schluss ansprach.
Ein Thema beschäftige ihn als Vorstandsmitglied und als Bürger der Gemeinde Efringen-Kirchen in letzter Zeit sehr, erklärte Frey. „Mit Sorge beobachte ich die aktuelle Entwicklung in unserer Gemeinde. Ich habe den Eindruck, dass das Ehrenamt, das wir alle mit viel Engagement und aus Überzeugung ausüben, derzeit nicht die Unterstützung und Wertschätzung erhält, die es verdient“, sagte der Vorsitzende. Dabei sollte uns allen bewusst sein, welche wichtige Arbeit in den Vereinen geleistet werde. „Tag für Tag investieren zahlreiche Ehrenamtliche ihre Zeit und Energie, um insbesondere unseren Kindern und Jugendlichen Gemeinschaft, Zusammenhalt und Werte zu vermitteln“, fuhr Frey fort. Dabei würden sie Angebote schaffen, die das Leben in der Gemeinde bereichern und dazu beitragen, dass sich junge Menschen hier wohlfühlen und gerne Teil der Gemeinschaft seien. „Diese Arbeit ist keine Selbstverständlichkeit. Wenn das Ehrenamt nicht ausreichend unterstützt und gestärkt wird, besteht die Gefahr, dass dieses Engagement langfristig verloren geht – mit spürbaren Folgen für das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde“, hielt Frey fest.
Frey berichtet von viel Arbeit
Zuvor hatte Frey in seinem Bericht einen Einblick in den Jahresablauf des Vereins gegeben. „Wir haben mit Mergim einen Pächter gefunden, der seine Arbeit hervorragend macht. Es macht Spaß, ins Sportheim zu kommen“, so der Vorsitzende. Das Sportheim locke durch sein gutes Essen und die Freundlichkeit wieder zahlreiche Besucher nach Huttingen. Dies sei über lange Zeit leider nicht mehr so gewesen, heißt es in der Vereinsmitteilung. „Unser Spielplatz, den wir gebaut und für Geburtstage auch vermieten, findet immer mehr Nachfrage. Bei den Kindern wurde er mittlerweile zu einem großen Anziehungspunkt“, hielt Frey fest.
Beim Förderverein wurde eine neuer Vorstand gewählt, welcher in die Fußstapfen seiner Vorgänger getreten sei. Der „Hutti e.V.“ habe sich mittlerweile in der Region mehr als etabliert und das Projekt Bolzplatz sorge mit dafür, dass wir immer wieder neue Kinder die Jugendmannschaften verstärke. Das Thema Kinder- und Jugendschutz werde immer wichtiger. „Ich glaube, man kann mit Stolz sagen, dass wir hier deutschlandweit ganz vorne bei der Arbeit als Verein mit dabei sind“, erklärte Frey.
Güggeli fürs Altersheim
Auch im Altersheim in Efringen sei der Verein tätig und unterstütze die Einrichtung, wo es nötig sei, zum Beispiel bei ihrem Sommerfest und sonstigen Veranstaltungen. Beim Grümpelturnier des vergangenen Jahres seien die Bewohner mit leckeren Guggeli verwöhnt worden. „Wir würden uns freuen, wenn wir in dem Verein so viele Mitglieder wie möglich bekommen, damit wir dieses Projekt weiter vorantreiben können“, sagte Frey.
„Für mich gibt es nichts Schöneres, als den Zulauf bei unseren Kleinsten zu sehen. Woche für Woche kommen neue Kinder zu uns in den Verein und beginnen mit der schönsten Nebensache der Welt“, berichtete der Vorsitzende. Dies würden die Kinder mit Sicherheit nicht ohne Grund machen. „Was unsere Trainerinnen und Trainer in der Jugendarbeit leisten, ist grandios, und genau aus diesem Grund haben wir diesen Zulauf. Hierfür ein riesengroßes Dankeschön.“
Lob von anderen Vereinen für geleistete Arbeit
„Es ist eine super Bestätigung, wenn man auf andere Fußballplätze läuft und dort angesprochen wird, was für großartige Arbeit in Huttingen geleistet wird“, sagte Frey. Mittlerweile habe der Verein etwa 90 Kinder von den Bambinis bis zur E-Jugend. „Jedoch komme ich nun wieder zu einem Punkt, den ich während meiner kompletten Amtszeit predige. Wir brauchen dringend Jugendtrainer“, hob Frey hervor. Speziell in den unteren Jugenden sei es super, wenn dies aktive Spieler wären. Die Kinder seien stolz, wenn sie von Spielern trainiert werden.
„Wir müssen uns einfach alle in einem Punkt im Klaren sein: In ein paar Jahren gibt es noch zwei Arten von Fußballvereinen, die existieren.“ Zum einen gebe es diese Vereine, welche eine starke Jugendarbeit hätten und diese Spieler dann zu den Aktiven wechseln. Zum anderen Vereine, welche den Spielern Geld bezahlen würden und diese somit keine Vereinsbindung hätten. „Ich habe dies vor 2 Jahren schon einmal gesagt: Solange ich Vorstand beim FCH bin, gibt es den Weg zwei mit Sicherheit nicht. Ich möchte einen Verein, wie wir ihn aktuell haben, mit einem super intakten Vereinsleben“, so Frey.
Aufstieg in die A-Klasse
„Es ist vollbracht“, bedeutete Fey. Alex Schöpflin habe es mit seinen Jungs geschafft und den Aufstieg in die A-Klasse geschafft. „Da gehören wir als FCH auch hin.“ Er sei jedoch stolz, dass er in dieser schweren Zeit mit Uwe Berger, Achim Seubert und Florian Läufer, drei Jungs auf seiner Seite hatte, die diesen schweren Weg konsequent mit ihm gegangen seien. Mit Jonas Gephart, Julian Weiss, Max Seubert und Mika Schelb gehe der Weg mit dem Integrieren von jungen Spielern auch kontinuierlich weiter.
Zweite spielte sehr gute Saison
Die zweite Mannschaft spielte auch eine sehr gute Saison und beendete diese auf dem 4. Platz. Die Alten Herren hätten freitags ihren kontinuierlichen Trainingsbetrieb, was für ein intaktes Vereinsleben von sehr großer Bedeutung sei. „Dass wir das schönste Hobby der Welt auf einer der gepflegtesten Anlagen der Region ausführen dürfen, liegt vor allem an einem Mann, der grandiose Arbeit leistet. Das ist unser Platzwart Simon“, sagte Frey.
„Ich hoffe, wir können den Flow, den wir gerade haben, in der kommenden Zeit mitnehmen. Mir haben die letzten Jahre klar aufgezeigt, dass ein Verein wie der FC Huttingen auf seinen Nachwuchs schauen muss. Dies ist unsere Lebensversicherung beim FCH“, sagte Frey. Dann bedankte er sich noch bei allen Vorstandskolleginnen und Vorstandskollegen. „Aktuell macht es wirklich riesig Spaß, da alle an einem Strang ziehen und vorausgehen“, erklärte der Vorsitzende.
