Soundinstallation in Müllheim: Markgräfler Museum wird zum „Klingenden Schnoogeloch“

In Müllheim wird die bebilderte Soundinstallation mit dem Titel „Klingendes Schnoogeloch – Gehörtes und Unerhörtes entlang des Rheins von Basel nach Strasbourg“ von Rolf Killius erstmals gezeigt.
Alexander Anlicker- Müllheim zeigt „Klingendes Schnoogeloch“ von Rolf Killius im Blankenhorn-Palais.
- Premiere mit bebilderter Soundinstallation – Rhein und Naturtöne stehen im Zentrum.
- Uraufführung: Jean-Christoph Meyer liest aus „Zweiufergebet“, Duo „MundArt“ spielt.
- Eröffnung am Sonntag, 20. September, 11.15 Uhr, Laufzeit bis 30. Dezember, Eintritt frei.
- Begleitend: Lesung am Sonntag, 29. November, 11.30 Uhr, 5 Euro, Voranmeldung im Museum.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Blankenhorn-Palais im Herzen Müllheims wird am Sonntag, 20. September, zum Ort einer doppelten Uraufführung: Erstmals öffentlich gezeigt und zu Gehör gebracht wird der Film „Klingendes Schnoogeloch – Gehörtes und Unerhörtes entlang des Rheins von Basel nach Strasbourg“ des in London lebenden Künstlers Rolf Killius.
Dabei handelt es sich um einen audiovisuellen Leckerbissen für alle Freunde des Alemannischen und der Region am südlichen Oberrhein, heißt es in einer Ankündigung des Museums.
Die bebilderte Soundinstallation basiert auf einer mehrtägigen Wanderung, die Killius von Basel nach Strasbourg unternommen hat.
Eine Hauptrolle darin übernimmt der Rhein samt Nebenflüssen: Ihr Sound ist wie ein Erzähler, der mit den Stimmen der Menschen ein neues „Klingendes Schnoogeloch“ kreiert.

Eindrücke aus der alten Heimat verarbeitet Rolf Killius in seiner Installation, hier die Rheinbrücke in Kehl.
Rolf KilliusAnlässlich der Filmvorstellung gibt es noch eine zweite Uraufführung: Der Schriftsteller Jean-Christoph Meyer aus Huningue wird erstmals Texte aus seinem neu entstandenen Zyklus „Zweiufergebet“ vortragen.
Meyer ist selbst Protagonist im „Klingenden Schnoogeloch“ – und das gilt auch für das Duo „MundArt“ mit Ulrike Derndinger und Heinz Siebold aus Lahr, das die Veranstaltung mit „Alemannisch vo do un dert“ musikalisch begleiten wird.
Rolf Killius ist als Filmemacher und Ausstellungskurator unter anderem für das renommierte ethnografische Horniman Museum in Forest Hill, England, auf der ganzen Welt unterwegs.
Für „Klingendes Schnoogeloch“ begab er sich in seine Heimatregion und hat unterwegs Kleinunternehmer, Kulturschaffende und Naturfreunde, Winzer und Wanderer über ihr Leben in der Region am Rhein befragt, darunter auch Menschen aus Müllheim, heißt es.
17 Mal überquerte er die Grenzen zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland. Immer wieder horchte er unterwegs auch auf die Naturtöne, um dieses aktuelle Soundporträt zu schaffen, schreiben die Veranstalter. Wie der Untertitel schon sagt, gehört neben Gehörtem auch „Unerhörtes“ dazu – und natürlich auch das berühmte elsässische Volkslied vom „Hans im Schnoogeloch“.
Das Markgräfler Museum beteiligt sich mit dem „Klingenden Schnoogeloch“ am trinationalen Netzwerkprojekt „zuhause unterwegs – ici et ailleurs“, das rund 30 Museen zwischen Hochrhein und Neckarmündung in diesem und im nächsten Jahr vereint. Das Menschheitsthema „zuhause unterwegs“ wird dabei in Müllheim spielerisch behandelt und auf das Heute bezogen.
Killius porträtiert unterwegs in seiner alten Heimat Menschen in ihrem „Daheim“. Und er lädt mit seinem Werk zum Innehalten und genauen Zuhören ein, gerne auch mit geschlossenen Augen und mehrfach hintereinander.
Bei der Vernissage werden Rolf Killius und Museumsleiter Andreas Weiß im gemeinsamen Gespräch die verschiedenen Facetten des „Klingenden Schnoogeloch“ vertiefen. Der Eintritt dazu ist frei.
Das „Klingende Schnoogeloch“ wird am Sonntag, 20. September, 11.15 Uhr, eröffnet und ist bis 30. Dezember zu sehen und anzuhören.

Der Rhein steht als verbindendes Element im Mittelpunkt des Projekts.
Rolf KilliusBegleitend dazu wird Andreas Weiß in einer Lesung am Sonntag, 29. November, 11.30 Uhr, eine weitere, erstaunlich scharf blickende Reisereportage dieser Region vorstellen: das 1926 erschienene, zu Unrecht vergessene „Tagebuch eines rein sachlichen Vagabunden“ aus der Feder des Freiburger Schriftstellers und Politikers Anton Fendrich (1868-1949). Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kostet 5 Euro, es wird um Voranmeldung beim Museum, Wilhelmstraße 7, Tel. 07631/801520, in Müllheim gebeten.
Das Museum: Markgräfler Museum Müllheim, Wilhelmstr. 7, 79379 Müllheim im Markgräflerland
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr
Eintritt: Erwachsene 4 EUR; Mitglieder Markgräfler Museumsverein, Inhaber Museums-Pass-Musée, Kinder und Jugendliche, Azubis, Studenten, Schwerbehinderte: frei
