Sonntagsumzug in Maulburg
: Erstmals Jubiläumsumzug bei Tageslicht

Närrisches Jubiläum in Maulburg: Die Teufelsknechte Maulburg haben zu ihrem 33. Sonntagsumzug eingeladen.
Von
Anita Indri-Werner
Maulburg
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Die Guggemusik Halli Galli aus Maulburg führte den närrischen Lindwurm an.

Anita Indri-Werner

Den 33. Fasnachtsumzug, der aus Anlass des närrischen Umzugsjubiläums erstmals an einem Tag durchgeführt wurde, führte die Guggemusik Halli Galli aus Maulburg an. Narrenzünfte aus Lörrach, Wehr, dem Wiesental, dem Rebland  und vom Hochrhein nahmen mit etwa 100 Cliquen, 18 Guggenmusiken, drei Musikvereinen und einem Fanfarenzug am närrischen Lindenwurm teil.

Organisiert wurde der Umzug von den Maulburger Teufelsknechten, die bisher in jedem Jahr einen Nachtumzug durchgeführt haben. Tausende Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, säumten den Umzugsweg.

Hexen mit schönen Holzlarven, Flachshaaren und Kopftuch oder Schäpe trieben ihr Unwesen. Mal nutzten sie den Besen, um die Zuschauer zu erschrecken, dann wieder bauten sie eine respektable Pyramide oder tanzten zur Musik. Dazwischen immer wieder geisterhafte Gestalten im Fellhäs, mit Hörnern und einem Mund, in dem scharfe Zähne zu sehen waren. Dass die Waggis nicht fehlten, ist klar.

Kiloweise wurden bunte Konfetti geworfen. Besonders die jungen Mädchen konnten sich kaum wehren. Da wurde schon einmal die eine oder andere in ein Konfettifass gesteckt und tüchtig mit Konfetti eingerieben. Für Stimmung sorgten die Guggenmusiken, darunter die älteste Guggemusik Deutschlands, die Guggemusik 53 aus Lörrach, die es zünftig krachen ließen.

18 Guggemusiken sorgten für Stimmung.

Foto: Anita Indri-Werner

Gardemädchen, die Riege der Zunftmeister, manche Narrenzunft hatte neben den Cliquen auch ihre Zunftmeister  mitgebracht, ergaben ein buntes Bild. Der närrische Nachwuchs wurde in Kinderwägen, einmal sogar in einem Laufstall,  auf dem Umzugsweg mitgeschoben. Besonders den kleinen Narren machte es viel Freude, Bonbons oder andere Süßigkeiten zu verteilen.

Überhaupt, die Umzugsteilnehmer zeigten sich äußerst großzügig beim Verteilen von Süßem, Popkorn oder Schokolade. Bunt und fantasievoll waren die Kostüme und die Häs anzuschauen. Manche Häs fielen ganz besonders auf, wie beispielsweise die Zapfenmännle von der Todtnauer Narrenzunft, deren Häs über und über mit Tannenzapfen bedeckt war. Geischter, Dämonen, Gruselgestalten  folgten auf Wölfe, Füchse oder Schafe. Diese Häs bestanden oft aus Fell oder Leder, was die Träger noch gewaltiger erscheinen ließ.

Eine bunte Narrenschar erfreute die Besucher beim Umzug in Maulburg.

Foto: Anita Indri-Werner

Den Umzugsteilnehmern machte der Zug durch Maulburg sichtlich Spaß und den Zuschauern erst recht. Und, jede Clique hat ihre Geschichte, von der das jeweilige Häs und die Larve abgeleitet wurde, was die einzelnen Cliquen noch interessanter macht.