Festival in Schopfheim: Keine Hitzesorgen beim Sommersound

Dichtes Gedränge soll es laut Veranstalter beim diesjährigen Sommersound in Schopfheim nicht geben.
Verena WehrleDass die Besucher des Sommersound-Festivals eigene Getränkeflaschen mitbringen und diese an einem Trinkwasserbrunnen gratis auffüllen können, war die Forderung von Freie Wähler-Gemeinderätin Hildegard Pfeiffer-Zäh (wir berichteten). Schließlich sei es in diesem Jahr besonders heiß, und man sollte verhindern, dass Besucher kollabieren.
Flaschen füllen erlaubt
Festivalleiter Christoph Römmler, Geschäftsführer von Karoevents, wurde über diesen dieser Antrag durch die Stadt informiert , sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung und verweist auf längst bestehenden Regelungen: „Schon immer gab es bei uns die Möglichkeit, dass die Besucher ihre leeren Flaschen mitbringen und im WC-Bereich auffüllen können“, erklärt er. Die Flaschen aus PET dürfen maximal 0,5 Liter fassen.
Auf Vorwürfe, dass die Getränkepreise beim Sommersound zu hoch seien, reagiert Römmler ebenfalls: „Beim Wasserpreis sind wir mit 3,50 Euro mit Abstand das günstigste Festival.“
Auch weil für diese Woche keine größere Hitze mehr vorhergesagt sei, könne er ganz entspannt auf das Festival schauen. Noch dazu sei der Sommersound in Schopfheim kein klassisches großes Festival, das schon mittags geöffnet habe. „Bei uns geht’s erst um 18.30 Uhr los, und da liegt ein Großteil des Marktplatzes schon im Schatten“, sagt Römmler. Auch dies sei ein Grund, warum er kein Hitzekonzept erstellen müsse.

„Revolverheld“ treten am Donnerstagabend beim Sommersound in Schopfheim auf. Es gibt noch Karten an der Abendkasse.
Foto: zVg/Simon StöcklKeine K.O.s durch Hitze
Während Pfeiffer-Zäh von reihenweisen jungen Frauen gesprochen hatte, die in früheren Jahren kollabiert seien, zeichnet Römmler ein anderes Bild. Besucher mit Kreislaufproblemen gebe es immer mal wieder. Dass Besucher wegen der Hitze zusammengeklappt seien, sei aber noch nicht vorgekommen, sagt der Festivalchef: „Die Vorkommnisse beim Sommersound sind verschwindend gering.“
Ein weiterer Aspekt, der dieses Jahr beruhigend wirken könnte: Die Konzerte seien nicht übermäßig voll, drängende Enge und Platzprobleme seien nicht zu befürchten, versichert Römmler. „Alles ist ganz entspannt.“
Dennoch sei man auf das Thema Hitze vorbereitet: Im Bühnenbereich halten die Leute vom Sicherheitsdienst – wie immer – für Notfälle Wasserflaschen parat. Und auch das DRK ist vorbereitet, gibt Wasser und Cola aus und versorgt Gäste, die mit dem Kreislauf zu kämpfen haben.
Kein Abend ausverkauft
Keines der vier Konzerte sei ausverkauft, erklärt Römmler. „Doch wir sind auf jeden Fall zufrieden mit dem Vorverkauf.“ An jedem Abend gibt es für Kurzentschlossene noch Tickets an der Abendkasse. „Wir freuen uns auf fünf Tage Sommersound in Schopfheim und auch das Wetter spielt mit“, sagt der Festivalchef abschließend.
