Riedlinger Theater
: Die letzte Saison bei „Theater im Hof“ beginnt

Vom Konzert bis zur Lesung – bei der Abschiedssaison von „Theater im Hof“ in Riedlingen bieten die Veranstalter ein besonders umfangreiches Programm.
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(red/sas)
Kandern-Riedlingen
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Die letzte Saison von „Theater im Hof“ in Riedlingen steht kurz bevor.

Die letzte Saison von „Theater im Hof“ in Riedlingen unter der Kastanie steht kurz bevor.

Dieter Bitterli
  • Abschiedssaison von „Theater im Hof“ in Riedlingen: umfangreiches Programm im Hof.
  • „Penthesilea“ als Rezitation mit Mathias Noack am 31. Juli und 3. August, Beginn 20.30 Uhr.
  • Jürg Kienberger zeigt „Und weiter geht's! Kienbergers Rückshow“ am 1. und 12. August, 20.30 Uhr.
  • Kinderstück „Der Clownsbaum“ am 2. August um 15 Uhr – Hoföffnung um 14.30 Uhr.
  • Weitere Termine: Perperúna 5. August, Onomeya 6. und 9. August, Lesungen 7. und 8. August.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vor 20 Jahren war Mathias Noack zum ersten Mal im „Theater im Hof“ und brachte Kleists Trauerspiel „Penthesilea“ als Tat-Traum eines Menschen zur Aufführung, heißt es in der Ankündigung der Theaterleiter Dorothea Koelbing Bitterli und Dieter Bitterli. Wenn Noack nun wieder mit „Penthesilea“ kommt, steht die Sprache im Mittelpunkt. Die Rezitation bietet ihm die Möglichkeit, diesen bewegenden dramatischen Text durch die genaue und glühende Sprache eindringlich erlebbar zu machen, heißt es. Er ist am Freitag, 31. Juli, und Montag, 3. August, zu Gast. Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr.

Auch Jürg Kienberger ist ein Bekannter im „Theater im Hof“. Mit sieben verschiedenen Programmen trat er bereits auf. Bis auf „Der Spaziergang“ sind alle Musiktheaterabende in enger Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau Claudia Carigiet entstanden. Sie zeichnet jeweils für die Texte und die Inszenierung verantwortlich, heißt es. Am Samstag, 1. August, und Mittwoch, 12. August, heißt es jeweils ab 20.30 Uhr „Und weiter geht's! Kienbergers Rückshow“ über das künstlerische Schaffen der Eheleute.

„Der Clownsbaum – Eine Geschichte rund um Wald und Natur“ heißt ein Theaterstück für Kinder im Alter von vier bis neun Jahren mit „ihren Erwachsenen“ und für alle anderen Menschen. Das Gastspiel des Kinder- und Jugendtheaters „Eukitea“ steht am Sonntag, 2. August, 15 Uhr, an. Hoföffnung ist um 14.30 Uhr. Das Stück lädt dazu ein, sich behutsam und lebendig mit der Umwelt zu beschäftigen, heißt es von Veranstalterseite.

Das „Perperúna-Ensemble“ bietet am Mittwoch, 5. August, 20.30 Uhr, „songs and tales – Lieder und Geschichten“. Es handelt sich um eine Sammlung neu interpretierter Volkslieder und ihrer verborgenen Geschichten, heißt es. Die Frauen lassen sich von aussterbenden mündlichen Überlieferungen inspirieren, um einen ganz eigenen zeitgenössischen polyphonen Klang zu entwickeln. Sie entführen in eine Welt klanglicher Vielfalt aus dem Balkon und der mediterranen Diaspora.

Zwischen Stille und Klang

Der Cellist Onomeya (Alfredo Ferre) tritt unter dem Titel „Nirgun.a“ am Donnerstag, 6. August, 20.30 Uhr, und Sonntag, 9. August, 11 Uhr, auf. „Nirgun.a“ meint im Sanskrit „formlos“ oder „ohne Zuschreibung“, die Weite der Unendlichkeit, aus der alles hervorkommt und in die alles zurückkehrt. Onomeya nimmt die Stille als diesen Ort für die Musik an, den Raum zwischen Stille und Klang, bevor dieser entsteht, heißt es.

Das Schauspieler-Ehepaar Jens Harzer und Marina Galic beschäftigt sich in einer Lesung am Freitag, 7. August, 20.30 Uhr, mit „Herzzeit“, einem Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Ihr Briefwechsel ist ein bewegendes Zeugnis, das Gespräch einer Liebe nach Auschwitz mit allen symptomatischen Störungen und Krisen. Es geht um das Ringen zweier Menschen, die sich liebten und gegenseitig verletzten, die einander brauchten und doch miteinander nicht leben konnten, heißt es.

Auf vielfachen Wunsch, wie es von Veranstalterseite heißt, ist Jens Harzer am Samstag, 8. August, 20.30 Uhr, noch einmal zu Gast: mit der Lesung „Hyperion oder der Eremit in Griechenland“. Der Dichter Friedrich Hölderlin veröffentlichte seinen lyrischen Roman „Hyperion“ in zwei Bänden (1797 und 1799).

Blick ins Tagebuch

Im vergangenen Jahr begeisterte Viviane Chassot mit ihrem Solo-Konzert „Folk Flow“ das Publikum, vor zwei Jahren trat sie mit Jürg Kienberger im Musiktheaterstück „AtemNoten“ auf. Nun kehrt sie mit dem Solo-Konzert „Akkordeon, das Chamäleon“ zurück. Es findet am Montag, 10. August, 20.30 Uhr, statt. Sie geht mit ihrem Instrument immer wieder neugierig suchend ungewohnte Wege, erreicht Unerwartetes, heißt es.

Am Dienstag, 11. August, 20.30 Uhr, gibt es eine Lesung plus Gespräch mit der Autorin Roswitha Quadflieg aus „Ich will lieber schweigen“ von Will und Roswitha Quadflieg. Es handelt sich um das Tagebuch eines Schauspielers aus den Jahren 1945/46 und die Fragen seiner Tochter.

Arien Cohen-Adad (Violine und Gesang) tritt am Freitag, 14. August, 20.30 Uhr, im „Theater im Hof“ auf. Der Titel des Konzerts lautet „Les Cordes de l'Atlas – Die Saiten des Atlas“. Zu Gast ist Jefferson Louvat (Mandoline). Auf ihren Reisen durch Marokko und das Atlas-Gebirge sammelt Cohen-Adad Laute, Lieder, Rhythmen und Landschaften, heißt es.

Ausstellung zu sehen

Bereits am Mittwochabend, 29. Juli, 19 Uhr, wird die Ausstellung „...sind es Rosen“ mit Keramikfliesen von Eva von Ruckteschell eröffnet. Die Künstlerin ist anwesend. Für die musikalische Umrahmung sorgt Anna Gehlhaar. Die Ausstellung ist jeweils eine Stunde vor und nach den Vorstellungen bei „Theater im Hof“ geöffnet.

Karten im Vorverkauf gibt es nur telefonisch unter 07626/972081 und in der Buchhandlung „BuchEule“ in Kandern. Die Vorstellungen finden bei jedem Wetter statt. Die Getränke-Bar ist eine Stunde vor und nach jeder Vorstellung geöffnet.

Der Parkplatz am Lettenweg wird den Besuchern des Theaters von der Firma Munz zur Verfügung gestellt. Auch der Parkplatz hinter dem Festschopf steht zur Verfügung. Gäste sollen der Beschilderung folgen.

Weitere Informationen sind online unter www.theaterimhof.de erhältlich.