Ranger-Olympiade in Weil am Rhein: Kinder messen sich im Wissen zur Natur

Das Gruppenfoto ist auch nach einem heissen und anstrengenden Tag noch ein Muss. Die Anstrengung ist den Junior Rangern kaum anzusehen.
Jocelyne Bernet- Rund 200 Junior Ranger maßen am Samstag im Landschaftspark Wiese Wissen und Geschick.
- Erstmals war die Olympiade binational – Teams aus Baden-Württemberg nahmen teil.
- Sieger wurde eine Gruppe aus dem Biosphärengebiet Schwarzwald, 18 Teams waren unterwegs.
- Aufgaben reichten von Tierspuren bis Trinkwasserfiltern, wegen Hitze Verlegung in den Schatten.
- Ausreichend Wasser und ein DRK-Team waren vor Ort, die Motivation der Kinder war hoch.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rund 200 Junior Ranger aus Deutschland und der Schweiz haben am Samstag bei schönstem Wetter an der Junior Ranger Olympiade ihr Wissen und ihre Geschicklichkeit auf die Probe gestellt. Zum ersten Mal – und ganz im Gedanken des grenzüberschreitenden Landschaftsparks Wiese – wurde der Anlass binational ausgetragen. Knapp gewonnen haben die Junior Ranger aus dem Biosphärengebiet Schwarzwald.
Einmal jährlich treffen sich die Schweizer Gruppen zur schweizweiten Junior Ranger Olympiade, um in Gruppen verschiedene Herausforderungen zu bestehen und Aufgaben in der Natur zu lösen. Bei der diesjährigen zehnten Durchführung des Anlasses waren 18 Gruppen im Landschaftspark Wiese unterwegs.
Erstmals Teilnehmer aus Baden-Württemberg am Start
Die Teilnehmer haben den Spuren von Tieren nachgespürt, Trinkwasserfilter gebaut, knifflige Aufgaben im Wald gelöst und den Landschaftspark mit Land-Art-Installationen geschmückt. Einzigartig bei der diesjährigen Durchführung war die Teilnahme von Junior Ranger Teams aus Baden-Württemberg.

Die natürliche Grundwasserreinigung in den Langen Erlen: An diesem Posten konnten die Teilnehmer erfahren, wie sie funktioniert und gleich selbst ein Modell nachbauen.
Silvan AemiseggerIn der Vorbereitung und Durchführung des Anlasses war das gesamte Rangerteam des Landschaftsparks gefordert. „Aufgrund der hohen Temperaturen mussten wir kurzfristig die Orte einzelner Posten in den Wald oder Schatten verlagern“, sagte Martha Koelbing, Rangerin im Landschaftspark Wiese.

Unverzichtbar: Wasserreserven und das Deutsche Rote Kreuz.
Silvan AemiseggerBei stolzen 33 Grad musste auch für ausreichend Trinkwasser und Abkühlung gesorgt sein. „Anders wäre der Anlass nicht durchführbar gewesen“, erklärte Koelbing. Zudem sei ein Team des Ortsvereins Weil am Rhein-Haltingen des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort einsatzbereit gewesen.

Johann Thieme, Leiter des Junior Ranger Programms des Landschaftspark Wiese.
Silvan AemiseggerJohann Thieme, Ranger im Landschaftspark Wiese und verantwortlich für das Junior Ranger Programm, ist sehr zufrieden mit dem Tag. „Aufgefallen ist besonders die große Motivation der Junior Ranger Teams“, hielt Theime fest. Zudem sei es gelungen, die ortsspezifischen Themen wie die Trinkwasserproduktion oder die Gottesanbeterin in den Postenlauf zu integrieren. „Damit konnten wir den teilnehmenden Teams einen Einblick in unseren Arbeitsalltag im Landschaftspark geben“, erklärte Thieme.
Naturbezogenes Umweltbildungsangebot für Kinder
Mit dem „Junior Ranger Programm“ bieten Rangerdienste in Deutschland und der Schweiz ein naturbezogenes Umweltbildungsangebot für Kinder zwischen sieben und 15 Jahren. Dadurch werden Kinder und Jugendliche für die Natur begeistert und für ihre Erhaltung und ihren Wert sensibilisiert.

Das siegreiche Team der Junior Ranger aus dem Biosphärengebiet Schwarzwald mit dem Wanderpreis. Foto: Rangerdienst Landschaftspark Wiese.
Silvan AemiseggerJunior Ranger treffen sich zehn bis zwölf Mal im Jahr in festen Kleingruppen an schulfreien Nachmittagen, um die Natur in den Schutzgebieten in Begleitung eines ausgebildeten Rangers zu erkunden. Dabei lernen sie Zusammenhänge in der Natur kennen und erleben spannende Abenteuer. Sie werden damit zu Botschaftern für Landschaften, Lebensräume und Schutzgebiete in ihrer Region.