Rainbow House of Hope in Schopfheim: Schopfheimer tun Gutes in Uganda

Das Nachbarschaftszentrum ist zum lebendingen Mittelpunkt der Gemeinde geworden.
zVg/Rainbow House of HopeEngagierte Bürger sind am 29. März 2006 auf Initiative von Susanne Fink und Ottmar Nübling in Schopfheim zusammen gekommen, um den Verein Rainbow House of Hope zu gründen. Ihr Ziel: die „Förderung der Entwicklungszusammenarbeit“ – konkret die ideelle und materielle Unterstützung des Rainbow House of Hope Uganda.
Entwicklungszusammenarbeit wird gefördert
Diese Institution leistet bereits seit 1998 sozialpädagogische Arbeit mit benachteiligten Kindern, Jugendlichen und deren Eltern. Der Ansatz: Armut durch Eigeninitiative überwinden, Selbstbewusstsein stärken, Talente fördern, Bildung und Ausbildung ermöglichen.
20 Jahre späte sind sowohl das Rainbow House in Uganda als auch der deutsche Verein in bester Verfassung. Inzwischen zählt der Verein 75 Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet, mit einem Schwerpunkt im Raum Schopfheim.
Der ugandische Gründer Micheal Mwase und Mitglieder des Rainbow House sind durch Veranstaltungen und Besuche in der Region gut bekannt. Die Schopfheimer Gründerin Susanne Fink leitete den Verein bis 2025. Im Laufe der Jahre entstand ein breites Netzwerk lokaler Unterstützung: Die Kinder der Nachbarschaftsgrundschule Steinen-Wittenau laufen zugunsten des Vereins, der Rotary Club und die Waldorfschule Schopfheim haben kooperiert. Ceciel Strouken sowie Christoph Bogon mit „Querblechein“ organisierten Benefizkonzerte. Die Schopfheimer Bevölkerung folgte Spendenaufrufen und sammelte Musikinstrumente, Nähmaschinen und Stoffballen, die dank der Logistikunterstützung von Stefan Hauser nach Uganda transportiert werden konnten.
Lebendiger Mittelpunkt der Gemeinde

Junge Frauen erlernen das Schneider- oder Schreinerhandwerk
Foto: zVg/Rainbowhouse of HopeDie Früchte dieser jahrelangen Zusammenarbeit sind in Uganda deutlich sichtbar. Seit 2017 betreibt Rainbow House auf dem Gelände Maya außerhalb Kampalas ein Nachbarschaftszentrum, das zum lebendigen Mittelpunkt der Gemeinschaft geworden ist. An manchen Tagen nehmen dort bis zu 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an Aktivitäten teil: Die Brass Band tritt öffentlich auf, Tanz- und Theaterprojekte begeistern Jung und Alt. Workshops zu Gesundheit, Erziehung und Umwelt sowie Lehrerfortbildungen stärken die lokalen Kapazitäten.
Lernfarm vermittelt Landwirtschaft
Auf der Lernfarm werden Landwirtschaft und Tierhaltung vermittelt, Baumpflanzaktionen setzen ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Junge Frauen erlernen das Schneider- oder Schreinerhandwerk; genäht werden auch wiederverwendbare Menstruationseinlagen – ein kleines, aber wirkungsvolles Projekt für mehr Würde und Gesundheit. Das Team geht dabei aktiv auf die Nachbarschaft zu und motiviert Menschen, ihre Lebenssituation und die ihrer Kinder zu verbessern. Viele Kinder, denen Schulbildung lange verwehrt war, besuchen heute die Schule. Inzwischen verfügt das Zentrum über eine eigene Wasserversorgung und immer mehr Solarpaneele – ein wichtiger Schritt in Richtung Autarkie und Kostenentlastung.

Auf der Lernfarm werden Landwirtschaft und Tierhaltung vermittelt
Foto: zVg/Rainbow House of HopeAll das wäre ohne den deutschen Verein nicht möglich, der den Großteil der laufenden Kosten trägt. Staatliche Unterstützung durch die ugandische Regierung gibt es nicht.
Gründer besuchen Schopfheimer Schulen
In diesem Sommer kommen Micheal Mwase und Christine Turihamwe wieder nach Deutschland und werden die erste Juliwoche in Schopfheim verbringen. Vereine oder Schulklassen die die beiden begrüßen möchten, können sich per E-Mail an mail@rainbowhouse.info wenden. Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.rainbowhouse.info zu finden.