Premiere
: Gemeindeteam Istein bietet „Weihnachtswunschbaum-Aktion“

Bürger aus Efringen-Kirchen, die über 60 Jahre alt sind und nur über ein geringes Einkommen oder eine kleine Rente verfügen, sollen im Rahmen einer Aktion Weihnachtswünsche äußern können. Diese werden dann über Spender erfüllt.
Von
Jutta Schütz
Istein
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Wilfried Bussohn ist der Initiator der ersten Weihnachtsbaum-Wunschaktion in Efringen-Kirchen.

Wilfried Bussohn ist der Initiator der ersten Weihnachtsbaum-Wunschaktion in Efringen-Kirchen.

Jutta Schütz
  • In Istein startet eine Weihnachtswunschbaum-Aktion für einkommensschwache Bürger ab 60.
  • Wunschkarten liegen bis Dienstag, 10. November, an mehreren Orten in Efringen-Kirchen aus.
  • Wünsche bis 30 Euro, anonymisiert und mit Nummer versehen – auch Gutscheine mit Geschäftsname.
  • Baum steht vom 14. November bis 13. Dezember in St. Michael; Karten werden dort aufgehängt.
  • Geschenke bis 15. Dezember im Pfarrbüro Istein abgeben – Öffnungszeiten dienstags und donnerstags.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die entsprechenden Karten, auf denen die älteren Menschen ihre Wünsche eintragen können, liegen noch bis Dienstag, 10. November, in den Kirchen St. Michael in Istein und St. Nikolaus in Huttingen, dem Isteiner Rathaus, der Pfalzapotheke, der Mediathek, im Sozialamt und im Rathaus Efringen-Kirchen aus.

Der Geschenkewert darf bis zu 30 Euro betragen. Die ausgefüllten Wunschzettel können ebenfalls bis zum 10. November in den Briefkasten des Pfarrbüros Istein oder in den Briefkasten von Willfried Bussohn, Egringerstraße 24, in Efringen-Kirchen eingeworfen werden.

Namen und Adressen werden zuvor anonymisiert, so dass die Namen und Adressen der sich etwas Wünschenden nur dem Gemeindeteam bekannt sind. Stattdessen bekommt der jeweilige Geschenkwunsch eine Nummer zugeteilt. Wünscht man sich anstelle eines Sachgeschenks einen Gutschein, dann sollte auf dem Wunschzettel der Name des Geschäfts genannt werden.

Die Kinder des Isteiner Kindergartens werden die Vorderseiten der Karten bunt bemalen und mit einer Nummer versehen. Auf der Rückseite der Karte ist der Wunsch des Bürgers notiert, der sich über ein Geschenk freuen würde.

Baum wird in der Isteiner Kirche aufgestellt

Am 14. November wird dann der Weihnachtswunschbaum in der Isteiner Kirche, rechts des Haupteingangsbereichs, aufgestellt. Der Baum wird dort bis zum 13. Dezember stehen bleiben. Die eingegangenen Wunschkarten werden am Baum aufgehängt.

Wer nun etwas verschenken will, nimmt eine Wunschkarte seiner Wahl mit, kauft das entsprechende Geschenk, verpackt es weihnachtlich und heftet die entsprechende Wunschkarte mit der Nummer dem Geschenk an, damit es zugeordnet werden kann.

Die Päckchen sollen bis zum 15. Dezember im Pfarrbüro Istein abgegeben werden – geöffnet ist jeweils dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr.

Wilfried Bussohn ist der Initiator der Aktion und hat schnell das gesamte Gemeindeteam überzeugen können, die Sache anzugehen. Auch bei Adelheid Arnold vom Sozialamt und beim Team der Pfalzgrafen-Apotheke bedankt er sich für die spontane Unterstützung.

Wunschkarten liegen seit September aus

Er weiß von anderen Kommunen, wie etwa Weil am Rhein, dass dort diese besondere Geschenkeaktion schon seit einigen Jahren mit großem Erfolg läuft. „Ich rechne damit, dass wir eine Anlaufzeit benötigen werden, bis diese Möglichkeit, sich ein Geschenk zu wünschen beziehungsweise dann das gewünschte Geschenk zu spenden, bekannt ist“, erklärt er.

Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Wunschkarten eigentlich schon seit September ausliegen, bisher aber noch keine ausgefüllte Karte zurückgegeben wurde. Dabei wurde darauf extra geachtet, dass die Namen und Adressen der bedürftigen Bürger, die sich etwas wünschen, anonym bleiben.

Nun hofft Bussohn, dass über Mundpropaganda und die Lokalpresse „noch etwas geht“. Im nächsten Jahr, so schätzt er, könnte die Aktion dann schon bekannter sein und man könnte sie auf bedürftige Alleinerziehende ausdehnen.

Der Initiator nennt Beispiele, was bei dieser Aktion in anderen Städten, auf den Wunschkarten stand. Dazu zählten kleinere Kleidungsstücke, „aber auch der Wunsch nach praktischen Dingen wie nach städtischen Müllsäcken, die sich die betreffende Person wegen der Kosten nicht leisten konnte“, zählt er auf.

In den Kommunen, die bereits seit längerer Zeit einen Weihnachtswunschbaum haben, wurden „alle Wünsche zu 100 Prozent erfüllt und es stehen zudem Sponsoren im Hintergrund, die bei Bedarf übrig gebliebene Wunschkarten und damit die Wünsche übernehmen“, versichert Bussohn.