Platz für 30 Kinder: Neue Ferienbetreuung in Kandern startet bereits im Herbst

Bislang gibt es in Kandern keine reguläre Ferienbetreuung für Grundschüler.
dpa/Armin Weigel- Kandern plant ab den kommenden Herbstferien Betreuung für bis zu 30 Grundschulkinder.
- Täglich acht Stunden mit Start um 7.30 Uhr – inklusive Mittagessen und Programm.
- Angebot für Kinder der Standorte Kandern und Tannenkirch, Gemeinderat entscheidet final.
- Stadt kalkuliert pro Woche rund 6700 Euro, Förderungen knapp 1900 Euro.
- Eltern zahlen 160 Euro pro Woche, Geschwisterrabatte bis ab dem vierten Kind 32 Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Weil durch den Rechtsanspruch lediglich 20 Tage pro Schuljahr als offizielle Schließtage vorgesehen sind, muss die Gemeinde an zehn von 14 Ferienwochen eine Ferienbetreuung anbieten. Bislang gibt es in Kandern während der Schulferien keine reguläre Grundschulbetreuung.
Bereits ab den kommenden Herbstferien soll in Kandern eine Betreuung inklusive Mittagessen für bis zu 30 Kinder angeboten werden. Anmelden können sich Kinder der Grundschulstandorte Kandern und Tannenkirch.
Gemeinderat ist sich einig
Anschließend soll das Angebot laut Beschlussvorlage „bedarfsgerecht“ weitergeführt werden. Welche Ferienwochen im jeweils folgenden Schuljahr abgedeckt werden, will die Verwaltung künftig jährlich zu Jahresbeginn bekannt geben. Die Beschlussvorlage wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.
Bereits vergangene Woche hatte der Verwaltungsausschuss die Rahmenbedingungen festgelegt. Viel Spielraum gab es dabei allerdings nicht, weil der Rechtsanspruch weitgehend vorgibt, wie umfangreich die Betreuung sein muss. Entschieden wurde lediglich über den Beginn der Betreuungszeit: Erfahrungsgemäß werde zwischen 7.30 und 8 Uhr ein großer Teil der Kinder gebracht, erläuterte Hauptamtsleiterin Jasmin Winz, es sei also sinnvoll, den Start in diesen Bereich zu legen. Letztlich stimmte der Ausschuss für einen Beginn um 7.30 Uhr.
Acht Stunden Betreuung am Tag
Für eine Woche Ferienbetreuung mit 30 Plätzen kalkuliert die Stadt mit Gesamtkosten von rund 6700 Euro. Darin enthalten sind rund 3590 Euro Personalkosten, knapp 774 Euro für Vorbereitung und Planung, 825 Euro für die Verpflegung sowie 1500 Euro für Programm und zusätzliches Material. Nach aktuellem Stand könne mit Förderungen von knapp 1900 Euro gerechnet werden, sodass die Stadt etwa 4800 Euro pro Ferienwoche selbst aufbringen müsse, die über die Elternbeiträge finanziert werden sollen.
Für eine fünftägige Ferienbetreuung sollen Eltern 160 Euro pro Kind bezahlen. Für Geschwister ist eine Staffelung vorgesehen: Für das zweite Kind werden 120 Euro fällig, für das dritte 80 Euro und ab dem vierten Kind 32 Euro. In der Gebühr enthalten sind neben dem Mittagessen auch durchschnittlich zehn Euro pro Kind und Tag für zusätzliches Material und das Ferienprogramm, beispielsweise einen Kinobesuch.
Die Schließtage der neuen Ferienbetreuung sollen sich vorrangig auf die Sommer- und Weihnachtsferien verteilen und werden laut Beschlussvorlage an die Schließtage der städtischen Kindergärten angeglichen. Ausschussmitglied Gabriele Weber (SPD) verwies in Hinblick auf Familien mit mehreren Kindern in unterschiedlichen Einrichtungen darauf, dass es für die Zukunft sinnvoll sei, sich in ganz Kandern auf einheitliche Schließzeiten zu verständigen, nicht nur in den städtischen Einrichtungen.
