Neues Programm in Müllheim: Alte Instrumente, Klavier, Streicher und Gesang in der Martinskirche zu hören

Auch ein Konzertort: die Müllheimer Martinskirche.
Alexander Anlicker- In der Martinskirche startet im Oktober eine neue Klassikreihe mit vier Konzerten.
- Auftakt 8. Oktober: „Das Kolorit“ spielt Renaissance und Frühbarock auf Originalinstrumenten.
- Am 25. November gastiert Claire Huangci mit Beethoven und amerikanischer Klaviermusik.
- Drittes Konzert 16. Januar: „Phlox“ und Wataru Hisasue mit Dvorak, Szymanowski und Chopin.
- Finale 9. April: Liederabend mit Schuberts „Die schöne Müllerin“, Tickets über Reservix.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Müllheimer Martinskirche öffnet ihre Tore und lädt die Besucher ein, die neue Konzertsaison mit vier klassischen Konzerten zu erleben, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Müllheim. Beginn der Konzerte ist jeweils um 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr.
Das erste Konzert der neuen Saison findet am Donnerstag, 8. Oktober, statt. Unter dem Titel „L’arte di passeggiare“ bietet „Das Kolorit“ eine lustvolle Promenade durch die Musik von Renaissance und Frühbarock, heißt es.
„Passeggio“, abgeleitet vom italienischen „passeggiare“ für spazieren, bummeln oder promenieren, wird hier zum Ausschmücken bekannter Melodien mit improvisierten Verzierungen. Diesen spielerischen Ansatz greift das junge Ensemble „Das Kolorit“ auf, das sich der südeuropäischen Musik des 16. und 17. Jahrhunderts mit Originalinstrumenten widmet.
„L’arte di passeggiare“ heißt ihr Programm, in dem neben den Ensemblemitgliedern Sophia Schambeck (Blockflöten), Mariona Mateu Carles (Violone), Rosalia Gomez (Cembalo) und Leon Jänicke (Theorbe und Barockgitarre) auch Jaume Guri Batlle als Gastgeiger auftritt. Mariona Mateu Carles wird im dritten Konzert dieser Reihe nochmal als Kontrabassistin zu hören sein im Ensemble „Phlox“.
Renaissance und Frühbarock
Es erklingen Werke von Dario Castello (1602), Maurizio Cazzati (1616), Girolamo Frescobaldi (1583), Orlando di Lasso (1532), Diego Ortiz (1510), Bartolomeo de Selma y Salaverde (1595) und Francesca Caccini (1587).

"Das Kolorit"
Yat-Ho TsangDas zweite Konzert gibt Claire Huangci am Mittwoch, 25. November. Vor zwei Jahren war die amerikanische Pianistin mit dem Schweizer Ensemble „Chaarts“ und einem Bach-Programm in außergewöhnlicher Besetzung zu Gast in Müllheim. Beim Wiedersehen in der Saison 2026/27 ist sie als Solistin zu hören mit einem Programm, das mit zwei Beethoven-Sonaten auf das Beethoven-Jahr 2027 hinweist und nach der Pause amerikanische Klaviermusik vorstellt.
Die Künstlerin, 1990 in Rochester im Staat New York geboren, heute in Frankfurt lebend, verfügt über ein stilistisch breit gefächertes Repertoire und Konzerterfahrung in vielen Ländern in Nord- und Südamerika, Europa und Japan, heißt es in der Ankündigung.
Nachdem im ersten Teil des Konzerts in Müllheim Beethovens Sonaten op. 31 „Der Sturm“ und op. 28 „Pastorale“ die Tonart D in Moll und Dur ausleuchten, wendet sich der Fokus im zweiten in Richtung Neue Welt. So stellt Claire Huangci Florence Price (1887 bis 1953) vor, die erste Afro-Amerikanerin, die in den USA als Komponistin klassischer Musik bekannt wurde.
„Rhapsody in Blue“ erklingt
Eine Reihe von Liedern George Gershwins hat der amerikanische Pianist und Komponist Earl Wild in Klaviertranskriptionen gefasst, von denen Huangci einige spielen wird, unter anderem „The Man I Love“ und „O Lady be Good“. Zum Abschluss des Konzertabends erklingt dann Gershwins bekannteste Komposition „Rhapsody in Blue“.

Claire Huangci
Mateusz Zahora/Studio ZahoraMit „Phlox“ und Wataru Hisasue gestalten ein Streichquintett und ein Pianist am Samstag, 16. Januar, das dritte Konzert dieser Saison. „Phlox“ ist ein um einen Kontrabass erweitertes Streichquartett mit Anne Katharina Schreiber und Lotta Suvanto (Violine), Yuko Hara (Viola) und Philine Lembeck (Violoncello). Den Kontrabass spielt Mariona Mateu Carles („Das Kolorit“).
Auch Wataru Hisasue, geboren 1994 in Kyoto, war bereits in Müllheim zu Gast. Im Alter von zwölf Jahren erspielte er sich beim achten Internationalen Chopin Klavierwettbewerb in Asien den ersten Preis und studierte später an Hochschulen in Freiburg, Paris und Berlin. Es folgten zahlreiche weitere renommierte Preise, heißt es.
Als Solostück wird er in Müllheim den Satz „Sheherazade“ aus dem dreiteiligen Album Masques op. 34 von Karol Szymanowski spielen. Das Ensemble „Phlox“ präsentiert sich mit Dvoraks Streichquintett op. 77 G-Dur. Zusammengeführt werden Streichquintett und Pianist nach der Pause bei Chopins zweitem Klavierkonzert in f-Moll op.21, in dem das Streicherensemble den Orchesterpart übernimmt.
Liederabend zum Abschluss
Mit einem Liederabend endet am Freitag, 9. April, die Konzertsaison 2026/27 in der Müllheimer Martinskirche. Auf dem Programm des vierten Konzerts steht mit dem Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert ein Höhepunkt der Romantik, heißt es. Zu Gast ist der Tenor Johannes Gaubitz, der am Klavier von Alexander Schmalcz begleitet wird.
Gaubitz begann mit acht Jahren begann seine Ausbildung beim Internatsknabenchor im mittelfränkischen Windsbach, sein Studium führte ihn an die Musikhochschulen Freiburg und Lübeck, das er mit Auszeichnung abschloss. Ein Masterstudium für Liedgestaltung folgte. Seine Engagements sind breit gefächert und umfassen Oper, Oratorium und Kunstlied. Schmalcz begann seine musikalische Laufbahn beim Dresdner Kreuzchor, studierte in Dresden, Utrecht und London. Derzeit ist er Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.
Schubert hat für sein 1823 komponiertes Werk 20 Gedichte eines 25-teiligen Zyklus von Wilhelm Müller vertont. Mit dem Lied „Das Wandern ist des Müllers Lust“ wird der Zyklus eröffnet.
Tickets für die Konzerte in der Martinskirche gibt es online unter www.reservix.de, bei allen bekannten (Reservix-)Vorverkaufsstellen und in der Tourist-Information Müllheim. Abo-Tickets für alle vier Konzerte sind buchbar unter Tel. 07631/801503 oder per E-Mail an veranstaltungen@ muellheim.de.
