Mit 102 km/h in die Schräglage
: Hertingen rüstet sich für die Speed Night

Die diesjährige Speed Night steht an und Hertingen erwartet wieder Tausende Motorsportfans. Auf dem Markgräfler Ring treten 36 Fahrer und Teams an – dazu gibt es Party Night, Mofatreffen und einen Festgottesdienst.
Von
Jan Boller
Bad Bellingen
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In Hertingen steigt am Wochenende die 52. Auflage der Speed Night.

In Hertingen steigt am Wochenende die 52. Auflage der Speed Night.

Jens Körner (Archivfoto)
  • In Hertingen steht die Speed Night an – der MSC Rebland rechnet mit über 3000 Fans.
  • Freitag startet die Party Night ab 19.30 Uhr, Eintritt frei und Musik vom „Duo Schwarz“.
  • Samstag Rennen auf der 510-Meter-Grasbahn mit Schräglage: 36 Fahrer in vier Klassen.
  • Training ab 15.30 Uhr, Fahrervorstellung 19.30 Uhr, Rennbeginn 20 Uhr, Ende gegen 23 Uhr.
  • Feuerwerk fällt wegen Trockenheit aus, eine Lasershow ist als Ersatz geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist eine Veranstaltung, die in Hertingen längst zur Institution geworden ist: das Wochenende der Speednight des MSC Rebland. Seit 59 Jahren richtet der MSC das Rennwochenende aus. Mittlerweile kommen mehr als 3000 Zuschauer an den Markgräfler Ring. Und die Tendenz? Weiter steigend, glaubt man beim MSC. Auch für die 2027er-Auflage erwartet der Verein noch einmal etwas mehr Besucher, wie Pressesprecherin Lilian Schütz unserer Zeitung erklärt. Ein Pluspunkt: Die Eintrittspreise sind stabil geblieben. Mittlerweile fast schon eine Besonderheit.

Über die Jahre haben sich in Hertingen einige Traditionen herausgebildet. So bleibt beim Zeitplan alles beim Alten. Den Auftakt macht wieder die Party Night am Freitag ab 19.30 Uhr: kostenlos und mit dem bewährten „Duo Schwarz“, das 35 Jahre Bühnenerfahrung mitbringt und sich quer durch fünf Jahrzehnte Partymusik spielt.

Ebenfalls erneut dabei: der junge Lokalmatador Maris, bekannt aus „The Voice Kids“. Der 16-jährige Hertinger hat in diesem Jahr seinen ersten eigenen Song aufgenommen.

Lasershow statt Feuerwerk

Der Hauptevent steigt allerdings am Samstag: Bei der Speed Night treten insgesamt 36 Fahrer und Teams gegeneinander an. Alleinstellungsmerkmal der 510 Meter langen Grasbahn ist ihre Schräglage, die den Markgräfler Ring zu einer ganz speziellen Rennstrecke macht. Dazu das Flutlicht – Atmosphäre pur.

Gefahren wird in vier Klassen: Enduro 250 und 450 ccm, Seitenwagen und – als Hauptklasse – die internationalen Solofahrer („I-Solo“). Pressesprecherin Lilian Schütz erklärt den Ablauf für den Samstag: „Freies Training ist ab 15.30 Uhr, die Fahrervorstellung ist um 19.30 Uhr – eine halbe Stunde später, um 20 Uhr, ist Rennbeginn“, sagt sie unserer Zeitung.

Schlechtes Wetter, das die Stimmung trüben könnte, ist am Wochenende nicht zu erwarten, eher wird es heiß. Gut also, dass das eigentliche Renngeschehen erst um 20 Uhr beginnt – wer aber schon früher eintrudelt, für den haben die Essens- und Getränkestände bereits ab etwa 14.30 Uhr geöffnet, teilt Schütz mit.

Familiäre Atmosphäre

Dass sich die Zuschauerränge bereits einige Zeit vor Rennbeginn füllen, ist in Hertingen üblich. Decken werden ausgebreitet, Campingstühle aufgestellt, Kinder tollen über das Gelände, Hunde sind auch dabei. Wer will, kommt mit dem Wohnmobil oder dem Zelt. Für 20 Euro pro Fahrzeug kann am Renngelände gecampt werden.

Zum Rennablauf: In der I-Solo-Klasse wird in zwölf Vorläufen in drei Gruppen um den Einzug ins Finale gefahren. International ist auch diesmal das Fahrerfeld: Die Starter kommen aus Deutschland, den Niederlanden, Finnland, Tschechien, England und Frankreich. Klar, dass auch Bahnrekordhalter Romano Hummel wieder dabei ist. Ebenfalls am Start: Der Brite Zach Wajtknecht, amtierender Weltmeister auf der Langbahn.

Das Rennende wird ab etwa 23 Uhr erwartet. Aufgrund der Trockenheit muss das beliebte Feuerwerk dieses Jahr ausfallen. Mit einer kurzfristig organisierten Lasershow gebe es aber adäquaten Ersatz, sagt Schütz.

Nach der rasanten Speed Night nimmt sich der Sonntag eher betulich aus: Erst Festgottesdienst, dann Gleichmäßigkeitsfahren der Mofas, bei dem die Anfänger des Sports im Blickpunkt stehen.