Lärmbeschwerde vor Festival
: Backfield Open Air in Schallbach startet mit Kompromiss

Das Backfield Open Air geht dieses Wochenende in seine sechste Auflage. Im Vorfeld gab es Ärger wegen einer Lärmbeschwerde aus Maugenhard, doch dieser scheint ausgeräumt.
Von
Jan Boller
Schallbach
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Das Veranstalter-Team baut in dieser Woche die Location auf – am Freitag startet das Festival.

Das Veranstalter-Team baut in dieser Woche die Location auf – am Freitag startet das Festival.

Jan Boller
  • Backfield Open Air findet am Ortsrand von Schallbach statt – sechste Auflage an diesem Wochenende.
  • Vorab gab es eine Lärmbeschwerde aus Maugenhard, ein Kompromiss steht: Bässe ab Mitternacht leiser.
  • Schluss ist zwei Stunden später. Eine Ortsbegehung soll Zweifel der Beschwerdeführer ausräumen.
  • Veranstalter sind 15 junge Ehrenamtliche; Ziel ist Kostendeckung, nicht Kommerz.
  • Erwartet werden 200 bis 300 Gäste pro Abend, Programm: 1990er/2000er, danach EDM und Clubmusik.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Backfield Open Air in Schallbach ist gewachsen – und mit ihm die Herausforderungen. Michael Fieger ist seit der ersten Ausgabe vor sechs Jahren dabei und erinnert sich, wie klein alles angefangen hat. Mittlerweile sei die Organisation schon deutlich aufwendiger geworden: mehr Ausgaben für DJs und die Technik, dazu die sanitären Anlagen und ein funktionierendes Müllkonzept.

Ein kommerziell ausgerichtetes Festival sei aber nicht ihr Anspruch, wichtig sei, die Kosten zu decken. Sollten ein paar Euro übrig bleiben, die weiterverwendet werden, nähmen sie das natürlich gerne mit, sagt Fieger. Mit 200 bis 300 Zuschauern pro Abend rechnen die Veranstalter, ähnlich wie im Vorjahr. Am Freitag steht Musik der 1990er- und 2000er-Jahre auf dem Programm, am Samstag ist dann EDM (Electronic Dance Music) und Clubmusik angesagt.

Eine Beschwerde habe es in all den Jahren nie gegeben, sagt Fieger. Doch vor dem am 7. und 8. August stattfindenden Open-Air-Festival am Ortsrand von Schallbach gab es den Versuch einer Maugenharder Bürgerin, die sich offenbar im Vorjahr massiv von der Lautstärke und dem Müll gestört gefühlt hatte, das Festival zu verhindern.

Der Bürgermeister will „etwas zurückgeben“

Die Organisatoren sind allesamt ehemalige Jugendliche aus dem Jugendraum. „15 Leute, zwischen 16 und 25 Jahren, viele machen für das Festival extra eine Woche Urlaub“, erzählt Fieger. Das kleine Festival ist eine Herzensangelegenheit für das Team, die Aufregung wegen der Lautstärke und des Mülls versteht man vor Ort nicht. Rückendeckung bekommen sie vom Schallbacher Bürgermeister Christian Iselin. Ihm ist es wichtig, den jungen Schallbachern zu signalisieren, auch ihre Bedürfnisse würden wahrgenommen. „Wir haben zu anderen Zeiten so viel Hilfe von ihnen bekommen. Dann müssen wir auch mal etwas zurückgeben“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion.

Nichtsdestotrotz handelte Iselin einen Kompromiss aus: Ab Mitternacht sollen die Bässe reduziert werden, zwei Stunden später soll ganz Schluss sein. Gleichzeitig möchte Iselin mit einer Ortsbegehung etwaige Zweifel derjenigen ausräumen, die sich beschwert hatten. Ihre Befürchtungen nehme er ernst, sagt der Bürgermeister. Vor allem Standort und Position der Boxen wurden kritisiert. Diese wären in Richtung Maugenhard gerichtet gewesen. „Das stimmt nicht“, sagt Fieger. „Die Boxen waren in die andere Richtung ausgerichtet, zum Läufelberg hin.“

Was vom Veranstalter allerdings nicht eingeplant werden kann, ist der Wind. Drehe der in eine bestimmte Richtung, sei dort das Wummern kilometerweit zu hören, erklärt der Bürgermeister. Der Veranstalter hofft dagegen auf eine natürliche Schallmauer: „Wir haben dieses Jahr zwei Meter hochstehenden Mais, der wird hoffentlich ganz viel schlucken. Letztes Jahr hatten wir Weizen, das war nicht optimal“, sagt Fieger unserer Redaktion.

Grünes Licht von den Behörden

Das Festival-Team weiß viele Schallbacher hinter sich: „Der Rückhalt im Dorf ist groß, wir haben auch die Unterstützung der örtlichen Firmen, die uns mit Zäunen und Gerüsten helfen.“ Fieger sieht das Positive: „Im Grunde wurde uns der Rücken gestärkt. Der Naturschutz ist abgeklärt. Das Landratsamt hat uns grünes Licht gegeben. Jetzt wissen wir, dass wir auf der sicheren Seite sind.“