Kultur in Efringen-Kirchen: Blumen faszinierend mit Musik beschrieben

Das Ensemble „Musicæ Spontæ“ spielte in der Blansinger Peterskirche.
Christian Leitherer- Blansingen: „Musicæ Spontæ“ begeisterte in der Peterskirche mit Blumen-Programm.
- Grundlage war „Airs for the summer“ von James Oswald – mit Sonaten zu Sommerblumen.
- Jede Blume erhielt ein eigenes Klangbild, etwa Rose, Rittersporn, Stockrose und Lilie.
- Wechsel zwischen Violine, Blockflöte und barocker Oboe prägte den farbigen Ensembleklang.
- Werke von Playford, Purcell und Händel setzten Akzente; langer Beifall des Publikums.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einem thematisch konzipierten Programm um die sommerliche Blumenwelt begeisterte das international besetzte Quartett „Musicæ Spontæ“ sein Publikum vor vollen Reihen beim jüngsten Blansinger Konzert. Die vier jungen Musiker um den Violone-Spieler Joachim Pedarnig hatten sich die Sammlung „Airs for the summer“ des wenig bekannten Barock-Komponisten James Oswald zum Leitfaden eines Instrumentalkonzertes voller überraschender Entdeckungen vorgenommen.
Zusammenspiel auf hohem Niveau
Hervorragend interagierten dabei die beiden Oberstimmen mit der Violinistin Marguerite Wassermann und der Blockflötistin Bar Zimmermann. Letztere wechselte auch immer wieder auf die barocke Oboe und brachte so eine weitere Farbe in das sommerliche Blumen-Klangbild. Dieses Bild gestaltete sich bunt, ertönten doch neben Sonaten über die Rose noch weitere über den Rittersporn, die Stockrose, die Vanille-Blume, die Nelke, den Ehrenpreis, die Lilie und das Geissblatt.
Charakterisierung der Blumen
Jede Blume erfuhr durch die Komposition von James Oswald eine individuelle Charakterisierung, heißt es in einer Mitteilung. Die Rose zeigte sich in der Interpretation des Ensembles sanft pastoral und im Folgesatz dann schwungvoll bewegt, während der Rittersporn in der Beschreibung von James Oswald schon beinahe einen intradenhaften Stolz ausstrahlte.

Das Konzert von „Musicæ Spontæ“ verfolgten viele Zuhörer in der Peterskirche.
Christian LeithererCharmante Gesten und Melodien umwoben sich in den Diskant-Instrumenten, um dann in ein spritziges Allegro zu führen. Stets souverän und lebhaft agierten die jungen Künstler und wurden zu klangvollen Fürsprechern des unbekannten Komponisten.
In der Sonate für die Stockrose begeisterten die filigranen Ornamente in der Sopranflötenstimme, die verspielt und einfühlsam vor den Hauptnoten tanzten und zeitweise an eine Bourrée erinnerten. Einem kurzen Siciliano folgte auch hier nochmals ein flottes Allegro.
Sonaten bekannter Komponisten als Einschübe
Als Einschübe zwischen den Blöcken mit den kleinen Sonaten durften Werke von durchaus bekannteren Komponisten erklingen. Neben John Playford waren dies noch Henry Purcell und Georg Friedrich Händel. Die Brücke zu Händel bot sich nach Aussage von Violone-Spieler Pedarnig aufgrund der Schwärmerei des barocken Großmeisters für die Gartenarbeit an. In einer Korrespondenz mit seinem nicht weniger erfolgreichen Kollegen Georg Philipp Telemann äußerte sich dieses Interesse fast schon leidenschaftlich und im wahrsten Sinne des Wortes „blumig“.
Händels Sonate c-Moll war auch ein wunderbares Intermezzo nach so viel Blumenpracht, denn hier entfaltete sich in größer angelegter Form der Affekten-Reichtum barocker Tonsprache. So blühte in farbenreicher Moll-Thematik nach dem Einleitungs-Satz ein perfekt durchgearbeitetes Allegro, dem wiederum ein italienisch geprägter traumhafter langsamer Satz folgte. Das Publikum dankte dem Ensemble mit langem Beifall.
Das nächste Blansinger Konzert mit dem Ensemble „L'Aura Pizzicata“ folgt am 27. September – bereits als Teil des Markgräfler Musikherbstes.
