Kreisgymnasium Neuenburg: Schüler lernen, wie Demokratie und Marktwirtschaft funktionieren

„Schule als Staat“ heißt es für drei Tage am Kreisgymnasium Neuenburg (Symbolfoto).
Armin Weigel/dpa- Kreisgymnasium Neuenburg wird für drei Tage zum Staat Kagonien – mit eigener Währung.
- Über 650 Schüler und Lehrkräfte gründen Firmen, arbeiten in Ämtern und zahlen Steuern.
- Ziel ist politisches und wirtschaftliches Verständnis sowie Teamfähigkeit und Verantwortung.
- Parteien entstanden im März, im Juni wählte Kagonien sein Parlament, Kanzlerin ist Yara Pila Nunninger.
- Donnerstag, 22. Oktober: Staat öffnet für Besucher, Visa sind für Interessierte erhältlich.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Bei „Schule als Staat“ werden die mehr als 650 Schüler sowie Lehrer des Kreisgymnasiums Neuenburg (KGN) vom 20. bis 22. Oktober zu Staatsbürgern von Kagonien. Sie gründen Unternehmen, bieten Dienstleistungen an, arbeiten in Ämtern oder übernehmen politische Verantwortung. Mit der eigenen Staatswährung kaufen sie Waren und zahlen Steuern.
Das Projekt soll politisches und wirtschaftliches Verständnis ebenso wie Teamfähigkeit, Eigenverantwortung und unternehmerisches Denken fördern, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Das Konzept wurde bereits an zahlreichen Schulen in Deutschland umgesetzt.
Betreut wird das Projekt von den Wirtschafts- und Gemeinschaftskundelehrern Philipp Ackermann und Jannik Bargen. „Unsere Schülerinnen und Schüler sollen Demokratie nicht nur im Unterricht besprechen, sondern selbst erleben: Sie stimmen ab, diskutieren, entscheiden und tragen die Folgen ihrer Entscheidungen“, erklärt Bargen. Ackermann ergänzt: „Wer selbst ein Unternehmen gründet oder ein Amt übernimmt, versteht Wirtschaft und Politik anders als aus dem Schulbuch. Genau diese Erfahrung wollen wir ermöglichen.“
Bereits im Juli 2025 gründete sich ein Projektteam. Im Februar 2026 erarbeitete ein Verfassungskonvent die Verfassung und Kagonien wurde bei einer Schulversammlung offiziell gegründet, samt Namen und Wappen, einem Kranich.
Parlament von Kagonien gewählt
Im März gründeten sich die Parteien, im Juni wählte Kagonien sein Parlament. Sieben Parteien traten an, 652 Staatsbürger waren wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 55,7 Prozent, heißt es. Das vollständige Wahlergebnis und die Sitzverteilung im Parlament gibt es online unter kgnlink.de/kagonien.
Anschließend folgten Unternehmensgründungen, Koalitionsverhandlungen und die Regierungsbildung. Im September konstituierte sich das Parlament und wählte die Kanzlerin: Yara Pila Nunninger, eine Schülerin der sechsten Klasse.
Besuche am Donnerstag möglich
Die ersten beiden Tage sind den Staatsbürgern vorbehalten. Am Donnerstag, 22. Oktober, öffnet Kagonien seine Staatsgrenzen und vergibt Besuchervisa an alle Interessierten.
