Kandern spart Wasser
: Die Wassersituation ist angespannt

Die Stadt Kandern appelliert, Trinkwasser nur dort zu verwenden, wo es wirklich notwendig ist, und auf vermeidbaren Wasserverbrauch zu verzichten – und ergreift selbst Maßnahmen.
Von
red/pm
Kandern
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Hitze und Trockenheit in Brandenburg

Die anhaltende Hitze wirkt sich auf die Wasserversorgung aus (Symbolfoto).

Frank Hammerschmidt/dpa
  • Kandern ruft wegen angespannter Lage zum sparsamen Trinkwassergebrauch auf.
  • Hitze senkt Quellleistungen, zugleich steigen Verbrauch und Verbrauchsspitzen.
  • Seit dem 7. August keine Garten- und Hydrantenzähler mehr – Spitzen sollen sinken.
  • Stadt drosselt Bewässerung: Blumenkästen werden nicht mehr gepflegt, Brunnen teils aus.
  • Bürger sollen Gärten nur nötig bewässern, Pools nicht nachfüllen und Wasser im Alltag sparen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die anhaltende Hitze wirkt sich zunehmend auf die Wasserversorgung in Kandern aus: Auch wenn die Grundversorgung mit Wasser nach wie vor gut gewährleistet werden kann, ist die derzeitige Wassersituation in der Töpferstadt angespannt, heißt es in einer Mitteilung.

Die Leistungen der Quellen gehen zurück, während der Wasserverbrauch weiterhin hoch ist und immer wieder ansteigt. Gleichzeitig treten zunehmend Verbrauchsspitzen auf. Die Stadt Kandern reagiert darauf mit ersten Wassersparmaßnahmen im öffentlichen Bereich.

Gleichzeitig bittet sie die Bürger, ebenfalls bewusst und sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Bürgermeisterin Simone Penner betont: „Jeder eingesparte Liter hilft dabei, die Versorgung auch bei anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen sicherzustellen.“

Die vorhandenen Wasserbehälter der Stadt können derzeit noch in der notwendigen Balance gehalten werden. Bei gleichbleibend hohem Verbrauch und weiter zurückgehenden Quellleistungen wird es jedoch zunehmend schwieriger, diese auszugleichen, heißt es.

Für Sicherung der Wasserversorgung

Die Verwaltung stellt klar: „Das Wasser reicht für die notwendige Versorgung – aber nicht für einen sorglosen zusätzlichen Verbrauch.“ Ziel der aktuellen Maßnahmen ist es deshalb, den Wasserverbrauch und insbesondere Verbrauchsspitzen zu reduzieren und damit zur Sicherung der Wasserversorgung beizutragen.

Deshalb wurde bereits seit dem 7. August die Ausgabe von Garten- und Hydrantenzählern eingestellt. Hintergrund sind laut der Mitteilung unter anderem zunehmende Anfragen nach Gartenzählern für die Bewässerung privater Gärten und Rasenflächen sowie nach Hydrantenzählern. Durch die vorübergehende Einstellung der Ausgabe sollen zusätzliche Wassermengen und Verbrauchsspitzen vermieden werden.

Stadt reduziert eigene Bewässerung

Die Stadt will beim Wassersparen selbst mit gutem Beispiel vorangehen und reduziert deshalb die Bewässerung im öffentlichen Raum.

Städtische Blumenkästen und Kübel werden ab sofort nicht mehr regelmäßig bewässert. Wenn die Pflanzen aufgrund der Trockenheit verwelken, werden die betroffenen Kästen nach und nach abgehängt. Regulär wären die Blumenkästen ohnehin in rund zwei Monaten zum Ende der Saison entfernt worden.

Weiterhin bewässert werden nur noch wichtige Grünanlagen und Bäume sowie neu angelegte Pflanzungen, wenn deren Verlust und eine notwendige Neuanlage mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden wären. Dazu gehören beispielsweise die neu angelegten Pflanzungen rund um das Rathaus sowie schützenswerte Bäume im öffentlichen Raum, die Schatten spenden und einen wichtigen Beitrag zu einem guten Stadtklima leisten, heißt es.

Brunnen werden abgestellt

Öffentliche Brunnen, die unmittelbar an das Trinkwassernetz angeschlossen sind, werden vorübergehend abgestellt, soweit dies technisch möglich ist.

„Jeder eingesparte Liter hilft dabei, die Versorgung auch bei anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen sicherzustellen.“
Simone Penner
Bürgermeisterin

Die Maßnahmen der Stadt allein reichen nicht aus, um den Wasserverbrauch insgesamt deutlich zu reduzieren, heißt es in der Mitteilung. Deshalb bittet die Stadtverwaltung auch alle Bürger um einen bewussten und sparsamen Umgang mit Trinkwasser.

Insbesondere sollte derzeit darauf geachtet werden:

  • Blumen und Gärten nur so viel wie unbedingt notwendig zu bewässern und auf die Bewässerung von Rasenflächen möglichst zu verzichten
  • Pools möglichst nicht mit Trinkwasser nachzufüllen
  • unnötigen Wasserverbrauch im Alltag, etwa durch laufendes Wasser oder Vollbäder, zu vermeiden
  • auf die Reinigung von Terrassen, Hofflächen oder Fahrzeugen mit Trinkwasser möglichst zu verzichten
  • den eigenen Wasserverbrauch insgesamt auf das Notwendige zu reduzieren.

Entwicklung wird weiter beobachtet

Die Stadt Kandern beobachtet gemeinsam mit den Verantwortlichen der Wasserversorgung die weitere Entwicklung. Die getroffenen Maßnahmen werden entsprechend der weiteren Wasser- und Wetterlage überprüft und bei Bedarf angepasst, heißt es.

Ziel ist es, frühzeitig und verantwortungsvoll mit der aktuellen Situation umzugehen und die vorhandenen Wasserressourcen zu schonen. Die Stadtverwaltung bittet deshalb um Verständnis für die sichtbaren Auswirkungen der Maßnahmen, heißt es.