Holzverkauf bringt weniger Geld ein
: Kanderner Stadtwald schreibt rote Zahlen

Der Kanderner Forstbetrieb ist 2025 ins Minus gerutscht – zum ersten Mal seit 2021 und das trotz gesunkener Ausgaben. Darüber informierten Otto-Jesko von Schröder und Bernhard Schirmer vom Forstbezirk Kandern im Verwaltungsausschuss.
Von
Jan Boller
Kandern
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Nach mehreren Überschussjahren schreibt der Stadtwald für das Jahr 2025 erstmals wieder rote Zahlen.

Nach mehreren Überschussjahren schreibt der Stadtwald für das Jahr 2025 erstmals wieder rote Zahlen.

Jan Boller
  • Kanderner Stadtwald schreibt nach Überschussjahren wieder rote Zahlen – Defizit 36.745 Euro.
  • Holzerlöse sanken trotz höherem Einschlag: rund 553.000 Euro, weniger als 2024 und als geplant.
  • Durchschnittspreis fiel auf knapp 92 Euro, zuvor fast 109 Euro; Qualität und Marktpreise schwächer.
  • Personalmangel bremste Einschlag, eine Waldarbeiterstelle ist unbesetzt und Bewerbungen fehlen.
  • Für 2027 plant die Stadt höhere Einnahmen, doch klimabedingte Schäden erzwingen Mehr-Einschlag.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Grund: Die Holzerlöse im Stadtwald sind gesunken – und das, obwohl nach dem Rekordjahr 2024 eine erneute Spitzenmarke eingeplant war. So brachte der Verkauf von Nutz- und Brennholz 2025 rund 553.000 Euro ein, das sind knapp 88.000 Euro weniger als 2024 und rund 112.000 Euro weniger als geplant.

Dabei wurde nicht weniger, sondern tatsächlich mehr Holz eingeschlagen. Allerdings blieb der Einschlag mit rund 6000 Festmetern deutlich hinter den ursprünglich geplanten 7700 Festmetern zurück. Ein Grund dafür war laut Revierleiter von Schröder der Personalmangel im Forstbetrieb. Was aber 2024 für deutliche Mehreinnahmen gesorgt hatte, war der hohe durchschnittliche Ertrag je Festmeter von fast 109 Euro. Im Jahr 2025 rutschte der durchschnittliche Verkaufspreis deutlich auf knapp 92 Euro ab.

Personalmangel wirkt sich auf Holzeinschlag aus

Das lag laut von Schröder zum einen an der im Durchschnitt geringeren Qualität des Holzes, zum anderen daran, dass die Holzindustrie für Standardware weniger bezahlte. In den Vorjahren habe insbesondere hochwertiges Eichenfurnierholz, für das Preise von rund 1000 Euro je Festmeter erzielt wurden, den Durchschnittserlös deutlich nach oben getrieben, so von Schröder im Gespräch mit der Redaktion.

Die Aufwendungen des Forstbetriebs gingen von rund 658.000 Euro im Vorjahr auf rund 623.000 Euro zurück. Gestiegen sind jedoch die Personalkosten, und zwar um rund 51.000 Euro. Dabei ist bereits seit rund einem Jahr eine Waldarbeiterstelle unbesetzt. Bewerbungen gibt es laut Angaben der Revierleitung bisher keine.

Insgesamt schloss der Forstbetrieb mit einem Defizit von 36.745 Euro ab. Eingeplant war ein kleines Plus von 6500 Euro. Wie sich insbesondere das Dürrejahr 2026 auf den Wirtschaftsstandort Wald auswirken wird, dahinter steht laut Revierleiter von Schröder noch ein dickes Fragezeichen.

Trotz der enttäuschenden Erlöse aus dem Holzverkauf im Jahr 2025 hält die Stadt für 2027 an hohen Ertragserwartungen fest. So sind Einnahmen von rund 716.000 Euro aus dem Nutzholzverkauf eingeplant, dafür soll allerdings auch deutlich mehr Holz eingeschlagen werden. Allerdings ist nach Angaben der Forstverwaltung davon auszugehen, dass aufgrund klimabedingter Schäden ein erheblicher Teil des Holzeinschlags außerplanmäßig erfolgen muss. Das gilt für 2026 und wahrscheinlich, sieht man sich die zunehmenden Folgen des Klimawandels an, auch für 2027.