Hindernisse beseitigen: Gewässerökologische Aufwertung der Wiese zwischen Maulburg und Wiechs

Ein Wurzelstockrefugium bietet Fischen Schutz und Schatten.
zVg/RP FreiburgZiel ist es, auf rund 850 Metern Wanderhindernisse zu beseitigen und lebenswichtige Strukturen für Fische und andere Wassertiere zu schaffen, schreibt das Regierungspräsidium.
Die Maßnahmen
Fünf bestehende Schwellenbauwerke im Gewässerbett werden so umgebaut, dass Fische und andere Wassertiere sie überqueren können. Steinriegel werden angelegt, um bei Niedrigwasser Tiefwasserrinnen zu bündeln und so lebenswichtige Rückzugsräume für Fische zu schaffen.
Holzeinbauten und Wurzelstöcke werden als Fischunterstände installiert, damit Fische Deckung vor Fressfeinden, wie dem Graureiher, finden.
In Uferbereichen wird abschnittsweise Flusspflaster zurückgebaut, um die Wasserwechselzone für Tiere und Pflanzen zu verbessern. Verbleibendes Flusspflaster wird mit Holzpfählen gegen Erosion gesichert. Zur Stabilisierung der Ufer und zur Verbesserung der Beschattung sind zusätzliche Pflanzungen von Sträuchern und Bäumen vorgesehen.
Hintergrund
Die Arbeiten sind Teil der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen zur laufenden Dammsanierung zum Hochwasserschutz östlich von Maulburg. Außerdem ergänzen sie die 2023 abgeschlossene Sanierung des oberhalb liegenden Flussabschnitts. Die Maßnahmen werden in enger Abstimmung mit den ortsansässigen Angelsportvereinen Maulburg und Schopfheim durchgeführt.
Die naturnahe Gestaltung wurde gemeinsam entwickelt und vom Regierungspräsidium planerisch ausgearbeitet. Auch nach Abschluss der Arbeiten werden die Angelsportvereine aktiv an der weiteren Aufwertung mitwirken.
Für die Durchführung der Arbeiten sind etwa vier Wochen veranschlagt.
Soweit der Wasserstand moderat bleibt und keine Hochwasserereignisse eintreten, wird der Flussabschnitt ab Mitte Juli deutlich attraktivere Lebensräume für Flusslebewesen bieten.