Haushalt für Maulburg
: Mehr Einnahmen bei der Gewerbesteuer

Der Gemeinderat hat den Übertragungen in das Haushaltsjahr 2025 für laufende Projekte zugestimmt.
Von
Christoph Schennen
Maulburg
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Die Häuser Alemannenstraße 19 und 21 in Maulburg werden an das Nahwärmenetz angeschlossen. Das wirkt sich auch auf den Haushalt aus.

Christoph Schennen

Der Gemeinderat hat die Ermächtigungsübertragungen in das Haushaltsjahr 2025 für laufende investive Baumaßnahmen in Höhe von 1 751 390 Euro zur Kenntnis genommen. Größter Posten ist hier der Radweg L 139 Dinkelberg, wo dieses Jahr der Baubeginn war (915 326 Euro).

Die Gemeinderäte haben in ihrer Sitzung auch die Ermächtigungsübertragungen in das Haushaltsjahr 2025 für noch nicht begonnene Baumaßnahmen sowie noch nicht erfolgte Beschaffungen in Höhe von 268 134 Euro beschlossen. Zu ihnen zählt zum Beispiel der Nahwärmeanschluss der Gebäude an der Alemannenstraße 21 und 23 (50 000 Euro). Die aufgeführten außer- und überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 167 044 Euro wurden, soweit noch nicht erfolgt, genehmigt.

Fehlbetrag wird niedriger

Das ordentliche Ergebnis 2024 weist einen Fehlbetrag in Höhe von 1 305 658 Euro auf und fällt 493 441 Euro besser aus als geplant. Die Verbesserung im ordentlichen Ergebnis gegenüber der Planung setzt sich aus saldierten Mindererträgen in Höhe von rund 112 965 Euro sowie aus saldierten Minderaufwendungen von rund 606 406 Euro zusammen. „Saldierte Mindererträge und Minderaufwendungen heißt“, sagte Rechnungsamtsleiter Ingo Röslen auf Anfrage, „dass wir die Planabweichung vom ordentlichen Ergebnis in eine getrennte Betrachtung der Erträge und Aufwendungen aufgeteilt haben. In der Abweichung sind auch Einzelansätze enthalten, bei denen Mehrerträge entstanden sind, so zum Beispiel bei der Gewerbesteuer. Wir haben in Summe 112 965 Euro weniger Erträge als geplant.“

Mindererträge

Mindererträge gibt es durch die noch nicht erfolgte Erstattung durch das Finanzamt für die Umsatzsteuer der Alemannenhalle in den Jahren 2012 bis 2017 (502 600 Euro) und durch die noch nicht erfolgten Rückrechnungen für vorhabenbezogene Bebauungspläne (140 000 Euro). Mindererträge verzeichnet die Gemeinde beim Nahwärmeverkauf (rund 127 000 Euro), beim Holzverkauf (rund 53 000 Euro), bei den Nutzungsentschädigungen für Geflüchtete (rund 116 000 Euro), beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (rund 27 000 Euro), beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (rund 33 000 Euro), beim Familienleistungsausgleich (rund 10 600 Euro) und bei den Schlüsselzuweisungen (rund 21 000 Euro). Einen Mehrertrag von 797 700 Euro liefert die Gewerbesteuer.

Minderaufwendungen

Von den Minderaufwendungen in Höhe von 606 400 Euro entfallen 281 200 Euro auf die Personalaufwendungen, die sich verteilen auf 153 000 Euro bei der Kita Wiesental und 68 200 Euro beim Steegmatt-Kindergarten. 278 400 Euro entfallen auf die Bauunterhaltung, davon entfallen auf Kanalbefahrungen und Sanierungen 139 000 Euro.

Mehrausgaben

Mehrausgaben fielen unter anderem bei der Zweckverbandsumlage Abwasser (rund 54 800 Euro) und bei der Gewerbesteuerumlage (rund 153 300 Euro) an.

Die Ausgabeansätze für laufende Investitionsmaßnahmen und investive Einnahmeansätze, deren Eingang im neuen Jahr als sicher gilt. sind übertragbar und stehen auch im neuen Jahr ohne Neuveranschlagung zur Verfügung.

Weitere Ausgabepositionen, gegebenenfalls auch aus den Budgets des Ergebnishaushalts (zum Beispiel Bauunterhaltungsmittel), nicht begonnene Maßnahmen oder pauschale investive Grunderwerbsmittel, können durch Gemeinderatsbeschluss zusätzlich übertragen werden.